Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 34

8. März 2021

Rotkrautsteak mit einer speziellen Gewürzmischung

Im zweiten Lockdown hatte ich viel Zeit zum Kochen, Nachdenken und Bloggen.

Danach, also im neuen Jahr bekamen einige andere Dinge den Vorrang. Somit wurde meine Zeit weniger, mein Raum für mich und meine Gedanken und dementsprechend auch war auch weniger Zeit für den Blog. Seit einigen Tagen mache ich nun ein tägliches Schreibtraining – oder anders formuliert, ich schreibe wieder Tagebuch. Für mich ein optimaler Impuls wieder den Blog zu bespielen, denn ich erkenne, schreiben geht oft wie von selbst. Ich muss es einfach nur tun. Meine Gedanken werden zu Geschichten und genau diese möchte ich euch letztlich erzählen.

Meine heutige Leibspeis ist perfekt für Vegetarier, Veganer und alle, die gerne Rotkraut essen und besondere Gewürzmischungen lieben.

Rotkrautsteak mit einer speziellen Gewürzmischung

Das Rotkraut im Ganzen mit Strunk daumenbreit in Scheiben schneiden. Das gelingt übrigens super mit der Brotschneidemaschine oder mit einem richtig scharfen Messer. Die Scheiben auf ein Backblech legen.

Die Gewürzmischung besteht aus: Frischer (oder getrockneter) Orangenschale und Zitronenschale, Rosmarin, Chipotle (Chili) oder einen milderen, Paprika Pulver, eine Messerspitze Vanille, Pfeffer (frisch gemahlen aus der Mühle, nicht zur aromatisch), Zitronensaft, Ahornsirup und ganz wenig Salz.

Mit dieser Mischung das Rotkraut marinieren und im Backofen garen lassen (bei 180°C/ Ober-Unterhitze), bis es eine leichte Bräune bekommt bzw. das Kraut durch ist.

Bei der Garnitur könnt ihr euch spielen. Ich fand rohen Paprika und Miniröschen vom Brokkoli passend.

Ein Tipp zur Gewürzmischung: Chili und Paprika. Entweder ihr nehmt geräucherten Paprika und nicht den Chipotle (sondern einen milden/scharfen der euch schmeckt) oder ihr nehmt Chipotle und dafür ein normales Paprikapulver. Ich hoffe ich habe das nun verständlich erklärt.

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Leibspeis Nr 33

21. Dezember 2020

Rote Rüben Risotto

Ich lasse mich unglaublich gerne ablenken. Speziell in den letzten Tagen, wo Zeit ein untergeordnetes Thema ist und Struktur nur durch Dinge, die ich als besonders wichtig erachte und die zeitnah getan werden müssen, entsteht.

Bloggen gehört für mich ganz eindeutig dazu.

Ich hatte vor den Blog vorzubereiten, saß vor der Bearbeitung der Fotos (die ich letztlich nur ein bisschen „schneiden“ musste) und hatte nebenbei Ö1 laufen. Sobald ich zum Schreiben beginne schalte ich für gewöhnlich leiser oder ab. Heute aber konnte ich nicht abschalten. Die Einleitung von Andreas Obrecht zur Sendung machte mich neugierig. Meine Empfehlung an euch: Hört euch die Sendung an (Geschichten erleben, Geschichten erzählen, 21.12. | Ö1 | ORF-Radiothek). Also ich war begeistert!

Meine Ideen fürs Kochen entstehen übrigens meist sehr spontan. Ich wache auf, versuche mich zu orientieren, denke über das Geträumte nach und manchmal gibt es mir sogar einen Hinweis darauf, was ich kochen werde. Keine Ahnung wieso, aber es ist so. Manchmal ist es ein diffuses Bild, das ich nachkochen möchte oder ich erinnere mich an eine Begebenheit aus einem Traum. Oft ist es aber so, dass ich großen Gusto auf eine Zubereitungsart (gebacken, gegrillt, usw…) habe.

Vielleicht klingt es nun etwas komisch für euch, aber essen und auch kochen ist für mich unglaublich emotional besetzt. Ich verbinde mit Gerichten schöne Momente. Genossen mit Menschen die mir wichtig sind oder Reisen die spannend gewesen sind.

So war es auch die letzten Tage. Immer wieder dachte ich daran, wie wir als Kinder damals die Rüben vom Feld hinter unserem Haus geklaut hatten und diese mit unseren „Feidln“ – den Taschenmessern, geschält und roh gegessen hatten. Damals waren es Zuckerrüben.

Rote Rüben Risotto:

400 g rote Rüben gekocht, 2 Kohlsprossen, 250 g Reis, ca. 750 ml Flüssigkeit (Gemüse/Rindsuppe und ein bisschen Prosecco oder Wein), 1 große Zwiebel, 2-3 Knoblauchzehen, Butter, Parmesan, Salz, Pfeffer und eure Lieblingsgewürzmischung für Gemüse oder Risotto.

Die Zwiebel und den Knoblauch klein hacken (ich mach das immer mit der Zick Zick Zyliss) und mit etwas Butter andünsten, die Rüben (fein gewürfelt) zugeben und 3 Minuten anbraten. Danach den Reis gut untermengen, mit etwas Wein ablöschen, ständig rühren, mit Suppe ablöschen, weiter rühren. So lange Flüssigkeit zugeben, bis der Reis bissfest ist. Zum Schluss die Kohlsprossen (klein gehackt) den Parmesan unterheben und servieren.

Dazu passt hervorragend ein geräucherter Fisch. In meinem Fall eine geräucherte Makrele.

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Leibspeis Nr 32

19. Dezember 2020

Bruschetta al pomodro

Würde ich einer Freundin, im Telegramstil, über diese Woche erzählen, dann würde das ungefähr so lauten:

Super Start in die Woche am Montag-spannender Dienstag (eine Entscheidung getroffen, die mir sehr schwergefallen ist und sich Stimmungsmäßig durch die Woche gezogen hat)-angenehmer Mittwoch -schrecklicher Donnerstag-ambivalenter Freitag (in der Stadt spazieren gehen war spitze, danach Infos über diverse PK´s fand ich schlimm)-gemütlicher, freundlicher Samstag.

Ich würde sagen, diese Woche war eine Minihochschaubahn unterschiedlichster Begebenheiten.

Wenn es draußen so grau in grau ist, mag ich es, dass ich möglichst viel bunt um mich habe. Auch beim Essen. Paradeiser gehen immer. Bruschetta (Brusketa ausgesprochen).

Wenn wir in Italien gemeinsam gegrillt haben, dann war Bruschetta immer mit von der Partie. Wir Mädls sind plaudernd zusammengesessen, haben geschnipselt, viel gelacht (sofern ich verstand was alles geredet wurde) und gemeinsam gekocht. Ich erinnere mich gerne an diese Zeit.

Rezepte gibt es dazu im Netz ohne Ende. Ein Tipp von mir an euch: Wenn ihr zu viel davon gemacht habt, dann verfeinert die Paradeiser mit roten Zwiebeln und Gewürzen und esst sie als Salat oder macht eine schnelle Sauce für Pasta draus.

Buon Appetito!

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Leibspeis Nr 31

16. Dezember 2020

Hühnerleber in Rotweinjus

Ganz selten, wirklich ganz selten, habe ich mittlerweile Lust darauf etwas aufwendiger zu kochen.

Dafür bedarf es einer guten Planung und eines Rezeptes, das, wenn es so nachgekocht wird, wie es geschrieben steht, auch funktioniert. Das weiß man jedoch selten vorab. Schon klar. Dieses gab es bei uns vor vier Jahren zu Silvester. Nun habe ich es extra für den Blog nochmal gekocht, da ich es in guter Erinnerung habe.

In Ottolenghis „NOPI“ haben wir das Rezept damals entdeckt und ausprobiert. Seine Kochbücher sind übrigens auch für Kochmuffel perfekt zum Nachkochen, das darf ich mit 100% Gewissheit sagen.

Leber, ich gestehe, gelingt mir immer sehr gut, ich esse sie bevorzugt in Restaurants gebacken und ich finde, sie ist ziemlich vielseitig einsetzbar.

Am Samstag sind mein Spaziergehfreund und ich wieder unterwegs gewesen. Da ich die Leber vor dem Spazierengehen fertig gekocht hatte, versprach ich ihm für danach eine Kostprobe zum Mitnehmen. Während er sich noch kurz mit meiner Tochter unterhielt, habe ich einen Kostprobenlöffel vor die Haustür gebracht. Im ersten Moment bin ich über seine Reaktion echt erschrocken. Ich konnte sie absolut nicht deuten. Doch dann kam dieser Grinser, den ich so an ihm mag. Und mir war klar – GELUNGEN! Juchuuu…

Ich weiß nicht, ob ihr meine Freude auch nur im geringsten nachempfinden könnt. Meine achtzehnjährige isst nur Gemüse, meine dreizehnjährige ernährt sich von Pizza, Pasta und Brot. Wir leben derzeit ohne Freunde zu treffen. Ein Lob für meine Kochfreuden zu erhalten ist rar und deshalb weiß ich es sehr zu schätzen.

So und hier nun das wunderbare, einzigartige Rezept (alles aus dem Kochbuch „Nopi“ von Ottolenghi Seite 166 abgeschrieben):

Zutaten: Leber: 600 g Hühnerleber 150 ml Milch 400 g Räucherspeck (ich habe ihn weggelassen – funktioniert trotzdem hervorragend) 20 g Butter 20 Petersilie, fein gehackt (ich habe Koriander genommen) Meersalz und Pfeffer

Rotweinjus: 3 EL Olivenöl 2 mittelgroße Zwiebeln (in dünne Streifen geschnitten) 6 Thymianzweige (ich hatte 8 kleine Zweigerl) 1 große Knoblauchzehe, geschält, leicht angedrückt 1 Lorbeerblatt 5 schwarze Pfefferkörner (ich habe sie nicht gezählt, aber es waren definitiv mehr) 1,5 EL Zucker 300 ml Rotwein 500 Rinderfond (oder Suppe)

Kirschen: 200 ml Rotwein 100 ml Rotweinessig (ich nahm Aceto Balsamico) 80 g Zucker (viel zu süß, finde ich – 40 g reichen absolut aus) 500 g Kirschen (400 reichen ebenso)

Dazu wird im Buch Radicchio serviert – auf diesen habe ich verzichtet.

Zubereitung: Die Hühnerleber säubern und über Nacht in die Milch einlegen. Am nächsten Tag die Milch abgießen und die Leber beiseitestellen. * Tipp weiter unten! Mit Speck gekocht, wird dieser in einer Pfanne ausgelassen und ebenso abgegossen und beiseitegestellt.

Rotweinjus: Öl in einer Pfanne, Zwiebeln dazu, ¼ TL Salz unter häufigem Rühren anschwitzen, Thymian, Knoblauch, Lorbeerblätter, Pfefferkörner und Zucker zugeben und weitere 2-3 Minuten erhitzen, bis der Zucker karamellisiert ist. Den Rotwein zugießen und auf die Hälfte einkochen (einreduzieren) lassen. Danach gießt ihr den Rinderfond nach lasst den Jus noch ca. 10 Minuten köcheln. Durch ein Sieb passieren und die Flüssigkeit zur Seite stellen. **Tipp weiter unten!

Kirschen: Rotwein, Balsamico und Zucker zum Kochen bringen. Auf ca. 100 ml einreduzieren. Die Kirschen zufügen, gut miteinander vermengen und auf ein Backpapier zum Abkühlen geben. ***Tipp weiter unten!

Sobald ihr nun wisst, dass ihr das Gericht servieren wollt, wird die Leber im Speckfett (oder normaler Butter-Olivenölmischung) angebraten und mit dem Jus abgelöscht. Dazu kommen die Kirschen.

Wenn ihr ein getoastetes Weißbrot (oder wie in meinem Fall Mischbrot 😉!) serviert, werden eure Gäste glücklich sein. Nichts schmeckt köstlicher als eine super mega geniale Sauce, die mit Brot aufgedunkt werden kann…

Zu den Tipps: *Wenn ihr Katzen habt, die Milch nicht wegschütten. Ich habe sie stark mit Wasser und Suppe verdünnt und aufgekocht. Meine haben es als kleines Leckerli bekommen und waren sowas von zufrieden.

** Ottolenghi sagt, schmeißt die abgeseihten Gewürze weg – ich sage – tut das nicht. Ich habe sie mit dem Mixstab fein püriert, noch einmal durchs Sieb passiert, mit ein bisschen Suppe verdünnt und zum Ablöschen der Leber verwendet.

*** Ich habe die Kirschen abgeseiht und dann aufs Backpapier gelegt.

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Leibspeis Nr 30

13. Dezember 2020

Grapefruit Sorbetto

Seit Monaten bereite ich mich auf die Gesunderhaltung meines Körpers vor… Ich kaufte bereits Glaubersalz, Grapefruit, Mariendistelölkapseln (oder so), extra Karaffen, die mir das regelmäßige Wasser trinken erleichtern sollen, Heilerde, Flohsamen, recherchierte viel zu diesem Thema und sprach mit meiner Ärztin darüber.

Entschlossen war ich. Täglich aufs Neue. Das Sackerl Glaubersalz platzierte ich geöffnet in der Küche, gut sichtbar, damit keine Ausrede greifen konnte. Dieses Spiel fand einen Monat fast täglich statt. Immer wieder fand ich einen Grund, weshalb es „Heute“ nicht passen würde. Sei es, da ich schlecht gelaunt war und Nahrung für die Nerven brauchte, oder ich war verabredet oder ich war dabei den Blog vorzubereiten.

Ich war zudem noch nie ein großer Fan von Grapefruit. Den Saft einer frischen Grapefruit mit Olivenöl zu trinken widerstrebte mir zu tiefst. Da sie jedoch im Obstkorb lag, wollte ich ihr noch eine Chance geben. Das ist gut drei Monate her. Mittlerweile ist sie fester Bestandteile meiner bevorzugten Zitrusfrüchte.

Ebenso fester Bestandteil meiner bevorzugten Desserts ist das „Sorbetto“. Bisher kannte ich es nur „al limone“. Ein gutes Essen findet für mich stehts einen genussvollen Abschluss, wenn es mit einem nicht zu süßen, nicht zu soften „Sorbetto“ endet.

Ein nach Mengenangaben genaues Rezept kann ich euch leider nicht geben, da es ursprünglich nur ein Versuch war:

Ich habe zwei Grapefruit ausgepresst. Den Saft mit 3 Medium Eiern, ca. 5 EL Zucker (ich mag es nicht so süß), Wasser und einer Messerspitze Vanille mit dem Stabmixer „aufgemixt“. Bis das ganze eine leicht schaumige Konsistenz aufweist. Danach das Fruchtfleisch untergehoben. Ohne Eismaschine bekommt es auch im Tiefkühler die gewünschte Konsistenz. Serviert in einer schönen Tasse und garniert mit Amarettini Brösel, ist es sowohl für den Gaumen, als auch für die Augen ein Genuss.

Ach ja, was meine Bemühungen das Glaubersalz zu trinken und damit eine Entgiftung des Körpers betrifft: Ich habe ein neues Datum festgelegt das ich als realistisch erachte: 03.01.2021.

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Leibspeis Nr 29

11. Dezember 2020

Hendel im Ofen gegart

Für mich ist Henderl (Huhn) jedes Mal ein Gaumenschmaus. Egal wie zubereitet, ich mag es. Als Kind, am Bauernhof meiner Tante, war ich immer wieder Zeugin, wie diese Tiere geschlachtet wurden. Es war bei weitem kein so dramatischer Anblick wie die Sauschlachtung. An die möchte ich mich gar nicht mehr so genau erinnern.

Speziell an diese eine, als Gitschka für das Leibeswohl der Familie geschlachtet wurde. Auf Gitschka konnten wir reiten, ich ging zu ihr in den Stall und hab sie gestreichelt – obwohl mich meine Tante immer warnte, dass sie bissig ist, wenn sie Junge hat. Gitschka durfte sich quasi am Hof frei bewegen und war der „Liebling“ der Familie. Ein sehr kluges, freundliches Schwein. Damals war ich in etwa fünf Jahre und verbrachte jedes Jahr zwei Wochen bei meiner Tante und Oma am Bauernhof. Wenn geschlachtet wurde ging ich meist ins Haus, hielt mir ganz fest die Ohren zu und wartete bis die Tante rief, dass ich wieder in den Hof kommen könne. Bei den Hendeln nicht, das fand ich weniger schlimm. Vielleicht weil es sehr schnell ging und sie kaum Widerstand leisteten.

Ich weiß nicht, ob ich es je erwähnt habe, aber einige Lieblingsspeisen entspringen genau dieser Zeit. Andere wieder rühre ich seit genau dieser Zeit nicht mehr.

Nirndl mit Hirn, Bluttommerl oder Beuschel. Ich musste immer kosten und wenn der Onkel mit am Tisch war, musste ich essen, was die Tante gekocht hatte. Wollte ich das nicht, reichte ein strenger Blick von ihm und ich aß, ohne zu jammern.

Das war ich im Alter von etwa fünf Jahren am Hof meiner Tante

Als meine Eltern noch verheiratet waren hat Mama bei der Tante immer „gebackenes Hendl“ bestellt. Das war ihr absolutes Lieblingsessen und niemand, so weiß ich aus Erzählungen, hat es für sie besser gemacht, als die Tante. Ich war die Schnitzerl mit Erdäpfelsalat oder Grenadiermarsch Fraktion. Zum Mittagessen Schnitzerl und bevor es zurück nach Hause ging zweiters. Meine Oma und meine Tante waren die besten Köchinnen – weltweit!

Wenn ich für mich Hendel mache, dann mag ich nicht viel rum patzen. Lieber länger im Ofen schmoren lassen. Jenes auf dem Foto wurde total simple zubereitet.

Ich habe für das Hendel 1 kleinen Brokkoli (roh) genommen, 1 weiße Zwiebel (roh), 2 Knoblauchzehen, 1 halbe Zitrone zerkleinert, Senfkörner, reichlich frisch gemahlenen Pfeffer und Granatapfel. Dieser war noch von den anderen Speisen übrig und passt, finde ich, hervorragend zum Huhn. Abgeschmeckt habe ich es mit einem selbstgemachten Gemüsefond.

Dazu reicht Weißbrot. Dieses Gericht ist so klar, so einfach und braucht keine Beilagen. Diese würden letztlich nur von der köstlichen Sauce ablenken.

Gemüsefond: Kürzlich habe ich ein Kochvideo gesehen, wo die ganzen Gemüsereste (ich habe früher für den Fond immer geschältes, fein gehacktes Gemüse genommen) in einen Wassertopf gegeben und zwei Stunden eingekocht wurden. Habe es probiert und war vom Ergebnis begeistert. Einfach, kaum ein Aufwand und mit einem spitzen Ergebnis. Ach ja, wenn ihr ein Lorbeerblatt übrig habt und ein paar anderen Suppengewürze – die passen selbstredend genau da rein.

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Leibspeis Nr 28

8. Dezember 2020

Camembert mit Apfeltartar

In den nächsten Blogs werde ich mich ein bisschen mit der, auch von uns gestellten Frage was wir Weihnachten, Silvester und die Tage dazwischen genießen wollen, beschäftigen. Für eine derart wichtige Zeit probiere ich im Vorfeld ganz gerne aus, was ich uns servieren möchte.

Üblicherweise bereite ich alles am 23.12. vor, denn am 24.12. möchte ich auch alle vier von mir strecken und maximal die Sachen in den Ofen schieben oder alle Komponenten miteinander vermengen.

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Alle Rezepte, Leibspeis

Leibspeis Nr 27

6. Dezember 2020

Spinatstrudel und Schafskäseschnecke

Meine letzten beiden Geschichten waren der oftmaligen Nachfrage, wie ich denn zum Bloggen kam, geschuldet. Es war ein wunderbarer Ausflug in eine Zeit, die in meiner Erinnerung noch sehr lebendig und frisch ist. Vor allem das „Ankommen“ in der Steiermark war so schön.

Meine große Tochter ist mittlerweile bald 18 Jahre (als wir in die Steiermark zogen war sie gerade mal fünf Jahre), isst nur vegetarisch und kocht fantastisch gut. Wenn ich keine Lust zum Kochen habe und sie daheim ist, steht sie in der Küche und „zaubert“. Eigentlich wird sie Fotografin (in eineinhalb Jahren, nach dann fünf Jahren Ausbildung), aber beim Kochen kann sie „abschalten“, bestätigt sie mir.

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Leibspeis, Über mich

Fortsetzung

5. Dezember 2020

Aus den Geschichten übers Leben am Land, wurden Geschichten übers Essen (das habe ich der wunderbaren Redakteurin, JH, zu verdanken, die damals erkannte, dass ich, ab einem gewissen Zeitpunkt, nur noch über Rezepte bloggte). Ich bekam somit einen fixen Platz am Woman-Blog.

Ich war so stolz auf unsere fünf Hochbeete und die Beeren-Nasch-Ecke. Wir hatten unseren Garten mit Hilfe einer Architektin gut geplant. In den Hochbeeten wuchsen Brokkoli, Artischocken, Karotten, Rotkraut, usw… Dazu ein Beet nur mit Kräutern. Wir pflanzten auch einen Quittenbaum und einen Apfelbaum.

Es war ein kleines Paradies für unsere Kinder und uns.

Im Stall quartieren wir Schweine und Enten ein. Drei Katzen fanden bei uns ein neues zu Hause, ebenso Ziegen. Die Tiere waren zum Kuscheln da, das Obst und Gemüse zum Verzehr. Wir vier lebten damals außerordentlich gesund und aßen kaum Fleisch.

Da wir so viel Gemüse hatten, wagte ich mich an neue Rezepte. Telefonierte oft mit meiner Tante oder mit Freunden aus Italien und habe mir Tipps geben lassen, wie ich meine Gerichte verfeinern konnte. Als wir uns trennten zog es mich gen Graz, anstatt nach Wien zurück zu gehen. Dem „Woman Blog“ blieb ich treu.

Ich wusste damals noch nicht, dass ich mich auch „Food Bloggerin“ nennen konnte. Ich schrieb öffentlich wohl in erster Linie übers Essen, aber … Bei einem Interview für eines meiner Projekte wurde ich gefragt was ich beruflich mache. Ich war damals in Ausbildung zur PR Managerin und immer noch Blogs schreibend. Der Redakteur erkor mich zur „Food Bloggerin“ – ich weiß noch, wie verwundert ich war und meinte – „Na ok, wenn man das so sagt, dann stell mich gern als „Food Bloggerin“ vor.

Das war 2013.

Mein Fokus war aber eher auf den Geschichten, als auf den Gerichten – die kamen einfach so nebenbei vor, da ich ohnedies immer für meine Kinder kochen musste. Irgendwann war der Wunsch gekommen, meinen eigenen Blog zu schreiben. Unabhängig von der Woman, unabhängig von allen anderen, auf deren Seiten ich immer wieder schrieb.

DieZettl entstand.

2015 war ich für ein Jahr Kooperationspartnerin / Bloggerin für Coca-Cola. Eine der aufregendsten Zeiten meines Lebens. Das muss ich ehrlich sagen. Ich bloggte drei Mal pro Woche, lernte viel über Food Fotografie und über Content kennen.

Damals war ich 39 Jahre, alleinerziehend, hatte einen fixen Job, gerade eine neue Wohnung bezogen und verdiente außerdem erstmals Geld mit dem Bloggen. Ich war unglaublich stolz auf meine Leistung.

Bald darauf folgte die große Chance wöchentlich drei Minuten für die Kochsendung „Frisch gekocht“ vor der Kamera zu stehen. Das war erst spannend. Ich konnte mich jedoch selbst nie im Fernsehen sehen, muss ich ganz ehrlich sagen… . All das endete nach einem Jahr. Die Jahre danach, immerhin fast fünf, habe ich mich vorrangig wieder der Familie gewidmet. Das mache ich heute noch, aber in den letzten Wochen einem Teil davon leider nur noch über Skype und Telefon.

Fest steht, bloggen ist mein Leben, damit habe ich damals am Land begonnen. Es erfüllt mich, es macht mir unglaublich viel Spaß und fällt mir sehr leicht. Nehmt bitte nicht jede Geschichte für bare Münze. Meine Geschichten spiegeln einen minimalen Teil meines Lebens wieder. Einige sind ohne Frage geschehen, ein paar anderen werden es vielleicht sein und manche bleiben einfach Phantasie. Wer weiß das schon!

Grazie!

Leibspeis, Über mich

Leibspeis Nr 1 (26)

5. Dezember 2020


Fagiolini, Limone, Olio d’olive, Sale e Pane.

(Bitte lasst euch von der Zahl nicht verwirren.)

Wieso blogge ich nun doch wieder?

Eigentlich war „Leibspeis“ nur ein kurzer Gedanke. Wie kann ich ausdrücken, dass ich genau dieses eine Gericht mag? Irgendwie kam mir „Leibspeis“ in den Sinn. Plötzlich war es da und ich fand es gut. Die Fisolen mit einer Marinade aus Olivenöl und Zitronen, war quasi der Start für meine neue Serie. Deshalb heute ausnahmsweise Nr. 1. Ich habe in Folge immer wieder etwas unter „Leibspeis“ auf Facebook gepostet. Die liebe Claudia Hannemann meinte bald „Geh aktivier doch wieder deinen Blog, der hat mir damals so gut gefallen“…

Ihn zu aktivieren hatte ich die letzten Jahre sehr oft vor, jedoch fehlten mir die Worte, die Lust aufs Kochen und Fotografieren. An Zeit mangelte es ebenso.

Meine Gedanken wandern zum ersten Blog, den ich je geschrieben habe. Damals, als ich von Wien in die Steiermark, in ein kleines Dorf am Land gezogen war. Ich hatte nach einer Möglichkeit gesucht Familie und Freunde zeitnah über meine Erlebnisse am Land zu informieren, wurde fündig und legte ein „Alias“ am Blog der Frauenzeitschrift „Woman“ an.

So hat das alles vor ziemlich genau 14 Jahren begonnen. Der Gedanke daran macht mich nostalgisch. Es war eine super Zeit mit „den Mädls“ und unserer „community managerin“ vom Blog.

Fortsetzung folgt…

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Leibspeis Nr 25

24. November 2020

Gebackene Garnelen auf Papaya/Avocado/Grapefruit Salat

Wie ich meine Liebe für Shrimps und alles das im Meer lebt und essbar ist, entdeckt habe:

Ich war 15 Jahre jung und für zwei Wochen in Torquay bei einem Schüleraustausch. Wir waren eine nette Gruppe Gleichaltriger, die sich super verstand und sehr viel Spaß miteinander hatte. In dieser Zeit ist mir ein Junge ganz speziell aufgefallen.

Am Flug zurück wurden die Sitzplätze wie verrückt getauscht. Jeder/Jede wollte die letzten Stunden noch neben seinem Schwarm sitzen. Ging mir auch so und ich hoffte auf einen guten Tausch, um neben G. zu sitzen, was mir natürlich gelang. M., ein sehr hübsches Mädchen überließ mir damals den Vortritt. Was für ein Gefühl…

Als wir von der Flugbegleiterin nach unserem Essenwunsch gefragt wurden, antwortete G. als erstes und wählt Shrimps Cocktail. Ich wollte ihm gefallen, weltoffen wirken und entschied mich in aller Selbstverständlichkeit ebenso für dieses Gericht. Nicht wissend, wie ich es jemals schaffen würde die Würmer zu essen.

Keine Ahnung wie es mir gelang, aber ich lebe noch und zu G. habe ich, nach mittlerweile 30 Jahren, auch noch immer Kontakt, sporadisch, aber immerhin. Solltest du das lesen – danke für diese schöne Erinnerung, auch wenn du direkt gar nichts damit zu tun hattest.

Garnelen: Ich habe manchmal eine unglaubliche Lust auf gebratene Garnelen. Sie geben mir immer noch so ein bisschen das Gefühl „etwas Feines“ zu essen. Ich kaufe sie selbstredend in „Bio Qualität“.

Diesmal ist es ein Salat aus wenigen Komponenten für zwei Personen geworden:

Pro Person ca. 7 Garnelen, 1 Avocado, 3 Filets einer Grapefruit, Papaya (Menge nach Gusto und Eisbergsalat (maximal ein Viertel). Die Marinade habe ich aus Olivenöl und Aceto Bianco mit einer Salatgewürzmischung gemacht.

Die Panier für die Garnelen ist letztlich das Aufwendigste bei diesem Gericht. Ihr braucht dafür Kokosraspel. Ich habe eine halbe Tasse gemahlen und eine halbe Tasse die normalen kleinen Kokosraspel (die zum Backen) genommen und mit Semmelbrösel vermengt.

Mit Mehl, verquirltem Ei und der Kokosraspel/Semmelbröselmischung (in dieser Reihenfolge) paniert ihr die Garnelen und backt sie dann in heißem Fett raus. Beim Frittieren fand ich es total interessant, dass es unglaublich gut geduftet hat. Lag wohl an den Kokosraspeln!

Im letzten Schritt vermengt ihr alle Zutaten in einer Schüssel, gebt die Garnelen oben drauf und genießt diesen köstlichen Salat. Buntes Essen macht gute Laune, davon bin ich überzeugt!

Alle Rezepte, Leibspeis

Leibspeis Nr 24

22. November 2020

Parmigiana

Die Sache mit Italien ist die:

Ich mag das Land. Sehr sogar. Vor 25 Jahren habe ich ein Jahr in Rom verbracht.

Italien ist meine kulinarische Heimat. Nirgendwo habe ich je mehr über Lebensmittel und Essenskultur gelernt, als auf den Märkten Roms. Als junges Mädchen habe ich es unheimlich genossen mit den Römern auf den Wochenmärkten zu flirten. Wir plauderten über das Essen, über Rezepte, übers Wetter. Das tut man dort so. Das Gespräch, und mag es noch so belanglos sein, ist wichtig. Mit der Zeit verlor ich mein Unbehagen italienisch zu reden und begann, wenngleich grammatikalisch total falsch, zu plaudern. Bis heute wird mir ein „schlampiger römischer Dialekt“ nachgesagt. Ich finde das sehr sympathisch!

Rom, am 21.02.2020 – Aventino. Giardino degli aranci. Ich sitze immer dort vorne am Gemäuer und genieße den Klang der Stadt, kann mich nie satt sehen an ihrer Einzigartigkeit und schwelge in Erinnerungen.
Rom ist magisch!

Carissima Eva. Extra für dich heute mit einer genauen Mengenbeschreibung:

2 Melanzane – in 1 cm dicke mit der Küchenmaschine (wenn vorhanden) Scheiben geschnitten 1 Flasche Tomatensauce 2-3 Packungen Mozzarella – ebenso in dünne Scheiben geschnitten Frisches Basilikum, eine Zwiebel, 4 Zehen Knoblauch, Salz, Pfeffer und eine nette italienische Gewürzmischung (muss aber nicht sein) und ein kleines Stück Butter. Öl.

Am Vortag die Tomatensauce zubereiten. Zwiebeln klein schneiden, Knoblauch ebenso und in der Butter anbraten. Die Sauce zugeben und mit den restlichen Gewürzen aufkochen und nochmals ca. 250 ml Wasser zugeben und nochmals einreduzieren. Auskühlen lassen und kaltstellen.

Zubereitung Parmigiana:

Die in Scheiben geschnittenen Melanzane mit Salz bestreuen, eine Stunde ziehen lassen, mit Küchenkrepp abtupfen, um sie danach in heißem Öl kurz zu frittieren. (Aufwendiger, aber schmackhafter wird das Ganze, wenn ihr die Melanzane vor dem Frittieren in einer Mischung aus Mehl und Parmesan wendet).

Danach schichtet ihr alles wie bei einer Lasagne. Zuerst kommen die Melanzanescheiben, dann die Tomatensauce und zum Schluss die Mozzarella. Die angegebene Menge geht sich bei mir für zwei Schichten aus.

Im Backofen bei 170 °C ca. Minuten überbacken.

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Leibspeis Nr 23

20. November 2020

Sommerrollen, Winterrollen 

“Ich stehs mir auf asiatisches Essen”.   

Egal welches Land, Hauptsache korianderlastig und scharf. Alles andere überlasse ich dem Zufall. Natürlich nicht wenn ich koche, nur wenn wir essen gehen.  

Und das tun wir gerne und ziemlich regelmäßig. Als wir zum letzten Mal vor dem Lockdown verabredet waren, hatten wir einen Tisch in einem sehr feinen Restaurant reserviert. Im letzten Moment, am Weg dorthin im Auto, erspähten wir ein kleines thailändisches Lokal. Wir sahen uns an, nickten und sind super spontan anstatt rechts nach links abgebogen.  

Was für ein wunderbarer Abend. Meine Begleitung und das köstliche Essen haben die Höchstpunktezahl verdient. Beides vorzüglich! 

Jetzt im Lockdown ist es mir wichtig, dass ich ein bisschen auf die Ernährung achte. Die Mädls und ich haben beschlossen nicht nur zu essen, wonach uns gerade ist. Auf unsere kulinarischen Bedürfnisse zu hören erachte ich momentan als essentiell. Trotzdem, oder gerade auch deshalb, ist es mir wichtig viel Gemüse daheim zu haben. 

Winter/Sommerrollen mit einer aromatischen Sauce aus allerlei Zutaten geben die ziemlich viel her. 

Ich habe mich gestern ein bisschen gespielt. Hokaido angebraten, Bio Garnelen, Bio Hendlbrustfleisch (hatte ich noch von den Sate-Spießchen übrig), rohes Rotkraut, Karotten, usw…  

Ich mag es, wenn ich schon beim Anblick dieser Köstlichkeit gute Laune bekomme.  

Bunt macht mich fröhlich! 

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Leibspeis Nr 22

17. November 2020

Sauerkrautknödel

Das ist eine Speise, die ich mit einem meiner besten Freunde verbinde und das, obwohl wir sie noch nie gemeinsam gegessen haben.

Georg.

Er ist ein großer Fan von Hausmannskost. Zudem ruft er mich aktuell fast wöchentlich an und möchte mit mir übers Kochen reden, weil „Da kennst dich besser aus als ich“. Er kocht gern und braucht manchmal einfach nur ein paar Tipps. Das besten an den Telefonaten ist aber, dass wir übers Essen immer auf andere Themen kommen.

Und schon sind wir beim zweiten Teil, der mich quasi mit ihm und den Knödeln verbindet.

Sauer, so heißt es, macht lustig. Georg und ich haben in vielerlei Hinsicht den gleichen Humor. Es gibt tatsächlich wenige Menschen, mit denen ich so gut lachen kann, wie mit ihm.

Das tut in Tagen wie diesen, wo alles grau in grau erscheint und viele Dinge noch so unverständlich für uns wirken, unglaublich gut.

Die Knödel sind, so stelle ich mir das vor, obwohl ich keine Gans und auch selten anderes Fleisch esse, eine geniale Beilage für eben dieses. Immer ein bisschen mehr machen, denn am nächsten Tag mit Ei angebraten und grünem Salat dazu, schmecken sie einfach himmlisch.

Ein Rezept für die Knödel habe ich nicht – nur eine Empfehlung, wie ihr es machen könnt.

Die Basis ist ein Sackerl Sauerkraut. Weiter geht es fast ohne Mengenangaben so:

2 Zwiebeln und 4 Knoblauchzehen in Butter und Öl anbraten, das klein geschnittene Kraut dazu geben und zirka fünf Minuten weiterbraten. Mit ein bisschen Gemüsesuppe ablöschen. Manch einer mag Knödel mit Speckwürfel sehr gern, aber die essen wir nicht, deshalb würze ich mit geräuchertem Paprika und dazu noch Pfeffer aus der Mühle. Vom Herd nehmen und auskühlen lassen. Die Masse wird mit Semmelwürfel (die Menge nehme ich immer nach Gefühl), die ich davor in Gemüsesuppe und dem Saft des Krautes eingeweicht habe, vermengt. Ein Ei zugeben und alles gut durchkneten. Wenn es zu matschig ist, gebe ich (weiße) Polenta dazu. Das gibt dem Ganzen eine wunderbare Konsistenz. Im siedenden Wasserbad ein paar Minuten kochen (hängt von der Größe eurer Knödel ab) und in Butter schwenken.

Leibspeis

Leibspeis Nr 21

15. November 2020

French Toast     

Vor einiger Zeit war diese Speise ein lieb gewonnenes Ritual, wenn sonntags Zeit für ein gemeinsames Frühstück war.

Ein Klassiker: Die letzten Toastbrotscheiben vom Frühstück der Woche, das wunderbare Bio Ei und die Bio Milch vom Bauern. Dazu selbstgemachtes FruFru (Mischung aus ein bisschen Joghurt, Buttermilch und Marmelade), oder einfach nur Joghurt natur. Manchmal ein paar Bio TK Beeren. Eine großes Häferl Kaffee, ein gutes Gespräch.

So in den Sonntag zu starten ist schon sehr fein.

Wie das so mit Ritualen ist – manche werden zu lieb gewonnen Erinnerungen und wiederholen sich in Folge nur noch zu besonderen Anlässen. Wir haben uns daran satt gegessen, schlafen mittlerweile lieber länger und lassen am Sonntag kurzum das Frühstück aus. Aber hin und wieder… hab ich so einen unglaublich großen Gusto drauf, dass ich ihn einfach zum Abendessen genieße.

Wieso eigentlich auch nicht?

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Leibspeis Nr 20

13. November 2020

Gebackener Karfiol mit Parmesansauce

Manche knabbern die Rinde vom Parmesan ab – ist gut fürs Zahnfleisch habe ich gehört und andere machen dann doch lieber Köstlichkeiten für die ganze Familie damit.

Ich gehöre zu den anderen, manchmal.

Der Wochenverbrauch Parmesan liegt bei uns bei einer bis zwei Packung(en) – ja, Packung, da das mit dem Alleinerziehen und den exquisiten Lebensmitteln nicht immer so hinhaut. Wichtig ist mir, dass er am Tisch steht und genossen wird, wenn Bedarf danach besteht.

Die Rinde hebe ich neuerdings – schuld daran ist ein Kochvideo, auf und verarbeite sie zu einer Marinade, einer Sauce oder kürzlich auch einer Suppe (Rezept folgt in Bälde).

Der Karfiol im Angebot, das Endstück vom Parmesan im Kühlschrank, die Milch (für den Teig des gebackenen Karfiols), die aufgebraucht werden muss.

Un buon ménage à trois!

Die Parmesansauce ist sehr leicht zu kredenzen. Das Endstückerl vom Parmesan in einer Gemüsesuppe weichkochen, mit Obers abschmecken, Gewürze rein. Voilá!

Mit aufs Foto durften sich, aus Versuchszwecken, noch Fenchel, Karotten und Grünkohl, gesellen. Versuch bestanden. Vor allem der Fenchel. Den mag ich immer. Egal wie er zubereitet wird.

Alle Rezepte, Leibspeis

Leibspeis Nr. 19

10. November 2020

Matjes

Wenn ich nur dieses Wort höre bekomme ich Hunger. Egal wie satt ich bin.

Gestern war einer dieser Tage, der einiges an Überwindung von mir abverlangte. Keine angenehme, aber ich denke, es war die einzig mögliche und somit richtige.

Nach unzähligen Telefonaten habe ich mich angezogen, einen Spaziergang mit unserem Hund gemacht und bin danach in einen Supermarkt gegangen, wo es Matjes geben sollte. Verpackt, nicht frisch. Aber das war mir zu diesem Zeitpunkt egal. Hauptsache ein bisschen „Positivität“, wie es meine jüngere Tochter gerne bekundet, in den Alltag bringen.

Abends, nachdem die Kinder ihren Kaiserschmarren genossen, der gehört einfach zum Wohlfühlessen an trüben Tagen auf den Speiseplan, habe ich mich über meine Italiensch/Norddeutsche Liaison gemacht.

Panino aus Italien, Matjes aus der Ostsee (oder so), rohe Zwiebeln, Salat eine köstliche Sauerrahm/Majo/Petersilie-Sauce und mit, wie mir von Einheimischen nahegelegt wurde, einem knackigen Stück Apfel. Alles Mundgerecht zusammengeschnitten und das Panino damit belegt.

Dazu, es musste ausnahmsweise sein, ein Aperol Spritz.

Uffa das war fein!

Der Fisch aus dem Packerl war natürlich nicht die Offenbarung, aber… er hat diesem Tag einen guten Ausklang bereitet. Die Erinnerung an meine geliebte Ostsee, verbunden mit den Plänen für die Osterferien und dem guten Gefühl, dass der Tag um spätestens 23:59 enden wird, hat mich erfreut an „morgen“ denken lassen. Also an heute.

Und heute, heute ist ein guter Tag. Einfach, weil ich ihn mir so gestalten werde!

Letztendlich gesellte sich noch eine Schokolade und Tee als Nachspeise dazu. (Keine bezahlte Werbung! Die Schokolade habe ich meinen Kindern mitgebracht, welche wir auch fair geteilt haben!)

PS. Bitte habt Nachsicht mit der Qualität meiner Fotos – ich hatte heute kein Tageslicht zur Verfügung, deshalb wirken sie etwas gelblich. Gefällt mir auch nicht, aber manchmal passiert das leider.

Leibspeis

Leibspeis Nr. 18

8. November 2020

Herbst Trompeten

Gestern war Samstag. Heißt für Frau Zettl Markttag. Mit dem Rad geht es zum Lendplatz. Zum Bauernmarkt.

Obwohl ich immer dieselben Basislebensmittel kaufe, kommen meist einige „neue“ dazu. Saisonbedingt. Neu im Sinne, habe ich noch nie selbst verarbeitet – nur im Gasthaus genossen oder endlich weiß ich, was ich damit machen könnte.

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Leibspeis

Leibspeis Nr 17

5. November 2020

Grünkohlsalat

Grünkohl (roh, vom Bauernmarkt), Granatapfel, gebratene Karotten und Chips.

Mariniert mit einem köstlichen Parmesan Dressing.

Ich habe für das Dressing die Rinde vom Parmesan mit Suppe weichgekocht, mit Schlagobers und Pfeffer abgeschmeckt, püriert und durch ein Sieb passiert.

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Leibspeis Nr. 16

4. November 2020

Schokokuchen (mit einer unglaublich köstlichen Erdnussbutter-weiße Schokolade-Ganache)

Es war lediglich ein Versuch. Eigentlich.

Wozu habe ich so viele Kochbücher, wenn ich eh immer nur Dinge koche, die wir eben gerne essen? Seit Wochen nehme ich mir vor, endlich ein Rezept aus „Verführerische Torten“ zu backen. Heute war es, irgendwie auch ein bisschen passend zum Tag, so weit.

Mein erstes Peanut Butter Sandwich genoss ich als 15-jährige in den USA. Davor kannte ich Erdnussbutter nicht. Für mich steht Erdnussbutter seither immer im Kontext mit den USA. In diesen Tagen wird ein neuer Präsident gewählt, deshalb finde ich genau das Rezept, das doch sehr üppig ist und dennoch locker leicht, passend zu heute… #heutetage .

Das Rezept: 50 g Kakaopulver 185 g gesalzene Butter 330 g Zucker (220 g reichen durchaus auch!) 1 TL Vanilleextrakt 3 Eier 70 g Erdnussbutter (1 großer Esslöffel) 300 g Mehl 1 Päckchen Backpulver 180 ml Buttermilch

Für die Erdnusscreme-Ganache: 360 g weiße Schokolade 2 EL Erdnussbutter 125 ml Obers

Zubereitung: Teig: Kakaopulver in 125 ml Wasser auflösen. Butter, Zucker, Vanille schaumig schlagen, die Eier nach und nach einarbeiten, danach Erdnussbutter und den Kakao unterheben. Mehl und Backpulver unterheben und zum Schluss noch die Buttermilch einrühren. Bei 180°C ca. 50 Minuten backen. Auskühlen lassen. In der Zwischenzeit die Ganache zubereiten. Ebenso auskühlen lassen. Diese zum Schluss über den Kuchen streichen.

Wir ihr am Foto seht konnte ich mit dem Verkosten nicht mehr warten und habe sie sofort gekostet, anstatt eine Stunde im Kühlschrank rasten zu lassen.

Rezept nachgebacken aus dem Buch „Verführerische Torten“ – kann den Backen Sünde sein? Edition Fackelträger

Alle Rezepte, Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr. 15

11. Oktober 2020

Asiatische Hühnernudlsuppn

Lena isst nur Suppe ohne Fleisch.

Ich brauche ein bisschen Hendlfleisch und Chili dazu.

Total easy und schnell zubereitet. Da wir keine Suppennudeln daheim hatten, habe ich Reisnudeln genommen.

Essen wir im Herbst, Winter tatsächlich wöchentlich.

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Leibspeis Nr. 14

8. Oktober 2020

One Cookie a day keeps the sadness away!

Livia kommt nach den Ferien beim Papa zurück und besteht drauf, dass ich Cookies backen soll. Papas Freundin und deren Schwägerin haben so gute, als sie im Waldviertel gewesen sind, gebacken.

„Das schaffst du bestimmt auch“, versucht sie mich, überredend, zu ermutigen. Gestern war es dann endlich so weit. Und ja, ich habe es geschafft… Mir einen Cookie von den zwei Blech zu retten. Hab ihn abends mit einem feinen Glas Sprudel in Ruhe genossen.

Rezept:

260 g Butter mit 250 g Staubzucker schaumig schlagen, 2 Eier und ein bisschen Vanille dazu und weiter schaumig schlagen. 250 g Mehl mit Backpulver, Salz und ca. 350 g Schokoflocken (eher sogar ein bisschen weniger) vermengen und in die Buttermasse unterheben. Wenn der Teig zu fest erscheint, könnt ihr ein bisschen kaltes Wasser dazu vermengen.

Bei 180°C ca. 13 Minuten backen. Der Rand muss kross sein, die Mitte innen eher weich. Dann sind sie fertig.

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Leibspeis Nr. 13

7. Oktober 2020

Suplí al telefono

Am 20.02.2020 bin ich das letzte Mal in Rom gewesen.

Zum Abendessen und um am darauffolgenden Tag ein bisschen durch die Stadt zu flanieren.

Um „Die Gute Alte Zeit“ ein bisschen in Erinnerung zu rufen, habe ich in diesen 24 Stunden in Rom mindestens sechs! dieser Suplí genossen. Ich würde sagen „frittierte Reisbällchen“ gehören für immer und ewig zu meinen Leibspeisen.

Und irgendwann bleib ich dann wieder für ein paar Wochen in Rom und lass mich von der Einzigartigkeit Roms treiben – wie anno dazumal.

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr. 12

5. Oktober 2020

Dillfisolen mit Erdäpfel.

Die Oma hat dazu immer irgendein Fleisch gemacht, hat der Papa erzählt.Wenn er morgen kommt, soll ich ihm doch bitte eine Portion übriglassen, meinte er vorhin am Telefon.

Und eigentlich wollte ich heute nichts kochen, posten, aber Dillfisolen nicht zu erwähnen wäre echt schad…

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Leibspeis Nr. 9

3. Oktober 2020

Spaghetti (nicht schpageti) Aglio, Olio, Peperoncino

Semplice e buuuuuuona!

Ein, „Ich habe um 23:00 Uhr noch Gusto auf ein bisschen Pasta und ein Glas Wein“, Essen.

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Leibspeis Nr. 8

2. Oktober 2020

Karfiol mit (Parmesan) Brösel

Mamas und Omas Küche, wenn sie keine Lust zum Kochen hatten. Schmeckt hervorragend, vor allem wenn der Karfiol nicht zerkocht, sondern gedämpft ist.

Leibspeis

Leibspeis Nr. 7

2. Oktober 2020

Topfennockerl

Topfen, Ei, Brösel, Zimt und Zucker. Apfelmus.

Irgendwie ziemlich geil.