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Tonkabohne

28. Januar 2015
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Tonkabohne
Dieser feine schwarze, trapezförmige, wie eine verdörrte Bohne aussehende Kern oder Samen eroberte im Sturm meinen Gaumen.
In meinen Rezepten kommt sie seither regelmäßig vor und das nicht nur bei Süßspeisen.

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Herkunft:
Südamerika
Pflanzenart:
Samen jener Pflanze, die ihr den Namen gibt – dem Tonkabaum. Auf diesem wächst die Tonkafrucht, deren Inneres ist die Tonkabone.
Welchen Teil, welche Art kann ich in der Küche von davon verwenden?
Ich verwende den Kern, also den Samen. Diesen gibt es in Spezialläden zu kaufen. Man muss die Bohne, um das wunderbare, feine an Mandeln, Marzipan und Vanilleduftende Aroma zu erhalten, mit einer Muskatreibe fein in die jeweilige Speise reiben.
Ich liebe den Duft der Tonkabohne und koche gerne 2-3 Kerne aus, um das Wasser anstatt anderer Aroma-Öle in meine Duftlampe zu geben.
Aufpassen sollte man jedoch und das sei hier unbedingt erwähnt, dass man nicht zu viel von der Tonkabohne verwendet, da sie leicht toxisch wirkt. Aber keine Angst, wenn normale Mengen verwendet werden, besteht keine Gefahr.

Hier nun mein Rezept, wie ich die klassische Himbeermarmelade mit der Tonkabohne verfeinere. Meine Familie liebt diese Marmelade beim gemeinsamen Frühstück. Mit frischem Brot und etwas Butter einfach ein Genuss!

Rezept:

Himbeermarmelade
Für 4 x 250 ml Gläser oder mehrere kleinere Gläser (perfekt zum Verschenken)
Zutaten:
1 kg Himbeeren (TK)
1 Packung 3:1 Gelierzucker
1 Tonkabohne

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Zubereitung:
Die Himbeeren kurz antauen lassen, in einen Topf mit 200 ml Wasser geben und aufkochen lassen. Die geriebene Tonkabohne (maximal 1 Stück für 1 kg Himbeeren) zugeben, kurz einkochen, den Gelierzucker zugeben und kontinuierlich rühren.
Sobald die Masse die Gelierprobe bestanden hat (ein bisschen Marmelade auf einen Teller geben, auskühlen lassen – bestanden = sie gerinnt nicht und wird fest / nicht bestanden = sie gerinnt), in Gläser füllen (diese unbedingt zuvor heiß ausspülen) und gut verschließen.

DieZettl´s Empfehlung:
Wer den Geschmack der Tonkabohne noch etwas intensiver möchte, reibt ein bisschen davon vor dem Schließen auf die Marmelade. Wie man diese Marmelade außer auf einem guten Butterbrot noch genießen kann, werde ich euch am Sonntag berichten.

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