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Nordlichter

24. Februar 2024

Ich muss ein bisschen ausholen:

Die Idee zur Reise hatte Lena. Ich war sofort mit im Boot und habe mich gefreut, dass sie alles so gut organisiert. Ihre Vorschläge für Dinge, die wir in Tromso machen konnten fand ich super. „Die Nordlichter müssen wir unbedingt sehen, Mama“. Eh total gern, aber was ist an diesem grünen Licht am Himmel denn bitteschön so besonders (dachte ich mir)? Ich hab so Verrücktheiten wie: Von Österreich nach Japan mit dem Zug, Grönland für eine Woche oder mit dem Fahrrad entlang der Ostsee (das muss nicht nur in Deutschland und Polen sein!) auf meiner Liste.

Aber gut, wenn es ihr Wunsch ist, dann machen wir das doch.

Am Donnerstag war es so weit.

Lena hat das Friluftsenter gewählt. Trine war unser Guide (im englischen ist mir bisher keine weibliche Form für diese Berufsbezeichnung untergekommen – wenn ihr sie kennt – sagt es mir bitte!) Trine, oh du liebe Trine – du hast die Tour zu etwas sehr sehr Speziellem gemacht. Unglaublich. Deine Freundlichkeit, deine Heiterkeit, deine Erzählungsfreude und zum Schluss – diese herzliche Umarmung. Es war familiär (ihr Papa hat das Unternehmen gegründet), es war spannend und vor allem eines – kurzweilig. Wir hatten wirklich viel Spaß und Trines Positivität war unbeschreiblich fein.

Bis zum Kennenlernen von Trine war ich auf „schauen wir mal was das wird“ eingestellt. Sobald sie zu erzählen begann wurde ich neugierig und spätestens nach fünf Minuten wollte nur noch raus in die Natur und sie sehen. 35 km außerhalb von Tromso, den nördlichsten untertunnelten Kreisverkehr Europas (oder der Welt) passiert habend, stehen wir also kurze Zeit nach der Abfahrt in Oslo auf dem Grundstück ihrer Eltern und werden ins Lavvu gebeten. Einer der ursprünglichsten Behausungen der Samen.

In der Mitte ist ein Feuerplatz wo wir auf Hockern Platz nehmen dürfen und Trine uns über das Abendprogramm erzählen wird.

Mehr dazu im nächsten Blog!

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Nord Norwegen

23. Februar 2024

Das mit der Reise hat natürlich nicht so wie geplant geklappt. Eh klar!

Die LH hat gestreikt, wir wurden am Sonntag informiert, dass wir am Dienstag nicht fliegen können und gefragt, ob wir umbuchen wollen. Wenn schon, denn schon. Natürlich haben wir das gemacht. Aber einer meiner Urlaubstage ging flöten. Das hat mich genervt (und auch nicht). Schlechte Laune fasten auf höchstem Niveau, sag ich nur! Hab ich mich halt in die Businessclass „upgegradet“. War nicht teuer und hat mir gut getan. Lena wollte nicht. Leider.

Mittwoch: Graz-Wien-Tromso. Die 130 Euro für das Upgrade haben sich ausgezahlt. Vier Stunden Wartezeit in Wien mussten überbrückt werden. Lena kam zumindest in die Lounge mit. Dort haben wir es uns richtig, richtig gut gehen lassen. Wir haben´s genossen! Im Flieger war der Service wirklich toll. Austrian eben. Das Essen und mein obligatorischer Tomatensaft mit Salz und Pfeffer war auch köstlich. Eine entspannte Anreise. So soll es sein. Meine Flugangst ist einer Flugleidenschaft gewichen.

„Ankomst“ in Tromso. Bilderbuch Stimmung. Schnee, herzige Häuser, eine nette Unterkunft (mit sowas von einer perfekt ausgestatteten Küche, wie ich sie noch nie in einem AirBnb je erlebt habe), eiskalt.

Ich lasse jetzt einfach mal Bilder sprechen.

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Wieso jeden Tag ein Blog?

22. Februar 2024

Ich möchte es hier nochmals erklären, weil ich gefragt wurde und vielleicht neue Leser:innen nicht wissen worum es geht:

Am 21.01.2025 werde ich 50 Jahre. Am 21.01.2024 wurde ich 49. So weit so logisch. Rein rechnerisch. Früher habe ich sehr sehr viel geschrieben. Tagebücher, Geschichten und zum Schluss fast nur noch Blogs. Das war zwischendrin sogar ziemlich erfolgreich (für die damalige Zeit). Dann habe ich jemanden kennengelernt, die Kinder wurden größer und meine Zeit zum Schreiben und Dinge für mich tun immer weniger. Fernbeziehung, Pubertät, Alleinerziehen, Haustiere, Job, Weiterbildung, usw…

Kurzum. Ich hab das Schreiben vernachlässigt, um nicht zu sagen, ganz aufgegeben. Seit zirka zwei Jahren spiele ich mich mit dem Gedanken, diesem Blog neues Leben einzuhauchen. Einfach drauf los legen. Nicht daran zu denken, wer nun aller konkret mitliest, sondern meinen Gedanken voraus freien Lauf lassen.

Vom 49. bis zum 50. Geburtstag.

Und hier bin ich nun. Jeden Tag etwas zu schreiben ist nicht leicht, aber ich liebe es, es macht mir Spaß, es erfüllt mich. Genau darum geht es für mich. Wenn ihr den Blog lest freut es mich um so mehr. Dann macht es gleich für vielleicht mehrere Leute einen Sinn.

Mir wurde gesagt: „Geh mehr ins Detail und bleib nicht so seicht, schreib ein bisschen etwas über deine Gedanken, sei kritischer und nimm Stellung zu bestimmten Themen“. Das kommt noch. Ganz bestimmt. Ich groove mich gerade erst mal ein bisschen ein. Auch dem technischen Teil des Blogs werde ich mehr Aufmerksamkeit schenken.

Bald, aber nicht sofort!

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis 82

21. Februar 2024

Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, liebe ich es für Gustavo zu kochen. Speziell wenn er beruflich eher mehr zu tun hat oder mal krank zu Hause das Bett hüten muss. Und manchmal , weil ich ihm eine Freude machen möchte und ihn mit einem, naja, sagen wir es mal salopp, dreigängigen Menü überraschen möchte.

Verliebtheit geht bei uns beiden halt auch über den Magen – möge es so lange als möglich anhalten!

ABER!

Am Samstag ist es passiert. Ich kündige an was ich kochen werde, respektive backen und dann: Ging alles schief. Ein Rezept aus dem Netz für Brandteig das natürlich überhaupt nicht funktioniert hat. Ich hab das Rezept zwei Mal mit unterschiedlichen Mehlsorten probiert, da ich dachte, es wäre daran gelegen. Einer meine Lieblingsteige, eigentlich. Ich hab ihn sooft geübt. Normalerweise funktioniert er. Hätte auf mein eigenes Rezept schauen sollen. Wie auch immer.

Wie war das mit dem „Schlechte Laune Fasten?“

Den Teig wegschmeißen war keine Alternative, als hab ich kurzer Hand Churros gemacht. Dieses spanische Brandteigzeug in Öl gebacken. DAS hat funktioniert. Hurra! Man darf nicht immer gleich den Kopf in den Sand stecken, wenn etwas nicht klappt. Lösung suchen, ausprobieren und weiter machen. Schreibts euch das hinter die Ohren (ich hab´es dort schon stehen!)

Die Zettl kocht

339 Tage bis zum 21.01.2025

20. Februar 2024

Heute unterbreche ich meine kleine „Serie in der Serie“ über Sprache. Davon gibt’s in Bälde eine Fortsetzung.

Heute ist LENAS 21 GEBURTSTAG und jetzt, um diese Zeit, wo ihr den Blog lest, sitze ich bereits im Flugzeug oder warte auf einem der beiden Flughäfen, die wir ansteuern, auf den Weiterflug nach Nord Norwegen.

Heute wird Lenas großer Traum erfüllt. Wir fliegen zu viert zum Nordlicht. Nach Tromso. Wir haben diese Reise recht lange geplant und ich kanns gar nicht fassen, dass ich diesen Blog nun tatsächlich vorschreibe, da wir einfach sicher unterwegs sein werden. Was für ein einzigartiges Privileg (das mit Lena erleben zu dürfen). DANKE liebe, wunderbare junge Dame, dass ich dich belgeiten darf.

Wir haben die nächsten Tage sehr viel vor. Nordlichter, Eisbaden, Langlaufen, Galerien und Museen und dann… am Samstag werde ich alleine nach Oslo zurück fliegen, um mir das neue Munch Museum anzuschauen.

Ich musste die Möglichkeit einfach am Schopf packen, wenn ich schon da oben bin, einen Tag Oslo inkl. Munch und bestenfalls, wenn es sich zeitlich noch ausgeht auch das Astrup Fearnley Museum (ich war schon dort, ich bin begeistert davon) anschauen. Sofern ich mich von Munch trennen kann.

Aber – jetzt heißt es mal große Vorfreude auf die nächsten Tage mit meiner Tochter!

Die Zettl kocht

340 Tage bis zum 21.01.2025

19. Februar 2024

„SPRACHE GUT KANN“

Behaupte ich. Jedenfalls kann ich sie besser als die Technik einer HP, eines Blogs. Diese Sprache kann ich leider gar nicht gut und versuche mich gerade einzulesen. Eine Mammut Aufgabe!

Was und wie kann ich mein Denken ändern, damit eine freundlichere Sprache aus mir raus sprudelt? Ich habe nachgelesen, was Sprache mit uns macht und wie wir uns im täglichen Handeln verhalten, wenn wir von der falschen Sprache oder sagen wir, einer etwas destruktive Sprache, gebrauch machen und diese anwenden. Na servas!

Wie oft höre ich Mama´s Worte und sehe mich im Spiegel im Umgang mit anderen. Wichtig ist für mich, dass ich erkenne, dass ich mit diesen Ähnlichkeiten nicht zu frieden bin und diese reflektiert ändere. Das mache ich eh. Vielleicht liegt der Konflikt mit mir selbst auch daran, dass ich Mama immer ähnlicher werde, ich im Spiegel oft erschrecke und hoffe es mir nur einzubilden. Das ist schon ok so.

Ich drifte total vom Thema ab. Schlechte Laune fasten war es und die damit verbundene Veränderung der Sprache. Meiner Sprache. Disziplin Frau Zettl – bleiben sie beim Thema.

(Fortsetzung folgt!)

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Leibspeis 81

18. Februar 2024

Karfiol mit Butterbrösel

Weil das Thema Kindheit und Jugend momentan bei mir ziemlich aktuell ist musste ich für Livia und mich gestern Karfiol mit Brösel machen. Ich mag dieses Gemüse sehr, da ich ihn vielfältig in meiner Küche, meinen Rezepten zur Geltung bringen kann.

Was mir daran so taugt ist auch, dass ich ihn als Kind nur mit Staubzucker genossen habe und ich ihn mir mittlerweile ohne Parmesan nicht mehr vorstellen kann. So ändern sich die Zeiten!

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341 Tage bis zum 21.01.2025

17. Februar 2024

Fortsetzung zu gestern: Wieso?

Ein kleiner persönlicher Rückblick / Ausflug in meine Kindheit. Sehr persönlich, btw!!!

Kürzlich frug ich eine meiner Töchter wie sie Omas Sprache empfanden? „Unfreundlich, ungeduldig, keppelnd, überhaupt nicht liebevoll und immer schuldbehaftet“.

Oh… Daher also. Nein, so unklar war mir das nicht. Ich kannte mal jemanden der war ihr Spiegel und genau damals ist es mir aufgefallen. Natürlich kam die Sprache von dort, wo ich daheim war. Quasi. Was mich damals „gerettet“ hatte waren Bücher und schöne Musik. Ganz gleich welche Bücher, wichtig war mir die Sprache, der Ausdruck gepaart mit einem lesbaren Inhalt. Ich flüchtete mich scheinbar in Bücher und ins Schreiben.

Wie auch immer.

Wie kann ich Sprache, die mir so früh „eingeprägt“ wurde, überspielen, Muster unterbrechen und mein Verhalten ändern?

Ich mag mich nämlich weder mürrisch, noch sonst irgendwie unfreundlich. Vor allem, da ich schöne Wörter sehr mag und diese eigentlich auch entsprechend gerne verwende.

PS: Natürlich spielt der „Wechsel“ auch eine Rolle in meinem Verhalten, meiner Laune, meiner Befindlichkeit. Der tut was mit mir und macht mich hin und wieder richtig grantig und da ich Sprache ganz gut kann, setze ich sie dann vielleicht etwas falsch ein. Trotzdem – es ist für mich kein Grund, nicht an einer Veränderung zu arbeiten!

PPS: Ich bin absolut nicht immer so und werfe hier lediglich einen höchst kritisch, reflektierten Blick auf meine Sprache. Natürlich habe ich Mama´s Verhalten nicht 1:1 übernommen. Nie und nimmer nicht!

Foto: Das „lachende Haus“ – aufgenommen irgendwo im Socatal zwischen Korbarid und Trnovo ob soci

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342 Tage bis zum 21.01.2025

16. Februar 2024

Wieso schlechte Laune fasten so wichtig ist? Nicht nur für mich!

In den letzten Wochen fällt mir auf (und das bekomme ich auch rückgemeldet), dass ich sehr „rüde“, ja eigentlich unfreundlich wirke. Das zeigt sich vor allem in meinen Worten, also meiner Sprache, aber auch meiner Gestik/Mimik. Mist. Sie haben alle recht und ich weiß das natürlich auch.

Es stört mich sehr an mir. Mein Umfeld findet es auch nicht so prickelnd. No na! Eigentlich bin ich so glücklich wie seit Jahren nicht mehr. Und trotzdem bin ich so patzig?

Wieso?

(Fortsetzung folgt!)

Zum Titelbild sei gesagt – das ist ein Teil meiner Altvorderen. Irgendwo dort (ich weiß eh wo) sitzt meine Uroma. Da Bild wurde in Ungarn aufgenommen. Also ein Teil meiner Gene ist tatsächlich ungarisch und ich bin sehr stolz drauf!

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342 Tage bis zum 21.01.2025

15. Februar 2024

FASTENZEIT!

Mir würde ad hoc eine Menge an Dingen einfallen, die ich fasten sollte/möchte.

Würde ich alle so tun, führte es vielleicht zu einem besseren Leben, zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden für den Körper. Das mag sein. Für die Seele jedoch bestimmt erst dann, wenn ich diese Gewohnheiten durch neue, ebenso angenehme ersetze., um nicht „rückfällig“ zu werden.

Mein wichtigster Vorsatz – auch wenn sicher nur mit viel Disziplin umsetzbar:

SCHLECHTE LAUNE FASTEN

(Fortsetzung folgt!)

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344 bis zum 21.01.2025

13. Februar 2024

Faschingsdienstag ist. Ich feiere das nie, so auch heute nicht. Vielleicht nächstes Jahr mit den Zwergen, aber dieses Jahr ist es noch zu früh, sie sind noch zu klein, um zu verstehen, was der Faschingsdienstag ist.

Verkleiden mochte ich mich, bis auf meine Kindheitstage noch nie. Ich mag es wohl in verschiedene Rollen zu schlupfen, aber die lebe ich auch ohne Verkleidung. Jeden Tag.

Deshalb fällt mein heutiger Blog eher ein bisschen „nüchtern“ aus. Irgendwann werde ich „martedi grasso“ wieder in Italien verbringen. Mit ein paar „Frappe“ und vielleicht den einen oder anderen Faschingsumzug miterlebend. In Italien, speziell im Süden, feiere ich den Carnevale wirklich gern. In Italien, so bilde ich es mir ein, hat er Stil.

Ach ja, solltet ihr euch fragen, was Frappe sind. Es sind frittierte Teigwellen die wunderbar zum Naschen sind. Sofern viel Zucker darüber gestreut wird!

Als ich mit 20 Jahren in Rom gewohnt habe und wir eine Gruppe an Freundinnen in Frascati unterwegs waren, haben wir sie dort überall zum Verkosten bekommen. Einfach köstlich!

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345 Tage bis zum 21.01.2025

12. Februar 2024

Es gibt noch einiges zu schreiben und da dies unsere wahrscheinlich letzte Reise für die nächsten zwei Monate gewesen sein wird, bleibe ich weiterhin ein bisschen in der Erinnerung der letzten, wunderschönen gemeinsamen Tag in BUDAPEST.

Kommt mit auf meine kleine Fotoreise.

Wir haben viel gesehen, aber wenig fotografiert. Vielleicht einfach nur deshalb, da wir es so nett hatten und ganz darauf vergessen hatten!

Danke lieber Gustavo für die feine Zeit mit dir.

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Leibspeis (346 Tage bis zum 21.01.2025)

11. Februar 2024

LASAGNE GEHT IMMER!

Bisher habe ich den Pasta Teig immer nur mit meinem grandiosen Pastamaker gemacht. Es gibt jedoch jemanden, der ihn gerne selbst macht und die Lasagneblätter selbst ausrollt. Deshalb haben uns die Zubereitung quasi geteilt. Gustavo hat den Teig und die Béchamel gemacht. Ich das Ragú.

Für den Teig haben wir für 4 Personen (eher mittelstarke Esser) haben wir 2 Eier, 200g Mehl (italienisches, so wie es sein soll), ein bisschen Wasser, Salz und Öl genommen. Für das Ragú 1/2kg Faschiertes, Tomatenmark, getrocknete Steinpilze (fürs Umami), ein bisschen Sojasauce, 1 Flasche Tomatensauce, Wasser nach Bedarf und natürlich Salz. Für die Béchamel 1 Liter Milch, Butter und Mehl.

Das Ragú habe ich 3-4 Stunden eingekocht. Nur so schmeckt es wirklich gut. Alle, die mich kennen, wissen zudem, dass ich normalerweise mit Milch koche. Diese hatte ich jedoch nicht parat, also habe ich sie durch Wasser ersetzt. Hat auch gut geschmeckt!

Gustavo hat den Teig am Vortag zubereitet und im Kühlschrank rasten lassen. Ging sich zeitlich nicht anders aus. Eine halbe Stunde bevor wir ihn verarbeitet haben, haben wir in raus genommen, damit er ein bisschen Raumtemperatur annehmen kann. Das Ausrollen vom Teig haben wir uns geteilt.

Die Béchamel war übrigens in 10 Minuten fertig. Die schmeckt köstlich, wenn sie frisch gemacht wird. Muskatnuss nicht vergessen!

Geschichtet haben wir übrigens zuerst mit Ragú und Bèchamel, dann ein Teigblatt, usw… zum Schluss haben wir uns auf einen Kompromiss geeinigt. Ich mags lieber, wenn man sie mit Ragú und Béchamel abschließt. Gustavo nur mit Béchamel. Er hat, extra für mich, das letzte Blatt mit ein bisschen Ragú bestrichen und dann die Béchamel drüber gegeben. Was für ein freundlicher Mann *hahaha*!

Fazit. Diese Lasagne hat um Welten besser geschmeckt als in Italien. Ganz eindeutig.

Gustavo rollt den Teil aus wie ein Profi
Die Lasagne nimmt Form an!
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347 Tage bis zum 21.01.2025

10. Februar 2024

Gestern haben wir es uns besonders gut gehen lassen. Nachdem ich Frühstück von der Bäckerei ums Eck geholt hatte, haben wir einen, wie schon vorangekündigt, einen sehr langen Spaziergang an der Donau gemacht und sind auf einem Bankerl gesessen. Mit einer kleinen Jause. Windig ist es hier. Aber das kenne ich von daheim. Von Wien.

Zu Hause.

Ja wo bin ich eigentlich zu Hause? Da wo meine Kinder sind. Da gehöre ich hin. Jetzt ist jedoch auch bald Livia erwachsen und wird flügge. Lena ist es schon. Alle drei wohnen wir noch in Graz. Manchmal frage ich mich jedoch wie es sein wird, wenn sich eine der beiden entschließt die Stadt zu verlassen, oder sogar beide. Wo werde ich dann wohnen wollen? Wo bin ich dann zu Hause?

Kinder werden nun mal flügge. Das ist glaube ich, für keine Mama so einfach, wie es sich schnell schreibt. Vorbei ist die Zeit wo wir sie behüten dürfen, wo wir für sie da sein dürfen. Schon beides noch, aber nicht mehr so nah, wie in all den Jahren davor.

Ich bin es so gewohnt. Ich mag Gewohnheiten und ändere sie, in diesem Kontexte jedenfalls sehr ungern.

Was bleiben wird ist die Liebe. Ein bisschen gepaart mit Ängsten, Sorgen, aber auch der Freude des Wiedersehens, des Wissens, dass es ihnen (hoffentlich gut geht). Ich bin wohl ein wenig melancholisch. Jetzt, wo ich in der Stadt an der Donau bin, wo ich meiner Herkunft ein bisschen näher bin.

Die Zettl kocht

348 Tage bis zum 21.01.2025

9. Februar 2024

Wir sind gut angekommen und haben gestern noch die Stadt erkundet. So nett hatte ich sie nicht in Erinnerung. Es tut gut unterwegs zu sein. Was ich besonders mag ist die Nähe zu meinen Altvorderen, zu meiner Familie. Die kann ich hier besonders „stark“ fühlen. Klingt vielleicht ein bisschen esoterisch, ist aber so!

Gustavo schläft noch. Gut für mich, denn ich hab Zeit für den Blog, ohne schlechtes Gewissen zu haben. Ich mag es mit ihm unterwegs zu sein. Wir teilen in vielen Punkten sehr ähnliche Ansichten für derartige Kurzurlaube. Ein bisschen schlendern, ein bisschen gut Essen gehen, ein bisschen Kunst und Kultur und ganz viel plaudern. Heute werden wir einen Spaziergang entlang der Donau machen – die vermisse ich wohl sehr. Bin quasi „an ihr“ aufgewachsen, mag es an einem Bankerl an der Donau zu sitzen und einfach nur auf Wasser zu schauen. Das ist schon ein Stück Lebensqualität die mir in Graz fehlt. Deshalb freue ich mich immer über Ausflüge an den Fluss – egal in welcher Stadt.

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349 Tage bis zum 21.01.2025 Wir sind dann mal kurz weg!

8. Februar 2024

Stubenhocker kann man Gustavo und mich wirklich nicht nennen. Obwohl wir uns erst relativ kurz kennen, sind wir schon ziemlich viel miteinander unterwegs gewesen. Macht auch viel mehr Spaß.

Ich habe den Blog bereits sehr früh am Morgen quasi vorgeschrieben, da ich zur Zeit der Veröffentlichung im Zug sitzen werde. Fünf Stunden lang. Endlich wieder länger Bahnfahren. Ich liebe es. Und dank meines Klimatickets kann ich in ganz Österreich damit herum fahren.

Für die Fahrt haben wir köstlichen Reiseproviant und Schnapskarten vorbereitet. Mein Laptop ist bei diesem kurzen Ausflug ausnahmsweise auch dabei. Wohl aber nur für den Blog. Ich mag und mache das normalerweise überhaupt nicht und Gustavo ist auch nicht sonderlich begeistert davon. Aber – er liest jeden Tag meinen Blog und unterstütz mich bei meinem „neuen, alten“ Hobby sehr. Also hat er zumindest großes Verständnis für meinen Schreibdrang. Gut so!

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350 Tage bis zum 21.01.2025 „Leibspeis Nr 78“

7. Februar 2024

Stell mich in eine Küche und ich bin glücklich! Oder so.

Manchmal überrasche ich Menschen gern in dem ich mich in deren Küche stelle und quasi unaufgefordert für sie koche. Manchmal auch eine Überraschung.

So gewesen vor einiger Zeit, als Gustavo nicht ganz so fit war. Er mag Überraschungen sehr gern und blieb die ganze Zeit am gemütlichen Sofa bis ich das Essen servierte.

Überbackene Schinkenfleckerl mit grünem Salat nach Plachutta mit meiner Note:

Ich habe vorrangig Beinschinken genommen, dazu gemischt ein bisschen Toastschinken. Gesamt waren es 25 dag (250 g). Ich bestelle an der Wursttheke übrigens noch immer in „dag“. Leider versteht das kaum noch jemand. 250 g Fleckerl, 1 große Zwiebel, 3 Eier, 250 ml Sauerrahm und Schlagobers, eine handvoll Semmelwürfel und 125 g Käse.

Die Fleckerl zum Kochen aufstellen. Den Zwiebel in Butter glasig dünsten oder sogar ein bisschen karamellisieren (schmeckt viel besser finde ich) und dann den würfelig geschnittenen Schinken dazu. Von der Herdplatte nehmen. Eier, Sauerrahm und Schlagobers miteinander vermengen, den ausgekühlten Schinken dazu, die Semmelwürfel dazu geben und alles gut miteinander vermengen. Dann die Fleckerl und den Käse unterheben.

Im Backofen bei 180°C Umluft gut 20 Minuten anbacken.

Meine Überraschung ist übrigens gelungen. Gustavo hat sich sehr gefreut und unser gemeinsames Abendessen sehr genossen.

Die Zettl kocht

351 Tage bis zum 21.01.2025

6. Februar 2024

Ich hab die letzten Tage so viel erzählt, ich muss mit den Themen haushalten, merke ich. Jeden Tag bloggen ist zu Beginn eine unglaubliche Bereicherung. Endlich wieder schreiben, endlich wieder etwas tun, das mir Freude macht. Und dann sitze ich am Laptop und frage mich, worüber ich heute schreiben soll?

Über meine unaufgeräumte Küche, über das Wochenende das sehr ereignisreich war, über die Vorfreude auf Donnerstag? Mein Leben plätschert so dahin.

Das soll auch für heute alles sein – morgen ist wieder ein Leibspeis Tag und ab Donnerstag Nachmittag sind Gustavo und ich nicht mehr in Österreich, sondern gönnen uns quasi ein verlängertes Wochenende in der Nachbarschaft.

Die Zettl kocht

352 Tage bis zum 21.01.2025

5. Februar 2024

MARSEILLE

So haben wir Marseille erlebt:

Wir sind unglaublich viel zu Fuß unterwegs gewesen. Die wenigen Male, die wir ein Ticket für die Öffis gebraucht haben, haben wir es direkt bei der Station gekauft.

Gesehen haben wir in dieser kurzen Zeit natürlich viel zu wenig von der Stadt und einen Besuch müssen wir ihr noch abstatten, schon allein deshalb, da wir Postkarten und Briefmarken gekauft hatten, aber diese nie abgeschickt. Ein Grund wiederzukommen.

Durch Zufall, und da Gustavo unbedingt einen Café und ein Croissant haben wollte, entdeckten wir diesen genialen Laden, in dem wir sicher 1,5 Stunden verbracht haben. Bin ich froh, dass wir mit dem Flieger und Handgepäck unterwegs waren! Wir sind sogar bis in den letzten Stock über eine Wendeltreppe hinauf gegangen und haben dort die Stoffe bewundert. Und dann erst die Spielwarenabteilung. Das Geschirr und oh, nicht zu vergessen diese vielen genialen Kochutensilien. Würde man in ein Haus ohne Einrichtung ziehen – dort wird man eingerichtet. Und das sehr sehr edel.

Haushaltswaren der Superlative

Das Cours Julien Viertel war unweit von unserer Unterkunft. Es steht in allen Reiseführern, dass man es unbedingt gesehen haben muss und ich gestehe – es ist so! Ein bisschen durch die Gassen schlendern, am großen Platz ein kühles Bier, das ging auch im Dezember gut, trinken und ein bisschen „Savoir vivre“ funktioniert immer.

Le Cours Julien / Tripadvisor

Das ist „mein“ Ort.

Friche la Belle de Mai

Ein Tipp aus dem Netz war auch dieser. Gustavo hat quasi darauf bestanden, dass wir uns das gönnen und ich gestehe – es war sehr fein. Service gut, alles gut. Auch wenn der Kellner ein bisschen frech war. Zum Wohle meines Genuss!

Ein außergewöhnlich netter Abend in diesem Restaurant!

Da wir mittags in Aix am Markt so gut Austern geschmaust hatten, wollten wir in der kurzen Zeit, die uns in Marseille blieb, diese auch abends genießen und wurden relativ spontan hier fündig:

Austern und anderes Meeresgetier hier!

Was wir sonst noch alles gesehen haben und keine Verlinkung benötigt, da es eh leicht gefunden wird:

Die kleinen Strände von Marseille sind sehr nett und wäre ich nicht etwas übermüdet von der Silvesternacht gewesen – ich wäre beim Neujahrsschwimmen sofort dabei gewesen.

Die Geschäftsstraßen laden zum Flanieren ein, die kleinen Bars zum Pastis schlürfen und die Insel vor Marseille – Il de Frioul war total nett zum Spazieren gehen und ein bisschen Booterl fahren. Das war bei der Überfahrt und dem Wellengang ein Spaß. Fanden aber auch nicht alle am Boot!

Die Museen, die Kathedrale, Notre Dame de la Garde – all das findet ihr in jedem Reiseführer besser beschrieben, als ich es hier könnte. Alles total interessant und unbedingt sehenswert.

Marseille als Frau alleine würde ich Angsthase mich nicht trauen. Mit dem Flieger würde ich nicht mehr anreisen, da ein Shoppingparadies für Haushaltswaren und Köstlichkeiten der Region. Ohne Austern geht dort nichts und das nächste Mal werden es wohl ein paar Einheiten mehr werden (müssen). Die Sehenswürdigkeiten sollte „man“ gesehen haben, aber das schafft „man“ an einem, maximal zwei Tagen.

Was mich noch einmal interessiert ist Cours Julien, Belle Mai, die Gegend rund um das Palais Longchamp, die vielen kleinen Gassen in diesen Gegenden und natürlich der Strand im Sommer.

So ein bisschen französische Leichtigkeit stell ich mir ganz besonders retro vor.

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353 Tage bis zum 21.01.2025 Leibspeis Nr 77 – Tian de légumes

4. Februar 2024

Den letzten Tag im Jahr haben wir in Marseille verbracht und die heutige Leibspeis dient quasi als Einleitung für den morgigen Blog – nämlich eine kleine Tour durch Marseille und Aix au Provence (im ersten Anlauf verschreibe ich mich immer und denke dabei an ein anderes Wort).

Wir standen gemeinsam in der Küche des gemieteten Apartments und haben das am Markt Eingekaufte verkocht.

Als Vorspeise haben wir Artischocken gemacht. Oh dio waren die köstlich.

Danach und das ist meine heutige Leibspeis, hat Gustavo ein „Tian de légumes“ gemacht. Ma, was das gut. Vor allem am nächsten Tag zum verspäteten Frühstück. Dazu hat er ein bisschen Fleisch angebraten und Salat serviert.

Ich durfte die Sommelière mimen und entschied mich für einen sehr angenehmen Orange (Wine). Nach dem Essen gingen wir mit einer Flasche Crémant zum Hafen, wo wir auf das neue Jahr anstießen.

Im Tian befanden sich übrigens:

Je zwei Erdäpfel, Melanzane, Zucchine und Paradeiser. Gewürzt hat er diese mit Kräutern der Provence, im wahrsten Sinne des Wortes, da wir diese am Markt in Aix en Provence gekauft hatten. Es harmoniert hervorragend zu Fleisch oder Fisch. Wichtig ist es, gut zu würzen. Wenig Salz, viele Kräuter und es wird ein HIT!

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354 Tage bis zum 21.01.2025

3. Februar 2024

Let´s talk about the job…
Ich bin Tagesmutter.

Aus Leidenschaft, aus Überzeugung, aus tiefstem innersten Wunsch. Eine spätberufene quasi. Sei´s drum. Endlich habe ich das gefunden, das mir wirklich Spaß macht, für das es sich auszahlt jeden Tag aus den Feder zu flüchten, um einer Tätigkeit nachzugehen die für mich Sinn ergibt.

Das kam übrigens zirka so:
Irgendwann nach dem Tod meiner Mama und während Corona stellte ich mir die Frage, was das Leben wohl noch zu bieten hätte?

Ich kann ja einiges an beruflichen Ausbildungen und Berufen vorweisen:

Köchin/Kellnerin, Reisebürokauffrau und Reiseleiterin, Almführerin, PR Managerin und Immobilien Makler Assistentin. Dazu gesellt sich eine kurze Zeit der Selbständigkeit als erste Food Bloggerin für Coca-Cola im deutschsprachigen Raum und für „Frisch gekocht“ stand ich für den ORF auch mal vor der Kamera (nur ein paar Minuten einmal pro Woche, aber!).

Wie auch immer.
Ich habe letztlich nicht nur mir die Frage gestellt, sondern vielen Freunden: Was passt beruflich zu mir? Unter anderem einem sehr renommierten Coach. Wir kamen ins Gespräch, eruierten in seinem Stil das Thema und einen Tag später meinte meine Tochter – werde doch Tagesmutter.

Ich begann zu Googlen, sah mich nach einer Ausbildungsmöglichkeit um, habe alle Hebel in Bewegung gesetzt, um genau das machen zu dürfen und wurde zur Ausbildung zugelassen.
Ein Tag der mein berufliches Leben grundlegend verändern sollte.

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02.02.204

2. Februar 2024
LEOPOLDSTEINER SEE

Es ist ein Gfret mit den Hormonen im Klimakterium.

Auf ab, auf ab… und alle „leiden“ mit, oder nehmen es gelassen. Immer wieder hatte ich gelesen, dass es ziemlich herausfordernd wird. War aber überzeugt, dass ich nicht betroffen sein werde. Wieso auch? Es geht mir gut, ich hab Spaß im Leben und überhaupt. Was sollte schon großartig passieren?

Irrglaube. Damit hat das ziemlich wenig zu tun. Es gibt Tage, da zieht es mich zusammen vor unsichtbaren, nicht definierbaren Ängsten, Unruhezuständen und Hitzewallungen. Mich drauf anzureden kann oft mit einem Überschwang an tränenreicher Erzählungen enden. Das macht selbst mir keinen Spaß. Was dann wieder zur Folge hat, dass ich mir dieses hormonellen Wirrwarrs bewusst werde. Und das wiederum verschafft mir den Fokus genauer auf mich zu achten. Dinge zu tun, die mir wirklich gut tun und die mich erfüllen.

Sei es in der Arbeit neue Akzente zu setzen, mich in einen kalten See zu schmeißen, um im Winter eine Runde baden zu gehen oder mein Klimaticket zu nützen, um mal wieder eine Zeit raus aus Graz zu kommen. Wenn nichts von alle dem hilft geh ich Kuchenbacken oder Rezepte neu, mit meiner Handschrift, erfinden. Manchmal braucht mein Kopf nur eine gewaltige Musterunterbrechung von gewohnten, zu routinierten Abläufen. Dann geht´s mir gleich wieder besser. Vor ein paar Wochen habe ich zudem meine Liebe zum Schnapsen wiederentdeckt. Mit einem Gegenüber der/die mich gut herausfordert könnte ich wahrscheinlich stundenlang spielen.

Wenn all das nicht hilft, hilft nur eines:

Schreiben. Das hilft absolut immer. Deshalb unter anderem auch der Blog.

Der viel zitierte Wechsel ist kein Spaziergang. Ein bisschen fühle ich mich in die Zeit meiner beiden Schwangerschaften zurück versetzt. Damals blieb mir quasi gar nichts anderes übrig, als besonders gut auf mich zu achten, meine Grenzen richtig zu setzen, auf meine Ernährung ganz bewusst zu schauen und zu dem viel Bewegung zu machen. Mit meiner Jüngsten im Bauch ging ich im neunten Monat noch auf den Teichalmkamm rauf. Ich war fit und ausgeglichen.

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01.02.2024

1. Februar 2024

Ich könnte wahrscheinlich, ähnlich wie über Rezepte, übers Reisen und über Menschen die mir wichtig sind, pausenlos erzählen.

Heute über Gustavo. Einfach deshalb, da ich so viel Zeit mit ihm verbringe, wie schon seit Jahren mit keinem Mensch – meine Kinder ausgeschlossen.

Gustavo!
Wir kochen in letzter Zeit ziemlich viel.
Miteinander.
Wir wissen es beide immer ein bisschen besser und finden langsam einen gemeinsamen Stil, der manche Gerichte zu wahren Geschmacksexplosionen macht.
Einst ging es um das Thema: Dunkle oder helle Sauce zur Rindsroulade?


Ich stand in seiner Küche und werkle also vor mich hin. Er steht neben mir und gibt mir Tipps. Ich bestehe natürlich darauf, dass ich daheim bei Mama immer eine helle Sauce bekommen habe. Dazu meist Tagliatelle oder Spätzle. Mama hat die Rindsrouladen früher immer beim Fleischer in Stockerau, beim Schwanzer, bestellt. Die waren einfach nur gut!

Gustavo und ich haben unsere selbst gefüllt. Die kamen an die Erinnerung meiner Kindheit verdammt nah ran. Die Sauce war dann ein Zufall aus meiner Sicht, denn sie wurde hellbraun. Eine Mischung aus beiden Gewohnheiten, quasi.
Gustavo war begeistert und ich überrascht wie köstlich es geschmeckt hat.


Mit ihm zu kochen ist einfach schön und macht Spaß. Ich lerne so viele neue Dinge kennen, bringe meine Erfahrungen ein, zeige ihm hin und wieder etwas, wie ich anders kochen würde oder es zumindest versuche. Es gelingt uns alles in einer Selbstverständlichkeit die mir gefällt.
Harr – Ach!

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 76

31. Januar 2024

Trofie al pesto con patate e fagiolini

Food Blog Zeit!

Manche Dinge machen einfach zu viel Spaß, um sie bleiben zu lassen.

In den letzten Wochen hat Gustavo einige Köstlichkeiten kredenzt von welchen ich hier unbedingt ein paar teilen möchte. Deshalb gibt es ab heute Mittwoch und Sonntag die Leibspeis. Für´s Erste. Mal schauen wie lange meine Fotovorräte reichen. Ich glaube, ich habe von fast allen Gerichten die Gustavo, ich oder wir gemeinsam gekocht haben Fotos. Und das sind sehr viele.

Einzig vom ersten gemeinsamen Kochen habe ich jedoch keines gemacht. Damals war ich wohl doch etwas zu abgelenkt.

Gustavo hatte keine Trofie zu Hause, deshalb hat er eine andere Pasta genommen.

REZEPT:

Zuerst hat der die Erdäpfel, dann die Fagiolini (Fisolen, grüne Bohnen, Boarschoatln) und zum Schluss die Pasta je extra gekocht. Danach alles in einer großen Pfanne vermengt, ein bisschen Pastawasser dazu, Pesto hinein und am Teller mit wirklich gut viel Parmesan anrichten.

Mengenmäßig lag er für zwei Personen die gut satt werden, bei zirka 250-300 g Pasta, 200 g Erdäpfel (eher in bisschen weniger, er hat es nicht abgewogen, aber da ich sie geschält habe, weiß ich zirka wieviel das waren) und einer handvoll Fagiolini. Diese müssen übrigens bissfest gekocht werden, sonst schmeckt das Gericht wirklich langweilig! Vom Pesto hat er so viel genommen, als dass die drei Hauptzutaten gut damit benetzt waren.

Für mich war es irgendwie wie ein Mediterraner Grenadiermarasch.

Köstlichst!

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30.01.2024

30. Januar 2024

Geschichten aus meinem Leben folgen in den nächsten Tagen, Wochen, Monaten.
Mut haben – das ist mein Credo, mein Wort, das mir immer Kraft gab und gibt. In allem und jedem einen Sinn erkennen, eine Perspektive zu sehen, nicht sofort den Kopf in den Sand zu stecken.
Letzteres, ich gestehe, kann ich ganz gut. Aber nie lange, denn irgendwann macht´s „Bling“ und eine neue Idee tut sich auf.

So wie die für morgen!

Ich war und bin einfach und trotz meines „jeden Tag ein Blog“ Projekts noch immer eine Food Bloggerin. Deshalb werde ich ab morgen jeden Mittwoch und Sonntag die „Leibspeis“ in Kombi mit diesem Projekt hier, weiterführen.

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29.01.2024

29. Januar 2024

Heute ist so ein Tag…

Ich fühle mich gedankenverloren an Mama.

Vor fünf Jahren kamen wir, die ganze Familie, an Weihnachten ein letztes Mal gemeinsam in Stockerau zum Essen zusammen. Ein Ereignis das bis zu diesem Tag wahrlich sehr selten in dieser Form stattfand.

Mama, von ihrer Krankheit gezeichnet, nahm das Essen zum Anlass all unsere Geburtstage, die wir im Jänner und Februar (die Wassermännern Gang!) feiern, ebenso zu feiern. Nicht ahnend, dass sie zwei Monate später nicht mehr unter uns sein wird. Weder sie, davon bin ich überzeugt, noch wir.

Mama war eine lebenshungrige, weitgereiste, ihre Werte verteidigende, sehr mutige Frau. Wie viele „Mutter – Tochter Beziehungen“ war die unsrige nicht immer von Harmonie geprägt, aber trotzdem war meine Liebe zu ihr (und ist sie bis heute) nie enden wollend. Der für mich prägendste Moment war die Stunde, in der ich sie in ihre neue Welt begleiten durfte. Seit damals ist vieles nicht mehr, wie es früher war.


Heute wäre sie 73 Jahre jung geworden.
Happy Birthday Mama!

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28.01.2024

28. Januar 2024

Für heute waren eigentlich Fotos von unserem Wochenende in Wien geplant. Deshalb musste ich nun ein bisschen umdisponieren. Wo war ich wohl heute vor einem Monat?

Das wird nun eine Reisegeschichte. Vorsicht lang!

Gustavos Sinn für Spontanität zum Dank hatten wir im Dezember, nachdem unser Kurztrip nach Tirana so toll gelaufen war, kurzfristig geplant Silvester in Marseille zu verbringen. Flugzeiten und Preise waren zu verlockend um sich der Idee zur Wehr zu setzen. Was bin ich dankbar für diese Entscheidung. Was bin ich verliebt in dieser Stadt!

Wie man nach Marseille anreisen kann ist je dem/der klar. Bahn/Bus/Flug/Auto/Fahrrad/Pilgertour. Wir haben den Flug, ob der Zeitknappheit, gewählt. Würde ich persönlich nicht mehr machen, da wir viel zu viel gesehen hatten, das wir sofort mitgenommen hätten – wären wir mit dem Auto angereist.

Über die Menschen: Der erste Eindruck zählt und der war WOW! So freundlich, hilfsbereit und fröhlich. Kennt man aus Frankreich eigentlich nicht – haben wir gehört. Ich bestätige das Gegenteil. Wir plaudern mit den Marktbestückern, mit den vielen freundlichen Menschen in den Restaurants und natürlich auch mit „Mama“. Aber der Reihe nach.

Ein Junger Bub – ich denke er war rund um die vier Jahre möchte genau den Tisch an dem wir saßen in einem Café in der Rue de Bernardy. Er hat geweint, mit Papa gestikuliert und „gewonnen“. Natürlich haben wir ihm den Tisch gerne überlassen. Zum Abschied warf er mir ein Luftbussi entgegen. Der Vater meinte etwas verlegen „ein echter Franzose“. Ich war überwältigt von so viel „herzig“.

Nach diesem Café gingen wir über ein paar kleine Gässchen zurück zur Unterkunft. Am Weg dorthin mussten wir in einer Bar stehen bleiben, da wir von der guten Stimmung der Menschen auf der Straße davor angetan waren. Ein Gast spielt mit der Gitarre, die Menschen tanzen und singen ausgelassen zur Musik. Wir mittendrin und auch hier werden wir „angequatscht“. Oh du mein Frankreich – wie gut ihr doch feiern könnt. Ich beneide euch darum.

Auf den Märkten, wenn wir nicht wussten wie wir bestellen sollten, fand sich immer jemand der unsere Sprache oder Englisch sprach, und übersetzen half. Wir bekam oft eine Kostprobe von Köstlichkeiten und gönnten uns selbstredend einige, die wir käuflich erwarben. Zum Beispiel Austern in Aix. Am Markt. Die Marktfrau hat sie uns geöffnet. Der Preis – nicht mal ein Schnäppchen kommt da ran. Sechs Stück frische, wirklich köstliche Austern um ganze € 3,50. Wir waren baff! Oder diese verdammt guten Makroud. Als ich dem Verkäufer erklärte woher ich sie kannte – nämlich aus Kairouan (viert heiligste Stadt im Islam – ich war dort) wirkte er etwas überrascht. Wie schön!

„Mama“, wir gaben ihr den Spitznamen, da sie mit Argusaugen auf die Sicherheit in ihrer Bar achtete. Mit ihr in unserem wirklich spärlichen Französisch zu plaudern war jeden Tag eine Freude. Ein Besuch bei ihr, spät abends, ist ein MUSS für jeden, der Marseille besucht. „Le Bar du Peuble“ 31Bd Garibaldi. Ich verrate euch nicht, wie gut der Pastis dort schmeckt – lasst euch überraschen!

Wir lernen Italiener:innen kennen und ich werde gefragt woher ich komme. „Österreich“. Nein, woher kommst du ursprünglich – auch welchem Teil Italiens? Ich kann nicht abstreiten, dass ich ein bisschen stolz darauf war, dass mich Italiener:innen für eine Landsfrau hielten. Immerhin scheine ich überzeugend gut meine schlechten Grammatikkenntnisse zu verstecken.

Die Aufmerksamkeit und Neugier die uns immer wieder zu Teil wurde war wahrscheinlich genau diese Mischung aus gutem Essen, schönem Wetter und viel Anschauen, auf die wir an diese Reise mit ganz besonderen Erinnerung immer wieder zurückschauen werden.

Weiter geht’s in den nächsten Tagen irgendwann mal mit ein paar Tipps für die Stadt. Restaurants, Läden, Sehenswürdigkeiten.

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27.01.2024

27. Januar 2024
Foto: @Sabine Zettl – KUNSTHISTORISCHES MUSEUM WIEN – KHM (il foto e dedicato a Giogrio Kiaris)

Als vor einigen Tagen klar wurde, dass wir nicht nach Wien fahren werden, überlegte ich, wem ich wohl die beiden Theaterkarten für „Dantons Tod“ im Burgtheater überlassen könne. Ich kaufte sie übrigens nach einem netten, spontanen Abend mit Gustavo. Wir schmiedeten Reisepläne und entschieden uns, als bald als möglich ein Wochenende in Wien zu verbringen. Wir planten ins Theater zu gehen, danach in mein Lokal aus jungen, wilden Tagen – ins Benno und dann bestenfalls in die Stadtbahnbögen mit, vielleicht einem winzigen Abstecher ins Kent.

Oh, das Kent. Als ich dort war – Mädls, es ist 20 Jahre her, haben wir für den Spritzwein noch €1,80 gezahlt – erinnert ihr euch? Da hat sich damals sogar das Taxi in den dritten Bezirk ausgezahlt und ich musste nicht viel Geld ausgeben.

Wie auch immer. Gustavo und ich saßen gerade an der Theke einer Bar in Graz und unterhielten uns über Wien. Sein Wunsch war „Dantons Tod“. Am Heimweg in der Bim – romantisch sein kann ich, manchmal – habe ich ungefragt die Karten gekauft. Auf diesen Kauf aufgebaut planten wir das Wochenende.

Naja und dann kam uns etwas dazwischen mit dem wir beide nicht rechnen konnten. Die Karten verfallen lassen war kein Thema. Aber! Ich wäre nicht ich, wenn ich für alles eine Lösung finden würde. Georg – mein besonders lieber „Single Freund“ würde sie bestimmt nehmen. Tat er, aber: Ihm fehlte die Begleitung und alleine ins Theater gehen? Auch irgendwie nicht so das Tüpferl am i!

Und dann kam meine Kreativität und Georgs Mut ins Spiel:

Es gibt auf FB Österreichweit eine Gruppe namens „Wunderweiber„. Jede Stadt / Region hat ihre eigene. Dort hinterließ ich folgenden Text:

„Dringend! Wir wollten morgen nach Wien kommen. Mein Freund ist krank. Ich habe 2 Tickets für das Burgtheater „Dantons Tod“.1 hat mein bester Freund bekommen. Single, 54 Jahre, total nett (und charmant und gut aussehend und lustig).Er findet so spontan leider keine Begleitung. Hat jemand Lust ihn zu begleiten? Wenn ja, bitte meldet euch bald… er freut sich über neue Bekanntschaften.“

Ohne seinen Namen oder ihn irgendwie noch näher beschreibend zu nennen, haben sich einige Frauen gemeldet und in nicht ganz einer Stunde war seine Begleitung gefunden. Für Georg trage ich nun den Spitznamen „SabineTinder“… Es war so spontan ohne großartig über die Aktion nachzudenken. Und trotzdem konnte ich zwei Menschen einen netten Abend im Theater inklusive Blinddate verschaffen.

Was für eine große FREUDE – auch für mich!

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26.01.2024

26. Januar 2024
WIEN

Heute bin ich ein bisschen später dran.

Eigentlich wollten wir nach Wien fahren, aber das geht nun leider nicht. Stattdessen bin ich in Graz und überlege mir, was ich mit dem bevorstehenden Wochenende anstellen könnte. Ich war schon in Maribor, Leibnitz, Mürzzuschlag und natürlich trotzdem Wien mit dem Finger auf der virtuellen Landkarte. Kaltwasserschwimmen, eine Radtour oder beides verbinden? Den Topf, den ich über WillHaben erstanden haben persönlich in Wien abholen und gleich ein bisschen in der Donau pritscheln? Lust hätte ich auf alles – immer.

Auch das „Abschalten“ und einen Tag für mich sein mag ich sehr. Doch dann fällt mir ein, dass ich diese Woche jeden Abend ziemlich spät daheim war, ich meine drei Kater kaum betütteln konnte und der Haushalt zum Teil auch nicht gemacht wurde. Mein Fokus war bei der Arbeit und bei meinen Unternehmungen nach dieser. Heute hatte ich mir außerdem überlegt, dass ich endlich mit dem Posten von Rezepten starten sollte. Das braucht aber Zeit. Rezepte schreiben, Fotos auswählen (Gustavo und ich haben in den letzten Monaten so viel gekocht – die Auswahl ist wirklich groß!).

Eine Verbindung aus der Leibspeis (aus Lockdown Tagen entsprungen) und meinem täglichen Eintrag würde sich nett machen, finde ich. Fazit: Langweilig wird mir nie. Ich habe noch ein paar Stunden Zeit um zu entscheiden, was aus morgen wird. Fix ist, ich möchte am Nachmittag in Graz sein. Muss mein Lieblingsgericht kochen und verkosten lassen….

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25.01.2024

25. Januar 2024

Kürzlich hatte ich „Gustavo“ erwähnt. Sein Name ist frei erfunden, ist sein / unser Künstlername für den Blog, wenn es um Kochangelegenheiten geht. Um neue Rezepte, um gemeinsames Kochen, ums Essen gehen und das eine oder andere Mal auch ums Reisen. Alles Dinge, die uns beide mit großer Leidenschaft erfüllen und die wir seit geraumer Zeit oft und gerne zusammen genießen.
Ich möchte nicht zu viel vorwegnehmen. Ein paar Tage habe ich noch Zeit den Blog bis zum 21.01.2025 zu füllen. In dieser werdet ihr Gustavo sicher ein bisschen besser kennenlernen. Und damit seine wirklich sensationellen Rezepte und seinen einzigartigen Kochstil. Er ist mit Abstand der beste Hobby Profi Koch, den ich kenne.

Das meine ich ernst!

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24.01.2024

24. Januar 2024
Giovinazzo Puglia

Gestern war, wie geahnt, sehr anstrengend.
An manchen Tagen bin ich einfach dankbar, dass sie vorbei sind, dass ich so viel gelernt habe, dass ich neue Perspektiven erfahren habe und, dass ich das Gefühl habe mir langsam selbst auf die Schliche zu kommen. Meiner Vergangenheit, meiner Gegenwart und ein Stück weit bestimmt auch meiner Zukunft.
Ich mochte gestern sehr.

Mag sein, dass ich euch gerade ein bisschen langweile. Ich brauche scheinbar noch ein wenig Zeit, um wieder ins Schreiben zu kommen. Früher habe ich einfach drauf los geplaudert. Das mache ich nicht mehr. Ich habe mich verändert. Außerdem bin erheblich älter geworden und mit mir natürlich auch meine Kinder.

Lena wird in Bälde unglaubliche 21 Jahre und Livia, dieser kleine Wildfang, im Sommer 17 Jahre.

Zeit, wo bist du hin? Vielleicht liegt in ein bisschen Melancholie in der Luft, vielleicht aber auch nur Freude über so viele wunderschöne Erinnerungen mit meinen Kindern. Seit 14 Jahren lebe ich von deren Vater getrennt. Seit 13 Jahren in Graz. Alleine mit den beiden Mädls „zugroast“. Quasi aus Wien kommend. Es war ein großer Schritt, alleine nach Graz zu ziehen. Einer der sehr viel Mut und Zuversicht bedurfte. Beides lebt und bebt in mir. Ich kann alles, wenn ich mich denn einmal dazu entschlossen habe.

Wie hier zu schreiben. Mit etwas Mut und weniger „was wäre wenn“ munter drauf los. So wie damals. Als ich vor 16 Jahren mit dem Bloggen begonnen hatte…

16 Jahre und immer noch ist es eine Art zu Hause für mich.

Mein Blog.

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23.01.2024

23. Januar 2024
Rom Februar 2020 / Aventino


Schön ist es, das Leben. Genießen tu ich es. Traumberuf, den Kindern geht´s gut, „frisch“ verliebt in Gustavo. Was will ich mehr?
Ein paar Wünsche habe ich noch offen, aber wenn diese erfüllt sind gesellen sich wieder neue dazu.
Hat wenig mit materiellen Wünschen zu tun. Viel mehr mit jenen, die kein Geld der Welt je bezahlen könnte.
Ich schreibe übrigens heute schon in der Früh, da ich weiß, dass ich am Nachmittag zwei wichtige Termine haben werde und danach bestimmt keine Lust mehr zum Bloggen verspüre. Ich kenne mich! Was für ein Vorteil des Älterwerdens. Die Grenzen werden klarer, die innere Uhr besser erkannt. Was für ein Genuss!

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22.01.2024

22. Januar 2024


Der gestrige Tag ist vorbei. Was für eine Erleichterung.
Schön war es. Das letzte Feiern vorm großen Geburtstag. Wir waren am Fetzenmarkt, am See spazieren und eine Kleinigkeit essen und abends mit meinen Mädls gemeinsam Abendessen. Gustavo hat mir die Tagesplanung überlassen und mich so wunderbar unaufdringlich umgarnt, dass es eine wahre Freude war. So ein GENUSS!
Ändern wird sich allerdings außer der Zahl nicht viel. Oder lasst es mich so sagen – ändern tut sich immer etwas, aber das ist das Leben. Das hat mit den Lebensjahren ab einem gewissen Alter, relativ wenig zu tun. Heute ist Montag, ein neuer Tag. Mehr nicht. Ich bin schon so gespannt, wie sich dieses Jahr entwickeln wird, was hier am Blog alles „anstellen“ werde. Fotos, Geschichten, Menschen, Reisen, Essen oder gleich alles miteinander verzettlt.

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Auf los geht´s los!

21. Januar 2024

Ein bisschen nervös bin ich schon, muss ich zu geben.
Seit Wochen plane ich dieses „Projekt“, seit Wochen überlege ich, ob ich es überhaupt schaffen werde.
Seit zwei Jahren habe ich nichts mehr geschrieben, nicht hier, nicht öffentlich. Und trotzdem ist da dieser Wunsch in mir:

Bloggen.
Geschichten erzählen.
Rezepte teilen.
Einblicke in mein Leben gewähren.
Gestalten.
Kreativ sein.
Neues ausprobieren.
Nicht dem quasi täglichen „Trott“ folgen.

Auf los geht´s los.
Heute in 365 werde ich 50 Jahre.
Nur ein Zahl, nur ein Alter. Und trotzdem irgendwie ziemlich besonders.
Ab heute werde ich jeden Tag einen kleinen Blog schreiben.
Wie er sich entwickeln wird weiß ich noch nicht.
Ich habe keinen Plan, keine Spielregeln für mich festgelegt.

Einfach mal drauf los. Schöne Momente teilen. Alles andere wird sich ergben. Davon bin ich überzeugt. Ein paar Texte habe ich schon geschrieben, für den Fall, dass mir einmal nichts einfällt, dass ich keine Zeit haben werde oder ich einfach keine Lust zum Schreiben habe.
Heute ist mein 49. Geburtstag. Heute geht´s los.
Der Countdown beginnt jetzt!

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Meine Tochter, Bari und ich.

5. März 2022

Irgendwann im November erwähnt meine jüngere Tochter, dass sie einmal heimlich nach Bari fliegen wollte, dort am Strand schlafen und am nächsten Tag wieder zurück nach Hause fliegen wollte. Was für eine nette Idee. Jedoch nicht machbar für eine 14-jährige! Aber für eine 14-jährige und ihre Mama!

Und wieso überhaupt nur eine Nacht, dafür ist Bari viel zu nett. Apulien ganz allgemein ohnedies auch. Bari und Giovinazzo – Fünf Tage Mezzogiorno

Ich berichte nun frei von der Leber weg, ohne irgendwelcher besonderen Tipps. Die ergeben sich meist eh von selbst. Natürlich habe ich mich eingelesen, nach einer netten Unterkunft gesucht, ein Mietauto angemietet und überlegt, wie ich es meiner Tochter besonders angenehm gestalten kann.

Bari war nett, aber laut – ich meine damit unsere Unterkunft! Giovinazzo hingegen unbedingt zu empfehlen. Überhaupt ist Giovinazzo… aber dazu später.

Bari ist nett. Für einen Tag zum Durchschlendern, am Lungomare spazieren, nett essen und Seele baumeln lassen optimal. Was ich leider erst als wir wieder abgereist sind erfahren habe ist, dass Bari eine Theater Stadt. Das heißt, ich muss unbedingt wieder hin. Teatro – la mia passione!

Wie auch immer. Livia und ich sind am Tag zwei unserer gemeinsamen Zeit ein bisschen gen Süden gefahren. Es war windig und regnerisch. Via Mola di Bari, Polignano di mare sind wir nach Monopoli mit dem eigentlichen Ziel uns die Trulli in Villa Franca anzusehen. Aber das war letztlich, ob des Wetter nicht möglich. Außerdem habe ich mich einmal so richtig in Monopoli verfahren. So, dass ich letztlich nur noch über Mola di Bari, das hatte es mir irgendwie angetan, zurück nach Bari wollte. Livia und ich hatten an diesem Tag einige nette Gespräche und das war mir das Herumfahren allemal wert!

Zurück in Bari waren wir ein bisschen shoppen, Feltrinelli ist in jeder italienischen Stadt Pflicht, eine Kleinigkeit essen (https://it-it.facebook.com/noelrosticceria/ ) und sind relativ früh schlafen gegangen. War auch mal fein!

Mittwochs trafen wir uns mit Thair (http://fromkapptocape.com/) auf einen Café in einer kleinen Bar in Mola di Bari. Wir kannten uns bisher nur über FB und waren zufällig zur gleichen Zeit am gleichen Ort. Was für eine Freude, dass er sich für uns Zeit nahm! Ich hoffe, dass wir ihn wiedersehen werden. Er ist eine unglaublich beeindruckende Persönlichkeit.

Nach dem Treffen ging es weiter nach Alberobello. Ein bisschen hatten wir uns am Weg hin verfahren und dann kam der große Spaßverderber!

Nach Alberobello hatte ich einen Reifenplatzer, der italienische ÖAMTC kam, wir wurden mit dem Taxi nach Bari gebracht und bekamen ein neues Auto. Mehr war eigentlich nicht los.

Mir tat es jedoch total leid, dass wir nicht nach Matera gefahren sind. Andererseits haben wir einen Grund wieder zu kommen. Matera muss Livia noch sehen, das ist so schön (ich kenne es schon – war vor 20 Jahren dort).

Der Abend und letzte Tag in Italien diente zur Entspannung. Ich hatte dieses nette Apartment in Giovinazzo gebucht. Ohne zu wissen, wie es dort aussieht, usw… Die Fakten:

Der Ort war traumhaft. Klein, total italienisch, wenige Touristen aus Ö oder D, eher noch aus F und CH. Aber nicht jetzt im Winter – die kommen erst in den nächsten Monaten. Ich war dort sofort „zu Hause“. Hab mich schnell mit den Wirten der Pizzeria und der kleinen Bar am Hafen angefreundet, gönnte mir an zwei Morgenden meinen Café und mein „Cornetto a la crema“ und war glücklich. Eine kleine Anmerkung am Rand. Ich spreche fließend italienisch. So fließend, dass ich im Süden immer gefragt werde, ob ich aus dem Norden Italiens käme. Das macht mir das Ankommen in Italien sehr leicht und ich komme außergewöhnlich schnell ins Gespräch mit den Leuten.

Donnerstag und Freitag gönnte ich mir den fulminanten Sonnenaufgang. Ich konnte nicht genug davon bekommen und ging danach immer eine große Runde spazieren. Das bemerkten zwei ältere Damen, mit denen ich am Freitag in ein nettes Schwätzchen verfiel und auch die Fischer am Hafen, die mich am Freitag schon freundlich grüßten.

Den Donnerstag Nachmittag verbrachte ich mit Livia bei +20 Grad am Strand. Picknick, spielen in der Sonne liegen. Freitag ging es dann auch zurück. Leider und zum Glück. Ich wollte, ob der Situation in der Ukraine nicht zu weit von meiner älteren Tochter entfernt sein….

Giovinazzo ist jedenfalls das nächste Winterreiseziel. Ich mag den Süden im Sommer nicht. Da brauche ich den Norden. Kiel zum Beispiel oder den Wesselburenerkoog an der Nordsee….

Die Zettl kocht

Leibspeis NR 75

5. März 2022

Bloggen lenkt mich ab!

Da draußen in der Welt ist aktuell so viel los – so viel Unsicherheit und Traurigkeit. Ziemlich starke Emotionen und Ängste werden gerade in mir wach. Mein „Liveticker“ ist rund um die Uhr an. Ich möchte mich informieren, wissen was passiert, wissen was getan wird. Das beruhigt mich, aber natürlich macht es mich auch ziemlich wachsam.

Ich habe also beschlossen mich wieder ein bisschen abzulenken. Schreiben, kochen, fotografieren – zusammengefasst bloggen hilft immer. Deshalb starte ich nun wieder. Ich bin immerhin schon bei Leibspeis Nr 75 angelangt. Da geht noch viel mehr. Viel, viel mehr!

Heute: Diese mini Garnelen mariniert in einer von mir zusammen gemischten Marinade aus einer selbstgemachten Chilipaste, selbstgemachter Knoblauchpaste, Soja, Mirin und Reisessig. Die Mischung geht immer und ist echt richtig scharf. So mag ich das!

Dazu Grünzeugs aus dem Balkonkistl, mir fällt der Name nicht ein, ist ein asiatischer Wintersalat. Köstlich, aromatisch. Spaghetti Nr 3 runden das Gericht zur Vollkommenheit ab. Es war wie immer, wenn ich so Kleinzeugs aus dem Meer genieße, schmackhaft und gut. Mehr brauch ich manchmal gar nicht.

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis 74

4. Oktober 2021

Pasta, Paprika und Paradeiser

Diese „3 P“ harmonieren ungemein gut miteinander.

Eigentlich wollte ich nur das restliche Gemüse verwerten. Eine Paprika, 5 kleine Paradeiser, geraspelte Karotten (eine Handvoll) Knoblauch, Tasmanischer Bergpfeffer, Salz.

Dazu Spaghetti. Funktioniert auch mit Gnocchi oder Penne sei erwähnt.

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 73

1. Oktober 2021

Reisbällchen

Was mache ich wohl mit zu viel Suhi Reis oder anderem Reis, den ich fürs Abendessen oder für die Bento Boxen gekocht hatte. Wohl gemerkt in meinem Reiskocher. Ein ziemlich billiges, in meinem Haushalt mittlerweile unabkömmliches Gerät ohne welches mein Reis nie und nimmer auch nur annähernd so gut gelingen würde.

Aus dem Reisresten, ein bisschen Käse (oder Käse Resten) und einem Ei, forme ich Nocken. Diese paniere ich klassisch in Mehl, Ei und Bröseln. In Fett raus gebacken (könnt ihr auch in den Backofen geben, mit Öl bepinseln) schmecken diese kleinen Dinger teuflisch gut.

Als Snack fürs Bento oder zum Abendessen.

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 72

29. September 2021

Anko mit Sauerrahm und Erdbeeren (oder Himbeeren)

Während ich mal wieder ein bisschen Zeit haben und meine Fotos vom letzten Sommer am Laptop sortiere, kommen mir einige Gerichte unter, für welche ich wohl keine Zeit hatte, sie zu „verbloggen“. Das macht aber nichts. Im Herbst und langsam angehenden Winter die eine oder andere Sommerköstlichkeit zuzubereiten hat noch immer gut getan.

Und ja, natürlich, saisonal. Ich weiß schon. Manchmal ist uns zum Feiern zu mute – so mir auch heute, also habe ich mir wohl statt Erdbeeren Himbeeren gekauft, aber diese schmecken sowas von richtig gut…

Dazu Anko (eine süße, japanische rote Bohnen Paste) und Sauerrahm. Manchmal verwende ich auch Schlagobers … aus der Sprühdose (Himmel schmeckt das gut!). Ich weiß, schon wieder ein schreckliches „no go“, aber… ich mag es einfach gern. Wieso auch nicht. Sündigen tun wir alle. Irgendwie. Ab und an. Ohne wäre das Leben viel zu langweilig.

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 71

27. September 2021

Bagel

Ich habe ihn mit Tamagoyaki ( https://www.diezettl.at/leibspeis-nr/ ), Eisbergsalat und Käse gefüllt. Anfangs hatte ich ein bisschen Sorge, dass diese Kombination nicht schmecken würde. Mit meiner einizgartigen Sauerrahm Remoulade möchte ich aber keinen Genussmoment missen.

Probieren geht eben über studieren

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 70

25. September 2021

Gnocchi mit Pilzen

Frische, selbst gemachte Gnocchi sind ein Hit. Leider habe ich immer weniger Zeit dafür, deshalb nehme ich mir zumindest für die Sauce darauf mehr Zeit. Kürzlich habe ich eine Packung Spinat Gnocchi ergattert, dazu Bio Champignons gekauft, diese in zwei roten Zwiebeln angebraten, mit Mirin, Sojasauce und Reisessig mariniert.

Eine wirklich würdige, feine Speise für ein schnelles Abendessen.

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 69

23. September 2021

Inari

Gefüllte Tofutaschen mit Reis. Geschmacklich aufgewertet wird diese einzigartige japanische Speise durch unterschiedliche Füllungen.

Die Tofutaschen auseinander zu bekommen ist eine Fuzzelei, das muss ich gestehen. Aber es zahlt sich aus. Zuerst fülle ich sie mit frischer Avocado in kleine, dünne Streifen geschnitten, oder mit dünnen Streifen angebratenen Lachs oder gebratenen Zwiebeln. Danach kommt Sushi Reis hinein.

Mein Grazer Lieblingslokal – das Toshi – füllt Inari mit Tempurateig und dann mit div. Köstlichkeiten.

Aber vorsicht! Inari macht süchtig. Der süße Geschmack (die Taschen sind in Mirin eingelegt) veranlasst zum Genuss über den Hunger hinaus. Sake dazu genießen ist fast schon Pflicht. Für uns zumindest.

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 68

20. September 2021

Hilfe zur Selbsthilfe.

Einen Namen werde ich mir nie merken… Nämlich jenen dieser Blüte. Deshalb dachte ich, ich schreibe einen Blog darüber – vielleicht hilft es mir und ich merke ihn mir endlich. Wir haben sie im Garten und lieben den Geschmack der Blätter und der Blüte. Die Kapuzinerkresse. Kapuzinerkresse sieht nicht nur nett aus, sie lässt sich auch wunderbar verarbeiten. In diesem Fall zu einem Salat. Die Idee dazu hatte mein Stiefpapa, als wir wieder am Hochbeet standen und die Blätter kosteten. Ein paar habe ich nun in meinen fabulösen Salat der 1000 Aromen verarbeitet. Das Rezept: Mizuna Salat, Vogerl Salat, Kapuzinerkresse, fein gewürfelt gelbe Paprika, kleine Cocktail Tomaten, Marillenkernöl, Acetto Balsamcio Bianco und als Tüpfelchen auf dem „i“ noch Cipotle. Ein bisschen Salz und ein neutraler Pfeffer dürfen nicht fehlen, wobei ich finde, dass die Kresse sehr viel Aroma hat und sie nicht übertrumpft werden sollte.

PS. Nach dem Schreiben dieser Geschichte und wenige Tage später bearbeiten und speichern der Fotos… ist mir der Name schon wieder nicht eingefallen. Selbst mit Eselsbrücken nicht. Es soll einfach nicht sein!

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 67

17. September 2021

Onigiri 

Ein japanisches Gericht, das ihr ob als Bällchen Form oder wie ich sie bevorzugt mache, als Dreiecke, mit Zutaten eurer Wahl füllt und mit einem Stück Nori ummantelt oder mit ausgestanzten Nori Blättern verziert.

Womit ihr sie füllt bleibt euch überlassen. Viel Anklang finden sie gefüllt mit Thunfisch und Frischkäse. Einige wenige habe ich damit probiert. Begeistert hat es mich nicht, aber wohl auch deshalb, da ich keinen Thunfisch vertrage und meine unstillbare Neugierde daran schuld war, dass ich Onigiri damit zubereiten wollte.

Mittlerweile habe ich „meine“ Füllung für uns gefunden. Avocado, Röstzwiebel, Furikake, Frischkäse. Die Süße Variante mag ich total gern mit Erdnussbutter oder einer süßen Kürbispaste (Rezept folgt!). Zudem hatte ich einige Tage davor Daikon Samen (Rettichsprosse) angesetzt, um diese als Garnitur (und später fürs Butterbrot) zu verwenden. Ich mag die Schärfe und Klarheit der Sprossen und verwende sie fortan in meiner Küche. Ganz allgemein sei erwähnt, dass ich Sprossen in der Winterküche unabkömmlich empfinde.

Für die Onigiri habe ich Sushi Reis zubereitet. Wie dieser wirklich richtig richtig gut gemacht wird habe ich noch nicht geschafft. Immerhin wird er immer besser, da ich mir mir eine Hangiri Holzschüssel gekauft, wo er nach dem Kochen rasten darf und gebe beim Kochen ein bisschen Reisessig und Mirin in den Reis. Für die richtige Form habe ich mir eine spezielle Form für Onigiri gekauft. Also ein paar Investitionen, muss ich gestehen, habe ich in den letzten Monaten für meine Experimente getätigt. Wenn ihr einen Geschmack / Form wollt, der/die möglichst authentisch ist, dann zahlt sich diese tatsächlich aus.

Itadakimasu

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 66

14. September 2021

Süße Kürbisblüte in Palatschinkenteig eingebettet in Blätterteig

Geschichte Teil 2

Pünktlich rund um sieben Uhr weckt mich der „sanfte Wiegenklang“ 😉 aus der Nachbarschaft. Das dauert nie lange. Hat es mich anfangs genervt, so finde ich es mittlerweile lustig, da eh immer alles gleich abläuft und nie lange dauert. Irgendwie ist es ja auch praktisch, denn ich brauche mir keinen Wecker stellen. Auf manche Dinge ist eben 100% Verlass. So auch an diesem Samstag! Das macht es mir dann auch möglich, pünktlich um 09:00 beim Fahrradverleih des Grazer Bahnhofs zu sein und mein e-bike voll der Vorfreude entgegennehme. Die Formalitäten sind schnell abgewickelt. Für all jene die es interessiert:

Ein e-bike kostet € 25,- pro Tag, € 45,- pro Wochenende. Dazu kommen € 200,- Kaution in bar (die bekommt ihr zurück). Mein Start: Der Grazer Bahnhof. Mein Ziel: Ehrenhausen in der Süd-Steiermark In Kilometer pro Strecke ca. 48 Ihr fahrt auf einem durchgehenden Fahrradweg entlang der Mur.

Das e-bike wollte ich deshalb, da ich schon so viel darüber gehört und gelesen hatte, aber noch nie eines gefahren war. Ich war neugierig und wollte wissen, wie sich meine „Hausstrecke“ damit befahren lässt. Als ich aus dem Getümmel der Stadt draußen war habe ich mich langsam an das „e“ herangetastet, mich in den „eco“ Modus gewagt und diesen bis zum „turbo“ Modus gesteigert. Mit dem Turbo dachte ich zu fliegen. Das ging mir eindeutig zu schnell.

Lange Rede kurzer Sinn: Das Ding ist geil. Ich habe es bis Ehrenhaus so gut wie nie gebraucht, dafür bin ich den Retourweg fast nur im „turbo“ Modus gefahren. Ich mag Flussaufwärts fahren überhaupt nicht, aber mit einem e-bike scheint es eine leichte Übung zu sein. Gesamt habe ich fast 100 km geschafft, war in Ehrenhausen beim Kirchwirt gut essen, habe einen Stopp an der Strandbar vom Wildoner See eingelegt – inkl. kurzem Schwumm. Am Fahrradweg selbst gibt es überall gute Labestationen. Ob vom Automaten oder persönlich in einer Buschenschänke oder bei einem Wirt. Halt habe ich übrigens beim Automaten der Buschenschank „Zach“ gemacht und am Retourweg gönnte ich mir zwei Bier zum Mitnehmen bei der kleinen Privatbrauerei Forstner (meine Tochter hat sich gefreut).

Ich war hundemüde, aber nicht klassisch ausgepowert, wie ich das für üblich von längeren Radtouren gewohnt bin. Der Gewöhnungseffekt ist riesig, habe ich heute (Sonntag) festgestellt. Ich musste mit meinem Fahrrad eine kleine Tour machen und fand es schrecklich ungewohnt auf so einem kleinen, filigranen Drahtesel zu sitzen. Trotzdem – das e-bike werde ich mir zu meinem 50. Geburtstag wünschen. Bis dahin ist noch ein bisschen Zeit meine Kondition auf den „Normalos“ zu erproben.

Kürbisblüte süß

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5-6 Kürbisblüten2 geschälte Feigen (oder ihr bekommt sie in Bio Qualität)Ribiseln (oder andere rote Früchte zwecks Garnitur und Geschmack)

1 Packung Blätterteig 1 Becher Sauerrahm 1 Becher Frischkäse 2 Eier Zucker Zimt Palatschinkenteig (Mehl, Milch, Ei)

Die Kürbisblüten (oder Zucchini oder andere) von den Stielen befreien, waschen und mit Küchenrolle trocken tupfen. Den Palatschinkenteig anrühren und die Blüten darin durchziehen. Diese in Öl herausbacken und abtropfen lassen. Die Feigen schälen und gemeinsam mit den Blüten am ausgerollten Blätterteig verteilen. Die Sauerrahm, Frischkäse, Ei, Zucker und Zimt Mischung vorsichtig darüber gießen. Dann obliegt es eurem Geschmack. Ich habe den Teig zugeklappt. Er ging, wie ihr am Foto vernehmen könnt, wunderbar auf macht diese einzigartige Nachspeise noch etwas knuspriger. Widererwarten – ich habe das Rezept einfach so für mich probiert, haben auch die Blüten, trotz der Sauerrahmmischung, nicht zu matschig geschmeckt. Es war rund um eine sehr harmonische Nachspeise.

Alle Rezepte, Leibspeis

Leibspeis Nr 64

5. September 2021

Blätterteig mit Früchten

Blätterteig, Feigen, Ribiseln und Brösel-Zwiebel. Vanilleeis.

Einfach, schmackhaft, Reste verwertend. Funktioniert sicher mit anderen Früchten auch gut.

Add Brösel-Zwiebeln: War ein Versuch. Altes Brot frisch gerieben, rote Zwiebeln die verbraucht werden mussten. 1 EL Butter, Zwiebeln in Streifen geschnitten, darin angebraten, Brösel darüber und gut miteinander verrühren. Mögen nicht alle – aber die, die es mögen, haben „meinen Geschmack 😉“!

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 63

3. September 2021

Polenta mit Eierschwammerl

Dazu möchte ich gar nicht viel sagen, da diese Leibspeis selbstredend ist.

Auf Polenta gehören Eierschwammerl und auf Polenta mit Eierschwammerl gehört Parmesan. Viel Parmesan.

Dieser kommt bei mir eigentlich auch in die Polenta, aber meine eine Tochter isst keinen Parmesan mehr, also darf extra viel Butter in die Polenta. Cremig muss sie sein und dann darf sie im Backofen noch ein bisschen kross gebacken werden. Für die Eierschwammerl durchforstet mein Papa Jahr für Jahr die steirischen Wälder und bringt mir welche vorbei. Er freut sich, dass er in der Natur ist und ich, dass ich diese Köstlichkeit geschenkt bekomme.

Schön, dass mein Papa noch so fit ist!

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 62

1. September 2021

Tamagoyaki

Der letzte Eintrag ist nun wieder einige Zeit her, aber ich gestehe, manchmal habe ich einfach keine Lust zum Schreiben. Andere Dinge haben Vorrang. Meine Kinder zum Beispiel oder Hörbücher oder einfach nur Zeit für mich, zum Nachdenken.

Nun ist es wieder so weit. Der alte Elan ist zurück. Die Schule beginnt in Bälde – für die nächsten neun Monate auch für mich. Ich werde eine neue Ausbildung starten und freue mich riesig darauf. Ein paar Tage Urlaub hatte ich diesen Sommer ausnahmsweise auch. Das war, ob einiger unsicherer Begebenheiten, bis zum letzten Moment tatsächlich nicht fix.

Und weil ich gerade über den Urlaub schreibe. Wenn ich, und sei es nur nach Wien, oder einen Tag in die Berge fahre, dann nie ohne meiner „Bento Box“. Meine Boxen sind leider selten herzeigbar. Sie bestehen aus vielen einzelnen Elementen. Aus welchen werde ich euch in den nächsten Blogs gerne zeigen. Heute: Tamagoyaki (japanisches Omelett)

Damit mir diese perfekt gelingen, habe ich mir eine rechteckige Pfanne gekauft. Diese hat sich mittlerweile mehr als amortisiert. Einmal wöchentlich mache ich damit mein Tamagoyaki. Ob für die Box oder einfach so zum Naschen. Ich glaube, ich bin ein bisschen süchtig!

Mein erster Tamagoyaki Versuch

Ich braucht dafür 4 Eier, 1 TL Mirin, ½ Reisessig, 1 Tl Sojasauce und bestenfalls ein bisschen Sake. Alle Zutaten miteinander verquirlen und schichtweise in die Pfanne gießen. Mein Tipp – auf kleiner Flamme oder am Elektroherd mit der kleinsten Temperatur starten. Möglichst dünne Schichten an Ei eingießen, mit einer Spachtel einrollen und die nächste Schicht eingießen. Mein nächster Tipp ist kompliziert zu erklären, aber ich versuche es: Sobald eine Rolle sichtbar ist, reißt das Verbindungsende gerne ein. Wenn ich also das Ei eingieße, dann gebe ich rund um das Ende zur Verbindung die meiste Menge hin. Damit hält es bei mir besser.

Mittlerweile ist es fast schon Routine. Ich mag es gern mit Sprossen – hier am Foto seht ihr Daikon Sprossen

Nachdem die Rolle große genug ist, wird sie in quer in zirka zwei Zentimeter große Stücke geschnitten.

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Ein Querschnitt vom Titelbild
Alle Rezepte, Leibspeis

Leibspeis Nr 61

13. Juni 2021

Vatertag!

Ich hatte die Überschrift gesetzt, zu schreiben begonnen, alles gelöscht, wieder geschrieben, wieder gelöscht. So geht es mir manchmal, wenn ich über ein Thema schreiben möchte, über das ich viel zu sagen habe, aber es letztlich für mich behalten sollte.

Ich hab meinen Papa lieb. Wir waren nicht immer gut befreundet, aber wir haben uns versöhnt, haben eine eigene Form des „friedlichen Miteinanders“ für uns gefunden. Das tut gut und gibt mir Kraft. Papa und ich gehen so oft es uns möglich ist miteinander spazieren, erzählen uns vom Alltag, versuchen Beurteilungen aus den Gesprächen zu lassen, gehen unguten Themen aus dem Weg und sind beim Verabschieden immer dankbar, dass wir diese Zeit miteinander hatten.

Manchmal tut es mir ein bisschen weh zu sehen, wie er immer älter wird. Wir haben zu Hause eine Wand mit Familienfotos. Darauf sehe ich ihn täglich als jungen Mann. Er sah gut aus. Mein Papa.

Tut er immer noch, aber anders. Manchmal meine ich Eigenschaften von ihm in meiner jüngsten Tochter zu erkennen. Das macht mich immer ganz froh, denn sie ist schlau und kann irre gut verhandeln. Das konnte mein Papa auch. Darin war er wirklich mein großes Vorbild!

Alles Gute an euch Papas!

Rezept:

350 g Mehl (oder Gran Semola) 1 Ei 120 ml rote Rübensaft 1 Packung Schafskäse 100 g Tofu 1 TL Öl Gehackte Walnüsse

Teig:

Die Zutaten für den Teig gut vermengen und kneten bis der Teig glänzt. Dann kurz rasten lassen und mit der Teigmaschine dünne Blätter ausrollen. (Ich habe Lasagneblätter im Pastamaker mit der Lasagne Matrize gemacht).

Füllung:

Schafskäse, fein gehackte Nüsse und Tofu mit der Gabel möglichst klein zerdrücken, sodass ihr eine cremige Konsistenz bekommt. Herzen ausstechen und mit eine Teelöffel die Fülle in die Herzmitte setzen. Das Wasser zum Sieden bringen und die Herzen 3-4 Minuten darin „schwimmen“ lassen. Mit Butter und Parmesan oder Hefeflocken servieren.

Statt dem Tofu könnt ihr natürlich auch Creme Fraiche nehmen und frische Kräuter dazu geben. Ich wollte euch mit dieser Füllung zeigen, dass auch Tofu dafür geeignet ist und tatsächlich auch, in Kombination mit dem Schafskäse, total gut genießbar ist.

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Leibspeis Nr 60

7. Juni 2021

Gefüllter runder Zucchino

Man nehme ein bisschen Gemüse, ein paar selbst gemachte Soba Nudeln und Furikake. Die verschiedenen Gemüse brät man in etwas Öl und Butter, vermengt sie mit den Nudeln, füllt sie in einen ausgehölten runden Zucchino (der im Backofen weich geschmort wurde) und richtet diese schnelle, feine Köstlichkeit in der Lieblingsschale an.

Ich bin Jahreszeiten bedingt ein großer Fan von gebratenen Radieschen, Fenchel, Jungzwiebeln und Karotten. Ihr könnt aber alles nehmen, das für euch stimmig ist.

Hauptsache es schmeckt.

Rezept für die Soba Nudeln: Ich kaufe dafür „Heidenmehl“, das ist Buchweizenmehl. Kleine gelbe Packung. 2/3 Buchweizen (Heidenmehl), 1/3 Weizenmehl, eine Prise Salz. Wasser laut Angabe des Pastamakers. Wenn die Nudeln zu brüchig sind, dann gebt noch einen Schuss Wasser dazu oder lasst sie im Pastamaker noch ein zweites Mal durch kneten. Wenn ihr keinen Pastamaker habt, dann funktioniert es bestimmt auch von Hand geknetet und geschnitten.

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Kärnten!

6. Juni 2021

Eigentlich könnte ich momentan einen Liebesbrief nach dem anderen schreiben. ER tut mir gut und das schon ziemlich viele Jahre.

Doch könnte ich heute ebenso gut einen Liebesbrief an Kärnten schreiben. Wieso erfahrt ihr ein bisschen weiter unten.

Einmal im Jahr, so hat sich das Ritual eingespielt, plane ich ein verlängertes Wochenende in Kärnten. Für üblich mit den Kindern. Dieses Jahr wollten die beiden daheim bleiben, somit fuhr ich allein an den Ossiacher See.

Anfangs hatte ich wirklich Angst mir würde zu langweilig werden, ich würde mit niemanden ins Gespräch kommen und depressiv rum sitzen oder Liebesbriefe schreiben. Es kam, wie so oft im Leben, ganz anders als erwartet.

Die Anreise war eine kleine Umsteigeherausforderung. Das Fahrrad allein in den Zug hieven zählt nicht unbedingt zu dem bequemsten Reiseerfahrungen. Scheinbar halten sich die Zugbegleiter immer, aber wirklich immer, am anderen Ende des Zuges auf, wenn sie lesen, dass Radabstellplätze reserviert wurden. (Passiert mir am Weg nach Wien/Graz immer!). Von Villach weg bin ich ohne den ÖBB und nur mit dem Fahrrad weitergereist. Bis nach Sattendorf am Ossiacher See. Ab Villach kam mir übrigens nur noch ein Wort in den Sinn:

Ich war „geflashed“. Vom großen Bahnhof, den freundlichen Leuten – es gibt tatsächlich eine Steigerung zu Graz, vom unglaublich netten Brief meiner Vermieterin, vom Apartment selbst – irre wie gemütlich und komfortabel es eingerichtet ist, usw… Die Liste zieht sich nun die Tage quasi durch.

Kärnten „flashed“!

Ans Schweigen musste ich mich aber erst gewöhnen. Nicht meine Lieblingsdisziplin! Sattendorf hat leider nicht viel zu bieten – kulinarisch meine ich. Somit schwang ich mich kurz nach der Ankunft wieder aufs Rad und fuhr nach Bodensdorf, um einkaufen zu gehen und um mir auch ein Bad im See zu gönnen. Mit rund 15-17 Grad hat er genau „meine“ Temperatur zum Schwimmen. Was für ein Gefühl.

Meine Devise beim Alleinreisen: Kleines, schnelles Abendessen kochen und früh schlafen gehen. Abends allein herum zu sitzen, schweigend, das ist nicht so mein Ding. Schon gar nicht in einem Restaurant. Das es hier in Sattendorf ohnedies nicht gibt.

Um fünf Uhr dreißig am nächsten Morgen bin ich wach und möchte mich bewegen.

„Das Maibachl“ ist einer der Orte, die man gesehen haben sollte, wenn man in der Gegend ist, finde ich heraus. Direkt mit den ÖBB von Sattendorf nach Warmbad Villach, in 20 Minuten. 10 Minuten, per pedes, vom Bahnhof entfernt, komme ich an diesem magischen Ort an. Das Maibachl sind zwei natürliche Thermalwasserbecken. Es füllt sich nur zwischen April und Mai und ist eine ganz besondere Attraktion in der Region.

Anfangs sind noch einige Menschen im Wasser, aber bald bin ich fast allein. Übrig bleibt eine Villacherin und ich. Mein Schweigen wurde gebrochen. Wir führten ein ausgesprochen nettes Gespräch. Das tat, um acht Uhr in der Früh, total gut. Schweren Herzens löse ich mich von diesem Ort und begebe mich zu Fuß, Richtung Villach. Nach gut zwanzig gemütlichen Minuten erreiche ich das Stadt Zentrum und bin „geflashed“. Dieses Städtchen ist ein kleines Juwel.

Ich bin hungrig und durstig und möchte frühstücken gehen. Mein Problem: Ich kann mich, wenn ich in einer neuen Stadt bin, nie entscheiden wo ich essen möchte. Das hat schon vielen Begleitern den letzten Nerv geraubt. Ich brauche zirka weitere dreißig Minuten, bis ich mich endlich entschieden habe, wo ich frühstücken möchte.

Immerhin war dies das erste große Frühstück nach dem Lockdown für mich. Ich wollte ein besonders nettes Café finden. War es letztlich nicht. Falsche Wahl. Auch egal. Ich blieb dennoch bis zum Nachmittag in Villach. Hier zu schlendern fühlt sich sehr italienisch an. Ein bisschen „Windows Shopping“ und zufällig am Bio-Markt vorbei kommen. Dort spricht mich ein Standl ganz besonders an.

Joghurts in unzähligen verschiedenen Geschmacksrichtungen. „Bester Freund“ von Höfers Naturköstlichkeiten. Ich bin geflashed. Dieses Joghurt ist alles! Ich koste alle drei gekauften Sorten später in meiner Unterkunft. So gutes Joghurt habe ich noch nie gegessen. Den Abend verbringe ich schweigend und kochend in der Unterkunft.

Tag drei: Wieder bin ich um fünf Uhr dreißig wach. In den Tourismus Informationen zum Finsterbacher Wasserfall steht geschrieben, dass man früh morgens dort sein soll. Da sich dieser Wasserfall quasi hinter meiner Haustür befindet, mache ich mich, gleich nach dem ersten Kaffee, auf den Weg dorthin. Was für eine Naturschönheit und niemand, absolut niemand, ist auf die Idee gekommen auch so früh die drei Wasserfälle zu bestaunen.

Ganz allein unterwegs zu sein bekommt eine ungeahnte Qualität. Langsam komme ich bei mir an. Das ist wirklich fein. Ich bleibe noch relativ lange beim letzten Wasserfall, setze mich auf einen Stein und werde ein bisschen melancholisch. Abgesehen davon, dass mir ein Mensch aktuell besonders fehlt, waren die letzten zwei Jahre eine große Herausforderung für mich, die ich, so finde ich, gut gemeistert habe. Ich fühle mich stark und klar. Mit diesem Gefühl geht es zurück zur Unterkunft.

Nach einem ausgiebigen Frühstück und ein bisschen lesen fahre ich mit dem Rad nach Ossiach. Vorbei am Bleistätter Moor. Zurück geht es wieder über Bodensdorf und einem kurzen Schwumm im See (das Seebad in diesem Ort ist frei zugänglich). Die Erfrischung tut wohl und macht mich angenehm zufrieden. Danach gönne ich mir Pommes und einen Spritzwein im Strandcafé. Ein Klassiker!

Die letzten vier Kilometer nach Sattendorf schwebe ich nahezu am Rad. Mit dem ersten Donnergroll bin ich im Apartment angekommen und somit einem richtig heftigen Regenguss entgangen. Welch Glück! Auch heute koche ich wieder für mich und ich freue mich, dass ich schweigen darf.

Doch habe ich auch einen wichtigen Teil für mich noch nicht erledigt. Ich kam hier her, um ein bisschen über meine Zukunft nachzudenken, ungestört Zeit zum Schreiben zu haben. Hm, das war wohl nichts. Kaum bin ich angekommen, muss ich morgen schon wieder abreisen.

In Kärnten Urlaub zu machen ist ein großes Privileg. So viel unsagbar schöne Natur, die freundlichen Menschen, die immer ein Lachen auf den Lippen haben, dieser Dialekt und überhaupt. Ich freu mich auf nächstes Jahr. Egal ob allein, mit meinen Kindern oder mit meinem Lieblingsmensch.

Kärnten „flashed“!

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 59

26. Mai 2021

Bento Me 4

Wie ihr sehen könnt, ich übe. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, aber gutes Essen ist alles, also zahlt sich die Mühe aus. Mein Bento heute besteht aus selbst gemachten Udon Nudeln, Dashi, Sojasauce, Zucker, gebratenen Radieschen und meinem Meeresfrüchte Furikake. Die Nudeln mache ich mit meinem Pastamaker inkl. integrierter Waage, deshalb schauen sie so gleichmäßig und wie gekauft aus. Schmecken jedoch, wie selbst gemachte Udon Nudeln schmecken. Vorzüglich!

Ich nehme für die Nudeln:

225 g Weizenmehl, Salz und 90 ml Wasser (zirka – verlasse mich auf die Anzeige meines Pastamakers). Eine groß löchrige Matrize für den Auswurf und sie sind in 10 Minuten fertig. Mein Nudelwasser, bei selbst gemachten Nudeln, kocht nicht, sondern siedet. Das ist sanfter und so bleiben sie ganz.

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 58

23. Mai 2021

Lenas Sticky Tofu, quasi ihr „Signature Dish“

Lena ist meine Tochter. 18 Jahre, Vegetarierin, Schülerin der Grazer Ortweinschule im Fotografiezweig und bestes Kind (nebst ihrer Schwester) ever. Abgesehen davon, dass ich bestimmt größter Fan ihrer Fotos bin (die nicht hier am Blog zu finden sind), bin ich auch noch der größte Fan ihrer Kochkünste. Sie kann wirklich richtig gut kochen und backen. Chapeau! Ich darf übrigens nicht zu viel von ihr schwärmen, das mag Lena nicht und darauf nehme ich gern Rücksicht. Es geht hier außerdem ums Essen nicht um Mutter Freuden.

Lena liebt in Teriyaki Sauce getränkte Speisen (das hat sie definitiv von mir), ohne Fleisch. Also musste ein Ersatz her. Sie hat viel probiert, bis sie nun dieses Rezept mit Tofu gefunden hat. Anfangs war ich skeptisch, da ich Tofu wirklich nicht mag und eigentlich noch nirgendwo schmackhaft gegessen habe. Wie so oft im Leben hat mich meine Tochter eines Besseren belehrt und mich zum Gaumenstaunen gebracht.

Sticky Tofu

200 g geräucherter Tofu (zum Probieren reicht diese Mengenangabe. Wir machen mittlerweile immer die doppelte Menge)

1 EL Ahornsirup (den braucht es wirklich für den einzigartigen Geschmack!)

1 TL Sesamöl

Den Tofu würfelig schneiden und mit den beiden Zutaten 12 Stunden ziehen lassen und abseihen.

Danach wendet ihr den Tofu in: 2 EL Kartoffelstärke 1 EL Sesam

Und bratet ihn in 2 EL erhitzen Sesamöl raus.

Danach wird er mit: 1 EL Sesamöl 3 EL Soja Sauce 1 EL Reisessig 1 EL Ahornsirup 2 EL braunen Zucker und etwas Knoblauchpulver mariniert und lauwarm serviert.

Dazu essen wir Reis. Die Menge reicht als Vorspeise für 3 Personen, als Hauptspeise für 2 die bereits eine Vorspeise hatten und als Hauptspeise für 1 hungrige Person (ich schreibe aus Erfahrung!).

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 57

21. Mai 2021

Vietnamesische Pizza

Das Ding ist teuflisch gut!

Ihr braucht lediglich ein essbares Reispapier (kennt ihr sicher von Sommerrollen) und ein Ei. Für den Belag nehmt ihr Zutaten die ihr gut findet. In meinem Fall waren es Frühlingszwiebeln, Röstschalotten und Furikake. In eine beschichtete Pfanne kommt das Reisblatt und darauf ein verquirltes Ei. Das lasst ihr langsam anbraten und würzt es mit euren Zutaten.

Das wars! So einfach, so gut. Was ihr beachten müsst ist: Dass die Pfanne zu Beginn nicht zu heiß ist, da das Reisblatt recht leicht anbrennt. Sie darf aber auch nicht zu kalt sein, da das Ei das Blatt schnell letschert macht. Also ein bisschen mit der Hitze spielen und ihr werdet die perfekten „Vietnamesische Pizza Köche“.

Dazu ein lauwarmer Sake oder Wasser, das geht immer.

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 56

19. Mai 2021

Furikake und Dashi

Hättat i, tattat i, warad i … Hätte ich als junges Mädchen meinem Reisedrang nach Asien mehr Beachtung geschenkt, dann wäre wohl die Strecke Moskau/Wladiwostok und von dort weiter mit der Fähre nach Japan meine erste Wahl gewesen. Es wäre für mich ein Kulturschock par excellence gewesen, aber ich hätte nach dieser Reise mein Leben wohl komplett anders gestaltet.  

Diese Küche ist klar, authentisch und frisch. Das soll sich auch in meinen Rezepten spiegeln. So, dass ihr sie mit Leichtigkeit nachkochen könnt. In den nächsten Blogs dürfen meine „Models“ über den Laufsteg laufen. Starten werde ich mit Furikake und Dashi.

FURIKAKE Ein Gewürz für Reisgerichte. Ich verwende es aber mittlerweile für fast alles. Furikake ist das erste Gewürz, das ich vor einigen Wochen probiert habe. In Stevan Pauls Kochbuch „Meine Grüne Japanische Küche“ habe ich weitere Inspiration dafür gefunden und am Wochenende zwei neue Varianten probiert.

Basis Zutaten: Sesam, Nori, Salz und getrocknetes Gemüse, Fisch (Bonitoflocken) /Meeresfrüchte oder Miso. Ergänzend könnt ihr Wasabipulver, Chiliflocken, Zucker zufügen.

Meine „mis en place“:

Gedörrtes Gemüse Das ich im Dörrautomat (Ofen passt natürlich auch) einige Stunden trocknen lasse. Bisher hat Karotte, Spinat und Zwiebel sehr gut funktioniert. Zucchini ist als nächstes an der Reihe. Bio Shrimps vorab in dünne Scheiben geschnitten und anschließend gedörrt hat sensationell gut funktioniert – das hatte ich ehrlich nicht erwartet. Miso (Dank der Anleitung von Stevan Paul) auf ein Backpapier gestrichen und im Ofen trocknen lassen. Sesam röste ich in einer beschichteten Pfanne an, füge etwas Salz dazu und lasse ihn auskühlen. Nori Blätter schneide ich möglichst klein.

Danach werden meine Wunschzutaten – je nachdem für was ich mein Furikake verwenden möchte, in der Gewürzmühle miteinander vermahlen. Zum Schluss kommt immer noch ein Teelöffel ganzer gerösteter Sesam dazu (finde das fürs Auge einfach nett).

Bezüglich der Mengenangaben: Ich kann dazu schwer etwas sagen – leider. Ich habe bisher immer ca. 100 g Sesam genommen und dann während des Mahlens andere Zutaten dazu gefügt. Immer mit weniger anfangen, um im Prozess mehr zufügen zu können. Zum Beispiel braucht ihr, wenn ihr ein Miso Furikake macht kein Salz im gerösteten Sesam.

DASHI

Eigentlich ein Fischsud, aber mittlerweile gibt es im Netz unzählige vegetarische Abwandlungsmöglichkeiten. Dashi wird als Grundlade für Miso, Dressings, Saucen und vieles mehr verwendet. Ich nehme es auch zum Ablöschen, wenn ich Gemüse anbrate oder gebe einen kleinen Schuss sowohl ins Reiswasser, als auch ins Nudelwasser. Es schmeckt sooooo gut. Frisches vegetarisches Dashi ist …Gaumenkino. Ehrlich. Und gelingt zudem wirklich leicht!

Für den ersten Versuch empfehle ich euch: 3 Shiitake Pilze, 2 Streifen (10×4 cm) Kombu, 500 ml kaltes Wasser. Pilz und Kombu in kaltem Wasser auf möglichst genau 60 Grad langsam erhitzen, vom Herd nehmen und zugedeckt mindestens 30 Minuten ziehen lassen.

Beim zweiten Versuch habe ich es bereits zwei Stunden ziehen lassen. Vielleicht zu lang, aber der Geschmack war einfach ein Wahnsinn. Danach abseihen und im Kühlschrank bis zum Gebrauch kühlen. Die Pilze könnt ihr klein schneiden und zu Udon oder im Ramen essen. Auf keinen Fall wegschmeißen!

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 55

17. Mai 2021

Bester Rotkrautsalat der Welt!

Ich hatte vor einiger Zeit meine „Rotkrautphase“. Roh als Salat genossen und manchmal lauwarm zu Pasta, etc… Meine Küchenmaschine war damals quasi im Dauereinsatz, um das Kraut möglichst fein zu schneiden. Sobald dies geschehen war, kam es in einen großen Topf, wurde mit: Zitronensaft, Zucker, Sesam Öl, Sojasauce vermengt und meiner Gewürzempfehlung* (diese lest ihr nun immer am Ende des Textes) mariniert. Zwei, drei Tage zugedeckt an einem kühlen Ort ziehen lassen. Wenn ihr eine Mango bei Hand habt, könnt ihr diese vor dem Servieren noch rein schneiden. Sie macht den Salat zu einem Gedicht! Rotkraut, finde ich, ist ein Allrounder. Ich mag es im Sandwich ebenso, wie in Reisnudeln im Bento.

Kürzlich habe ich den Salat warm gemacht und ihn mit Gnocchi in Butter angebraten. Himmlisch ist untertrieben. Jedoch eher ein Gericht für den Herbst – vor allem mit diesem gutaussehenden Herrn an meiner Seite (siehe Foto). Ein sehr netter, feiner Wein. Wasser geht natürlich auch immer!

Meine Gewürzempfehlung zu diesem Gericht: Salz, Pfeffer und einer sensationellen Gewürzmischung von „Grünberg Gewürzmanufaktur für Tofu“. Inhalt: Thymian, Koriandersaat, Fenchel, Rosmarin, Lemongras, Kurkuma, Chiliflocken, Senfsaat und Bockshornklee.

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 54

14. Mai 2021

Polenta mit Erdbeeren

Im ersten Lockdown hab ich einmal diese köstliche Süßspeise so ganz ohne Rezept versucht zu backen und sie gelang auf Anhieb. Ich hatte das Foto gepostet und wurde sofort gefragt, wie das Rezept lautet.

Hier meine Antwort von damals dazu:

„Ich versuche mich zu erinnern was ich rein gab: Milch mit Vanille aufkochen, Polenta dazu, ca. 1,5 EL Mascarpone, 1 EL Butter und ein bisschen Zucker. Alles gut verrühren, kurz abkühlen lassen und 2,3 Eier unterheben – habe echt keine Ahnung mehr wie viele. Aufs Blech streichen, Erdbeeren drauf legen (sinken dann ein bisschen ein), im Ofen ca. 15 Minuten backen. Raus nehmen, den Eischaum drüber streichen, Staubzucker darüber und bei rund 150 Grad 30 Minuten backen. Die letzten 2-3 Minuten nur Oberhitze nehmen (bei 170 Grad) und nicht aus den Augen lassen. Voilá!“

Das ist das Feine an den Sozialen Medien – sie merken sich so ziemlich alles (es sei denn, ihr löscht ungute Erinnerungen raus 😉). Ich bin übrigens überzeugt davon, dass dieser Kuchen auch grandios mit Himbeeren oder Heidelbeeren funktioniert. Mutige probieren ihn mit Stachelbeeren.

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 53

11. Mai 2021

Fenchel Carpaccio

Mit der Brotschneidemaschine in hauchdünne Scheiben geschnitten, mariniert mit Olivenöl/Zitronensaft, Salz und Pfeffer und ein bisschen Pimeton. Dazu ein köstliches, getoastetes Toskana Weißbrot und ein feines Glas Wein (oder Wasser, das geht immer).

Buon Appetito!

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 52

9. Mai 2021

Lets get Summertime mit einem Schnittlauchbrot und einem Glas Prosecco       

Zwischendurch, wenn das Leben ein bisschen stressig und schnell erscheint, braucht es hin und wieder eine kleine Pause, ohne gleich vor schlechtem Gewissen in Ohnmacht zu fallen. Wir haben eine total gemütliche, nette Terrasse. Auf diese braucht nur ein bisschen Sonne scheinen und wir sind draußen. Wenn es mir in der Wohnung zu warm wird, kommt es sogar vor, dass ich auf der Terrasse nächtige.

Was gibt es schöneres als Sternenhimmel, ein bisschen Mittelgroßstadtgeräusche und eine Hängematte? Nichts!

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 51

6. Mai 2021

Bento me Teil 3               

Ich habe euch versprochen, dass ich in regelmäßigen Abständen ein Bento posten werde.

Heute habe ich Reste verwertet, quasi. Alles Lebensmittel die ich am Markt gekauft habe, aber nicht mehr lange haltbar sind. Gelbe Karotten, rote Zwiebeln, Spinat und Bärlauch (daran lässt sich mal wieder erkennen, dass ich diesen Blog schon vor einiger Zeit vorbereitet habe) – den könnt ihr natürlich weglassen und durch Knoblauch ersetzen. Die Pasta ist selbst gemacht und war nur noch ein Rest, den wir übrig gelassen hatten – es sind übrigens Conciglie.

All das in einer wunderschönen „Riess Dichtungsdose“. Habe ich denn eigentlich schon erwähnt, dass ich ein sehr großer Fan von Riess Emaille bin? Das hatte schon meine Oma und ich verwende es nun weiter und bin total glücklich mit den Töpfen und Brätern. Die Dichtungsdose, die für mich auch locker als Bento Box überzeugt, ist richtig cool. Speziell für kalte Speisen im Sommer und Salate ist sie eine perfekte Transportdose die ich, wenn ich längere Zeit unterwegs bin, immer mit dabei habe.

Übrigens – keine Bezahlte Werbung, sondern Begeisterung pur, die Sache mit der Firma Riess!

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 50

3. Mai 2021

Knödel mit Ei und Salat

In meiner Kindheit nebst gebackenem Emmentaler die einzige fleischlose Alternative in Wirtshäusern. Heute zum Glück unvorstellbar.

Diese Speise habe ich auf meiner privaten FB Seite schon vor einiger Zeit gepostet – im Blog bin ich immer ein bisschen hinten nach mit den Beiträgen. Jedenfalls ist meinen lieben Freunden dort eingefallen, dass es wohl noch andere Speisen auf der Karte zu finden gab. Man musste mit der Lupe danach suchen, aber immerhin!

Knödel mit Ei ging immer und wurde meist am Montag oder Dienstag von der Oma gemacht, wenn denn noch Knödel vom Sonntags Schweinsbraten übrig waren!

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 49

1. Mai 2021

Früher war ich der absolut festen Überzeugung, dass alle Frauen ab Vierzig komisch werden. Sie stellen ihre Essgewohnheiten um – essen nur noch vegetarisch, trinken plötzlich keinen Alkohol mehr, besuchen Yogakurse und werden so „erleuchtet“ esoterisch. Ich hab die alle für verrückt und weltfremd gehalten, da ich der Meinung war, dass mit vierzig das Leben wohl noch nicht aufhören wird und wozu dann auf alles, das schmeckt verzichten und sich mit Dehnungsübungen quälen?

Ich war damals um die zwanzig!

Heute bin ich 46 (und kann meine Annahme von damals bestätigen – wir werden eigarartig, komisch, schrullig, langsamer, zurückhaltender, überlegter, naturverbundener). An mir ging der Yogamatten esoterische Spuk trotzdem (bis jetzt!) gänzlich vorbei. Yoga habe ich probiert – ist mir zu ruhig. Esoterik interessiert mich bis heute nicht – ich kann damit nichts anfangen.

Wein, Bier, Whiskey, Amaro, Gin usw…. mag ich immer noch und Fleisch auch. Eigentlich.

Doch dann kam ein Neuroschub und zeitnah einige Bilder (Fotos von Massentierhaltung wurden gezeigt) auf FB – gepostet von Florian Klenk (Falter), die einfach nicht schön waren. Alle beide – der Schub und die Bilder waren Anlass genug, um meinen doch sehr vorbehaltlosen Fleischkonsum zu überdenken.

„Meine“ Neurodermitis verlangt von mir Langsamkeit. In Kombination mit etwas Achtsamkeit bezüglich Ernährung. In meinem konkreten Fall sind es Essgewohnheiten, die sich während des „Corona“ Jahres eingeschlichen haben, wieder komplett zu ändern. Deshalb und weil ich es einfach nicht ertragen kann, wenn ein Tier meinetwegen leiden muss, wird dieser Blog nur noch vegetarische Gerichte für euch herbeizaubern. Ich koche mittlerweile für meine Kinder nur schon fleischlos, aber nun ist es auch für mich so weit und somit auch für den Blog. Denn, wo kein Fleisch gekauft wird, kann es auch nicht verarbeitet werden…

Heute ohne Rezept, das folgt in den nächsten Tagen. Hab schon ein paar sehr nette Rezepte für euch vorbereitet. U.a. natürlich auch wieder Bentos – die in ihrer Gestaltung immer besser werden. Ich übe und übe und übe….

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 48

29. April 2021

Saté Spießchen

Tataaaaaaaaa mein letzter Blog in dem ich über ein Fleischgericht schreiben werde. Mehr dazu in zwei Tagen!

Irgendwie ist es wohl ein Wink des Schicksals, dass ich genau diese Speise „noch übrig habe“, denn das Foto dafür entstand schon vor ein paar Wochen und war quasi als Platzhalter gedacht. Nun dient es für mich als kleiner Abschiedsblog aus meiner Zeit, in der wir noch Fleisch gegessen haben. Mein Wien Buddy und ich überlegen immer, bevor wir uns sehen, was wir denn essen wollen und wer für welchen Teil der Zubereitung zuständig ist. Dank guter Transportboxen kann ich schon einiges in Graz zum Mitnehmen vorbereiten. Denn, seine Kochkünste in Ehren, aber ich kann einfach manches besser und freu mich, wenn er neue Geschmackserlebnisse erfährt (was manchmal nicht schwer ist).

Da ich bis dato noch keinen Mann traf, der ebenso narrisch nach Erdnusssauce ist wie ich es bin, habe ich das Thema nie erwähnt. Irgendwie sieht auch er nicht so aus, als würde er gerne scharfe Erdnusssauce auf Hendelspießen essen. Ich irrte. Einst erwähne ich in einem Gespräch meine ehemalige indonesische Stiefmama und erzähle ihm, wie gut sie gekocht hat usw… Die Geschichte ist zu lang, um sie weiter zu erzählen. Jedenfalls kommen wir auf Saté zu sprechen und uns einig – die haben viel mit unserer (getrennt voneinander) Jugend zu tun und wir könnten beide darin buchstäblich baden.

Der Wochenendessensplan war somit fix und eine Wonne für den Gaumen!

Als Rezept kann ich euch leider nur sagen was drin ist – aber keine Mengen, da ich das immer mit Abschmecken mache. Anfangs etwas bescheiden sein, abschmecken, wieder ein bisschen dazu geben, wieder abschmecken. Vorsicht ist jedoch geboten, dass ihr nach dem Abschmecken nicht gleich satt seid.

Inhalt: Erdnussbutter – grob, frischer Chili (bei mir kommt ein Ganzer inkl. Samen rein, aber wir essen gern scharf), Reisessig, Sojasauce, Knoblauch (gepresst), ein bisschen Kokosmilch, ein Spritzer Zitronensaft, frischer Koriander und da ich es so gern mag – 2-3 Tropfen Sesamöl. Nach dem Anbraten der Spieße kommt die lauwarme Sauce direkt auf das Fleisch. Dazu serviert ist der Papaya Salat bombastisch köstlich!

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 47

27. April 2021

Gekochtes Rindfleisch

Eines meiner primären Kindheitserinnerungsessen. Ohne Schnick Schnack und trotzdem eine Gaumenfreude. Siedefleisch vom Rind mit viel Gemüse und einer Krensauce. Die Erdäpfel dazu habe ich weggelassen. Das wäre mir zu viele gewesen.

Das Bio Fleisch ist das letzte Stück Fleisch, das sich in meinem Tiefkühler als Vorrat befand. Ab sofort kaufe ich kein Fleisch mehr! Es war wirklich gut, aber ich habe einen Entschluss gefasst und diesen halte ich ein. Mehr dazu in meinem Blog am ersten Mai.

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 46

25. April 2021

Chicken Sandwich

Die Reste vom Feste dazu ein bisschen Grünzeugs und eine herrliche selbstgemachte Cocktail Sauce. Hühnersuppe ist mein Trösterli (gewesen), wenn meine Stimmung ein bisschen trübe ist und ich Kraft brauchte. Da wir das Fleisch nie vollständig aufessen, löse ich es aus und verarbeite(te) das weiße Fleisch gerne zu Salaten oder zu einem köstlichen Sandwich.

Dazu ein bisschen Fenchelgrün, im Ofen gegarter Paprika und viel Sauce als Unterlage und Beilage. Bei derart üppigen Speisen braucht es ein Bier als Durstlöscher – wobei natürlich sei gesagt: Wasser geht immer!

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 45

22. April 2021

Faschierte Fleischspießchen und mini kleine Gewürzkunde

Ich oute mich als kein Fan des Grillens! Irgendetwas drang, wahrscheinlich, in meiner genetischen Veranlagung nicht durch, aber mit einem „netten Grillnachmittag“ könnt ihr mich jagen. Es sei denn, es ist so ein richtig cooles amerikanisches Barbecue mit all dem Zeugs das gut und giftig (für den Körper ist) – irgendwo am Strand oder an einem netten See. Also unbedingt am Wasser, wenn schon!

Wie auch immer, hin und wieder, dann, wenn netter Besuch zu uns kommt – so wie letzten Sommer, tu ich so, als würde ich grillen wollen und hab dann die Kohle zu kaufen vergessen. Also wird das Essen in der Pfanne gebraten. Schmeckt eh ähnlich, finde ich.

Meine Spießchen mit Faschiertem sind an sich nichts das ihr nicht kennt. Davon gehe ich mal aus. Jedoch ist es immer eine Frage des „wie ist das Essen gewürzt“ und da ich immer noch gefragt werde, was denn Schabzigerklee sei und wie ich Faschiertes würzen würde, hier ein paar Ideen:

Baharat – für mich DAS Gewürz für Faschiertes. Ihr bekommt es im gut sortieren Gewürzladen. Tipp: Wichtig ist, es sollte nicht gesalzen sein. Generell nehme ich bevorzugt Gewürzmischungen OHNE Salz. Salz trocknet die Speisen aus, viele vertragen nicht zu viel Salz – meine Tante zum Beispiel darf gar keines essen. Außerdem salze ich bevorzugt selbst nach und – wenn eine Gewürzmischung mit Salz „gestreckt“ ist, dann ergibt es einen anderen Kilo Preis.

Schabzigerklee – eigentlich ein Gewürz aus Südtirol das für Vinschgerl verwendet wird. Ein lieber Freund hat mir dazu eine wunderschöne Kindheitserinnerung erzählt. Für ihn ist Schabzigerklee der Duft seiner Kindheit… aber wieso das so ist erzähle ich euch in einem anderen Blog. Für mich ist der Duft vom Schabzigerklee von Frühling, Wärme, grüne Wiesen geprägt. Ihr solltet ihn jedoch sehr sparsam einsetzen. Er passt in Kombination zu einem aromatischen milden Pfeffer, Petersilie, Feta.

Rosmarin – geht immer im Faschierten und macht es „südlicher“ und leichter.

Orangenschale – frisch gerieben – nur ein Hauch davon. Probiert es aus – vielleicht in Kombination mit Rosmarin, Pfeffer und Pimenton.

Pimentón de la Vera – geräucherter Paprika – jedoch ist Vorsicht geboten – zu viel davon macht euer Essen bitter. Lieber weniger nehmen, abschmecken und dann noch etwas zugeben, wenn ihr meint, dass es zu wenig ist.

Pfeffer – allen voran der Urwaldpfeffer (Voatsiperifery) – der geht immer. Vielleicht darauf achten, dass er Bioqualität hat. Dieser Pfeffer hat ein Aroma, das ihr nie wieder vergessen werdet! Er ist etwas schärfer, erdig und macht aus jedem Gericht etwas ganz Spezielles. Ich mag auch den Kubeben Pfeffer sehr gern, jedoch verklebt dieser schnell mal die Pfeffermühle. Er ist Pfeffer des Jahres 2016 (was es nicht alles gibt…). Ihm wird eine heilsame Wirkung nachgesagt (entzündungshemmend und konzentrationsfördernd). Außerdem sollte er fixer Bestandteil in jeder köstlichen Gewürzmischung des „Ras el Hanout“ sein. Über Pfeffer werde ich noch einen eigenen Blog schreiben. Es gibt so viele spannende Sorten. Außerdem mag ich seine Klarheit und mit unter „leichte“ Dominanz in den Speisen. So weit so gut.

Ich fülle Faschiertes übrigens auch gerne mit Feta und würze es mit Rosmarin. Dieser kommt in Folge auch in das Gemüse und ein paar der Nadeln auch in mein Gin Tonic.

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 44

20. April 2021

Bento me again and again and again…

Ich glaube das Thema ist eines das bleibt. Gestern habe ich extra ein Küchenkasterl für meine neuen Bento Boxen frei gemacht. Ich liebe es Boxen zu kaufen. Entweder finde ich eine nette bei willhaben oder in meinem Lieblingsladen in der Grazer Innenstadt. Spielzeugladen für Erwachsene nenne ich es scherzhaft und ja – ich weiß, damit meinen viele bestimmt eine andere Art von Geschäft, aber ich kann euch garantieren – in dieser Art Laden habe ich noch nie eine Bento Box gesehen 😉.

Eine Bento Box zu befüllen verlangt jedenfalls viel Kreativität und „fuzzel“ Arbeit. Sprich kleine Schälchen befüllen und so in der Schachtel platzieren, dass es ansprechend aussieht, jedoch auch nichts umkippen kann und jeder Millimeter gefüllt ist, ist kein leichtes Unterfangen, aber mit der Zeit klappt es immer besser. Vor allem – ich möchte es, also schaffe ich es auch.

Bento Box mit rohem Rotkraut, Mango und kreativen Maki

Da noch kein Stern vom Himmel gefallen und ich im Blog auch zeigen möchte, dass nicht immer alles 100% funktionieren muss und kann, werde ich im Anhang ein paar Fotos rein stellen die meine Ungeschicklichkeit zeigen…

Wieso nun Bento und nicht Jausen Box?

Weil Bento mehr ist als eine Jause. Im www findet ihr unendlich viele Erklärungen wie ein Bento gestaltet werden soll. Was mir daran gefällt, dass es mehr als eine Jause, aber weniger als ein zu sättigendes Mittagessen ist. Vor allem sind die Boxen meist unterteilt und somit bleibt wenig Platz für die einzelnen Portionen. Ich halte mich auch gern an die Farbgestaltung: weiß, gelb, rot, grün und schwarz sollte in eurer Box immer vorhanden sein.

Bento Box mit köstlichem, scharfem Gurkensalat, Chicken Sandwich, Rotkraut Salat mit Mango, Schokokuchen und Walnüssen

Wenn ich einkaufen gehe ist mein Blick nun auf die Farben gerichtet, die ich für meine Box brauche. Vielleicht ein bisschen schräg, aber mir macht es Spaß. Jedoch lässt sich nicht jede Box unterteilen weshalb ich bei meinen ersten Versuchen der Farbgestaltung den Vorrang gegeben. Das ändert sich nun im Laufe der Zeit. Dies, meine Lieben ist ja auch ein Food Blog, also verrate ich euch natürlich auch meine Rezepte zu den Gerichten.

Heute:

Gegrillte Radieschen

Ich werde sie nie wieder anders essen!

Radieschen waschen, trocknen und in Öl/Butter bei mittlerer Hitze anbraten. Ich gebe je nach weiterem Gebrauch noch Zwiebeln, Pilze und Gewürze dazu. Was in meiner Küche speziell beim Gemüse täglich verwendet wird ist eine Prise Schabzigerklee. Ich liebe das Aroma! Zu den Radieschen passt auch ein milder Pfeffer gut. Er darf ruhig etwas dominanter sein, aber scharf sollte er nicht sein. Auch geräucherte Gewürze harmonieren top mit gebratenen Radieschen.

Mal abgesehen vom Bento passen sie auch in Burger oder als Beilage zu gegrilltem Zeugs hervorragend. So als Empfehlung, solltet ihr mit Bento nicht viel am Hut haben. Übrigens die getrocknete Hibskusblüte liegt nicht ohne Grund in der Mitte vom Reis! Lachs und Radieschen ist so köstlich, dazu noch erfrischenden Mango Salat mit Petersilie, mariniert mit Sesamöl und Reisessig, gewürzt mit Furikake. Ich mein, ich glaub schon, dass ich gut kochen kann, aber langsam entdecke ich, was ich wirklich gerne koche und das schmeckt dann auch so richtig gut!

Bento Box mit Bärlauch Sandwich, Nüssen und Mango und gefüllten Palatschinken

Bento Box mit Rote Rüben/Kichererbsen Nockerl und gebratenem Mais auf Rucola
Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 43

17. April 2021

Waffeln mit Schlagobers und Erdbeeren

Eigentlich ist es Livias Leibspeis. Waffeln einmal mit allem das Süß ist bitte. Dazu Erdbeeren. Heute, nachdem dieser Tag etwas energiegeladen gestartet war, hat sie diese kleine Köstlichkeit sogar zum Frühstück ans Bett bekommen. Ich verwöhne meine Kinder total gern. Das macht mir Spaß!

Alle Rezepte, Leibspeis

Leibspeis Nr 42

12. April 2021

Caprese per sempre!

Wir können nicht mehr erwarten, dass es wärmer. Aus diesem Grund holen wir uns den Sommer manchmal auf den Teller. Frischer Basilikum, Bio Paradeiser und Mozzarella. Wer kann dem schon widerstehen? Wir ganz bestimmt nicht – wozu auch?

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 41

8. April 2021

schneller APFELSTRUDEL

Ein paar ältere Äpfel, Butter, ein bisschen Zimt, brauner Zucker, Wasser, Brösel und einen fertigen Bio Blätterteig.

Die Äpfel schälen, klein schneiden und in einer Pfanne mit Butter anbraten. Zucker dazu, Zimt ebenso – mit ein bisschen Wasser aufgießen. Einmal aufkochen lassen. Zur Seite stellen und abkühlen – dauert gesamt maximal 5 Minuten. Den Blätterteig damit befüllen, eine handvoll Semmelbrösel darüber streuen und zu einem Strudel einrollen.

Im Backofen bei 170°Grad ca. 30 Minuten backen und noch warm genießen. Traumhaft!

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 40

5. April 2021

Bento me!

Das war ja wohl logisch. Sobald ich einen Pastermaker habe, möchte ich nur noch Reis und Kartoffeln und kann Pasta nicht mehr sehen. Nein, also ganz so krass ist es natürlich nicht. Ich ernähre mich/uns, nach wie vor möglichst ausgewogen. Wobei Lena mich gestern doch etwas verwundert gefragt hatte, wieso ich einen riesigen Topf Reis gemacht habe. Nun ja. Was soll ich euch sagen – DieZettl ist im Bento Fieber.

Bento me!

Das war nun nicht, da wir zu viel Pasta essen, sondern da wir im Lockdown sind und keine Restaurants geöffnet haben. Also braucht es eine Jause, wenn wir beim Arbeiten, in der Schule oder unterwegs sind. Anfangs haben wir uns noch mit Wurstsemmeln aus dem Supermarkt zu frieden gegeben, aber irgendwann konnten wir sie nicht mehr sehen. Deshalb begann ich zu recherchieren. Zuerst ploppte „MealPrep“ auf, dann unzählige Tipps, wie Jausen Boxen zu befüllen sind und dann… kam die Erleuchtung.

Bento.

Zugegeben, ich kannte Bento noch von der Zeit als Stefan und ich in Wien gelebt haben und wir, ob des Babys nicht ausgehen konnten. Damals bestellten wir beim Japaner wöchentlich ein Bento. Nun begann ich tatsächlich zu recherchieren und blieb, wie man auf wienerisch so schön sagt „hängen“.

Oh dio – was für eine Vielfalt an Möglichkeiten offenbart sich mir und so eine hübsche, strukturierte, farbenfrohe Spielerei. Ich war und bin Feuer und Flamme. Tauche gerade in die japanische Bento Kultur ein. Mittlerweile haben wir neun verschiedene Bento Boxen, ich habe ein paar Standards, die ich im Schlaf kann und werde immer mutiger in meinen Kreationen. Nun ja – ein bisschen jedenfalls.

„Bentos sind eine komplette Mahlzeit, das ist ja der Sinn der Sache.“, Zitat eines lieben FB Freundes.

Das heißt sie sind nicht nur für unterwegs gut vorzubereiten, sondern auch wenn ich unterwegs bin und meine Lieben zu Hause sind. Sie nehmen sich die vorbereitete Box aus dem Kühlschrank und haben von Vorspeise bis zur süßen Nachspeise alles darin. Meist auch noch hübsch und farbenfroh angerichtet.

Da ich es mit dem Dekorieren von Speisen nicht so drauf hab, ergibt sich für mich eine klare Struktur, an die ich mich gerne anpassen, da ich in dieser dennoch kreativ sein kann. Ich sage nur – BENTO ME!

PS. In den nächsten Blogs stelle ich euch nun immer wieder meine Ideen für Bentos vor.

Das Foto im Titelbild sind Nori Sandwiches. Diese sind gefüllt mit Reis – no na und einmal mit gebratenen Mais und rohem Krautsalat und einmal mit Bärlauch, Karotten, Gurken. Immer gewürzt mit selbst gemachtem Furikake. Das Rezept dafür verrate ich euch im nächsten Blog!

Nori Sandwich und in den anderen Abteilungen selbst gemachter Kuchen
Leibspeis

Leibspeis Nr 39

21. März 2021

Frühstück am Sonntag

Ein kleiner (versteckter) Hinweis auf ein Thema, mit dem ich mich gerade sehr sehr ausführlich beschäftige und das in Bälde eine Story hier im Blog wird. Das Grünzeugs auf dem Eiweiß ist Bärlauch – roh. Die Punkterl am Eigelb sind Fenchelpollen. Das dunkelrote mit den gelben Gewürzen darauf ist rohes, mariniertes Rotkraut Das schwarze Gewürz das sich auf den Paradeisern befindet ist Isot Biber und das weiße Zeugs mit den braunen Grammeln ist Grammelschmalz *soooo gut – leider* (gestern am Bauernmarkt erstanden).

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Leibspeis Nr 38

20. März 2021

Warme Käferbohnen

Solltet ihr am heutigen Samstag am Bauernmarkt einkaufen vergesst nicht (warme) Käferbohnen und ein knuspriges Schwarzbrot mit zu nehmen.

Schmecken übrigens ohne Marinade oder mit Apfelessig und Kernöl und roten Zwiebeln besonders gut zu einer Brettljause.

Alle Rezepte, Leibspeis

Leibspeis Nr 37

18. März 2021

Kaiserschmarren

Der Sinn der Reihe „Leibspeis“ war unter anderem jener, Alltagsgerichten und Geschichten ein bisschen Aufmerksamkeit zu geben. Da ich meine „Leibspeis“ total gern auf Facebook poste und als Auffrischung zu aufwendigen Rezepten sehe, werdet ihr hier im/am Blog in Zukunft auch meine „Food Selfies“ sehen.

Einfach, weil ich der Meinung bin, dass wir alle manchmal viel zu kompliziert denken und dabei vergessen, wie schön essen sein kann. Wie fein die Erinnerung an Kindheit schmeckt, wie cool es ist, sich mal mit ausgewählter, köstlicher Antipasto von der Supermarkt Theke und gutem Wein, zu verwöhnen oder einfach nur ein frisches, knuspriges Brot mit Butter und Schnittlauch zu genießen.

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 36

14. März 2021

(Etwas längerer Beitrag, da mit sehr genau zitiertem Rezept. Die Typografie ist absichtlich unterschiedlich!)

Die vergangen zwei Jahre haben so einiges von mir abverlangt. Veränderungen nahezu wie am Fließband. Kaum war etwas abgeschlossen, kam die nächste Aufgabe zu lösen. Trotzdem habe ich den Kopf nie in den Sand gesteckt. Es geht immer weiter, oft besser, als ich selbst dachte und manchmal… Hm. War es einfach auch nur schön. Meine Konstante, für die ich sehr dankbar bin, sind meine Kinder, meine Freunde und meine Küche – vielleicht auch noch ein bisschen mein Laptop 😉.

Während des zweiten Lockdowns war mir jedoch auch bewusst geworden, dass ich etwas brauche, das mir Spaß macht, nützlich für uns alle ist, mich kreativ betätigen lässt und bestenfalls anderen Menschen eine Freude macht. Also habe ich mir einen Pastamaker, oder anders formuliert – eine Nudelmaschine zugelegt.

Nach zweimonatiger Bespielzeit kann ich nun ein bisschen aus Erfahrung sprechen.

Das aller größte Plus an dieser Maschine ist selbstredend, dass ich weiß was in meinem Teig drin ist. Ich habe bereits unterschiedliche Matrizen, sprich, es müssen nicht immer Spaghetti oder Penne sein. Die unterschiedlichen Getreidesorten aus den gängigen Supermärkten habe ich auch schon probiert.

Wenn ihr hier im/am Blog nun Pasta Rezepte sehen werdet, so ist diese ziemlich sicher selbst gemacht. Da mein Pastamaker über eine Waage verfügt, variiert die Zugabe von Mehl und Wasser immer. Ein Grundrezept ist jedoch – 250 g Mehl zu 90 ml Wasser.

Manchmal mische ich die Mehlsorten, nehme statt Wasser Rote Rüben Saft oder vermenge das Mehl mit einer feinen Gewürzmischung. Es ist so einfach und schmeckt viel anders als gekaufte Pasta. Damit kann ich jedoch nicht nur Pasta machen, sondern auch Kekse, Teig für Flammkuchen und quasi auch Strudelteig. Diese Maschine ist ein wahr gewordener Traum für mich!

Mein heutiges Rezept entstammt aus einer Conchiglie Matrize. Ich habe normales Weizenmehl und eine Gewürzmischung für Pasta mit der Gewürzmühle fein gemahlen, genommen (diese kam zum Mehl). Gefüllt sind diese mit meinem Lieblingsrezept für Ragú. Heute mache ich es mir zudem einfach mit dem Rezept – hier die Kopie von meinem Beitrag vom 16.01.2015:

„Marcella Hazan – Die klassische italienische Küche“ nennt es sich.
In unendlicher Raffinesse und Feinheit erklärt die Autorin an Hand von 450 Rezepten die, vielleicht für einige, verborgenen Geheimnisse und Schätze der italienischen Küche. Eine Küche, die mir, seitdem ich vor 20 Jahren selbst in Rom lebte, eine sehr sehr vertraute und geliebte ist.
Ich werde hier nun Signora Marcellas Rezept zitieren und zum Schluss erklären, wie ihr es abwandeln könnt. Ich habe alle Varianten bereits probiert und spreche, auch wenn das Rezept quasi abgeschrieben ist, aus Erfahrung.

Eine große Bitte vorweg – bevor ihr nun die eine oder andere Zutat, die euch vielleicht etwas merkwürdig vorkommt, lest: Bitte nicht sofort den Blog zuklappen! Traut euch, das Rezept nachzukochen. Ich verspreche euch, es zahlt sich aus.

Aus dem Buch:
Ragù, wie die Bologneser ihre berühmte Pastasauce nennen, zeichnet sich durch einen milden, angenehmen Geschmack aus, den jede Köchin hervorzaubern kann, wenn sie ein paar wichtige Punkte beachtet:

  • Das Fleisch darf nicht zu mager sein; je durchwachsener es ist, umso besser wird das Ragù.
  • Das Salz gleich beim Anbraten des Fleisches hinzufügen, damit der Saft in die Sauce austritt.
  • Erst die Milch, ja Milch, dann Wein und Tomaten zum Fleisch geben. So wird es vor Säure geschützt.
  • Keine Demiglace oder anderen Fleischextrakt verwenden, der die Sauce aus dem Gleichgewicht bringen und scharf machen würde.
  • Einen Topf verwenden, der Hitze speichert (emailierte Töpfe)
  • Die Sauce unbedeckt sehr lange ganz leise köcheln lassen. 3 Stunden sind das Minimum, länger wäre noch besser.

DAS Rezept
Basis für Pasta oder Lasagne für 6 Personen

Zutaten:
1 EL Pflanzenöl
45 g Butter
85 g gehackte Zwiebeln (2 Stück als Richtwert – ich wiege nie ab!)
3 Stangen Staudensellerie, gehackt
4 große Karotten, gehackt
350 g gehacktes durchwachsenes Rindfleisch (Faschiertes)
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
¼ l Vollmilch
¼ l trockener Weißwein
500 g Tomaten aus der Dose, klein geschnitten mit Saft
550 g Pasta,
etwas Butter für die Pasta
Parmigiano
Salz
Frisch geriebene Muskatnuss

Zubereitung:
Öl, Butter und gehackte Zwiebeln in den Topf geben und auf mittlere Hitze schalten. Die Zwiebeln unter Umrühren glasig anschwitzen, dann gehackten Sellerie und Karotten hinzufügen. Etwa 2 Minuten garen; umrühren, damit das Gemüse gut mit Fett überzogen ist.
Rinderfaschiertes, eine große Prise Salz und ein wenig Pfeffer dazugeben. Das Fleisch sorgfältig umrühren und so lange garen, bis es nicht mehr roh und rot aussieht.
Die Milch hinzufügen und unter häufigem Umrühren so lange brodeln lassen, bis sie völlig verdampft ist. Eine winzige Prise, etwa 1/8 TL, Muskatnuss in den Topf reiben und umrühren.
Den Wein dazu gießen und langsam verdampfen lassen, danach die Tomaten hinzufügen und alle Zutaten sorgfältig verrühren. Wenn die Tomaten zu brodeln beginnen, die Hitze verringern, sodass die Sauce sehr schwach kocht. Mindestens drei Stunden unter gelegentlichem Umrühren köcheln. Es wird dir auffallen, dass die Sauce trocken wird und das Fett sich vom Fleisch trennt. Damit sie nicht anbrennt, wenn es nötig wird, Wasser hinzufügen.
SOWEIT ZUM ORIGINAL REZEPT VON MARCELLA HAZAN

DieZettl`s Empfehlungen zu diesem Rezept:

Dieses Ragù eignet sich hervorragend zum Vorkochen. Ich verkoche dann immer gleich 2 kg Rindfleisch, die angegebenen Zutaten müssen eben auf diese Menge hochgerechnet werden. Statt Weißwein verwende ich manchmal übrigens Wasser. Und: je länger das Sugo kocht, bei mir an die vier Stunden, desto geschmackvoller ist es. Das Rezept zeigt, dass man mit wirklich wenigen Zutaten den Italien-Urlaub vom letzten Sommer ein bisschen auf den Teller bringen kann. Meine Conchiglie habe ich mit dem Ragú gefüllt und Parmesan überbacken.
In diesem Sinne – BUON APPETITO!

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 35

13. März 2021

Gewürze sind für mich eine der wichtigsten Essenzen der Küche. Gewürze formen den Charakter eines Gerichtes und sind ein wichtiger Teil meiner sensorischen Geschichte.

Als kleines Mädchen bin ich durch Omas Gemüsegartl gelaufen und hab versucht mich an Pfefferminze, Petersilie, Thymian, Zitronenmelisse, Rosmarin und all den anderen für mich unbekannten Kräutern, satt zu riechen.

Zeitsprung: Graz 2016. Ich war in einem Gewürzladen beschäftigt, um neben dem Bloggen einem „Brotjob“ nachzugehen. Für mich war es jedoch nicht irgendein Job. Es war DER Job. Eine völlig neue Welt machte sich für mich auf. Ich begann mich mit Gewürzmischungen zu beschäftigen, hab unglaublich viel experimentiert und gelernt.

Es war und ist Faszination und Lebendigkeit.

Ein gutes Gewürz gibt dem Körper Kraft, berührt, weckt Erinnerungen und verleitet bestenfalls manchmal auch zum Träumen.

Seit einigen Wochen habe ich mir, unter anderem auch aus diesem Grund, wieder vertiefende Literatur besorgt und mich mit unterschiedlichen Gewürzmischungen beschäftigt. Schöne Dinge tun, während es draußen in der Welt gerade etwas chaotisch zugeht, ist meine Devise.

Meine Erkenntnisse, mein Wissen und meine Ideen werde ich immer wieder hier im Blog mit einbringen. Ich habe Spaß dran und ich erkenne, wie gut mir dieser Ausflug in ein „altes, neues“ Gebiet tut.

Jedoch nicht nur hier! Ein Podcast ist gerade im Entstehen. Ein bisschen braucht es noch, bis ich mit der Technik konform gehe.

Die Gewürzmischung für heute war so ähnlich wie „Liebe auf den zweiten Blick“. Eigentlich schmeckt sie wie ein BBQ Rub, ist jedoch orientalisch angehaucht. Ich habe sie vor einiger Zeit mal geschenkt bekommen und kann aus diesem Grund nicht mehr genau sagen, was alles drin ist. Eine Freundin meinte, es wäre sowas in der Art wie scharfer Chili, Paprika, Salz, Koriandersamen und ein paar andere spannende Sachen.

Eine Tasse Bulgur in ausreichend Brühe kochen. Zum Schluss kommt noch ein halber Bund gehackte Petersilie und ein guter Esslöffel Butter in den Bulgur.

Drei Hühnerbrüste in einer Pfanne gemeinsam mit Pilzen schmoren. Ich habe das in einem schlichten Kochtopf gemacht, etwas Wasser dazu, diese eine Gewürzmischung – locker zwei Esslöffel davon, einem halben Bund gehackte, frische Petersilie, einen Schuss Zitronensaft, Olivenöl und Salz und Tasmanischer Bergpfeffer. Deckel drauf und schmoren lassen. Vergesst nicht, immer wieder ein bisschen Wasser nach zu füllen. Sobald das Henderl gar ist, wird es ausgelöst und darf einen Tag im Kühlschrank durchziehen. Angerichtet habe ich diese Köstlichkeit nochmals mit extra viel Petersilie und der Gewürzmischung.

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 34

8. März 2021

Rotkrautsteak mit einer speziellen Gewürzmischung

Im zweiten Lockdown hatte ich viel Zeit zum Kochen, Nachdenken und Bloggen.

Danach, also im neuen Jahr bekamen einige andere Dinge den Vorrang. Somit wurde meine Zeit weniger, mein Raum für mich und meine Gedanken und dementsprechend auch war auch weniger Zeit für den Blog. Seit einigen Tagen mache ich nun ein tägliches Schreibtraining – oder anders formuliert, ich schreibe wieder Tagebuch. Für mich ein optimaler Impuls wieder den Blog zu bespielen, denn ich erkenne, schreiben geht oft wie von selbst. Ich muss es einfach nur tun. Meine Gedanken werden zu Geschichten und genau diese möchte ich euch letztlich erzählen.

Meine heutige Leibspeis ist perfekt für Vegetarier, Veganer und alle, die gerne Rotkraut essen und besondere Gewürzmischungen lieben.

Rotkrautsteak mit einer speziellen Gewürzmischung

Das Rotkraut im Ganzen mit Strunk daumenbreit in Scheiben schneiden. Das gelingt übrigens super mit der Brotschneidemaschine oder mit einem richtig scharfen Messer. Die Scheiben auf ein Backblech legen.

Die Gewürzmischung besteht aus: Frischer (oder getrockneter) Orangenschale und Zitronenschale, Rosmarin, Chipotle (Chili) oder einen milderen, Paprika Pulver, eine Messerspitze Vanille, Pfeffer (frisch gemahlen aus der Mühle, nicht zur aromatisch), Zitronensaft, Ahornsirup und ganz wenig Salz.

Mit dieser Mischung das Rotkraut marinieren und im Backofen garen lassen (bei 180°C/ Ober-Unterhitze), bis es eine leichte Bräune bekommt bzw. das Kraut durch ist.

Bei der Garnitur könnt ihr euch spielen. Ich fand rohen Paprika und Miniröschen vom Brokkoli passend.

Ein Tipp zur Gewürzmischung: Chili und Paprika. Entweder ihr nehmt geräucherten Paprika und nicht den Chipotle (sondern einen milden/scharfen der euch schmeckt) oder ihr nehmt Chipotle und dafür ein normales Paprikapulver. Ich hoffe ich habe das nun verständlich erklärt.

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Leibspeis Nr 33

21. Dezember 2020

Rote Rüben Risotto

Ich lasse mich unglaublich gerne ablenken. Speziell in den letzten Tagen, wo Zeit ein untergeordnetes Thema ist und Struktur nur durch Dinge, die ich als besonders wichtig erachte und die zeitnah getan werden müssen, entsteht.

Bloggen gehört für mich ganz eindeutig dazu.

Ich hatte vor den Blog vorzubereiten, saß vor der Bearbeitung der Fotos (die ich letztlich nur ein bisschen „schneiden“ musste) und hatte nebenbei Ö1 laufen. Sobald ich zum Schreiben beginne schalte ich für gewöhnlich leiser oder ab. Heute aber konnte ich nicht abschalten. Die Einleitung von Andreas Obrecht zur Sendung machte mich neugierig. Meine Empfehlung an euch: Hört euch die Sendung an (Geschichten erleben, Geschichten erzählen, 21.12. | Ö1 | ORF-Radiothek). Also ich war begeistert!

Meine Ideen fürs Kochen entstehen übrigens meist sehr spontan. Ich wache auf, versuche mich zu orientieren, denke über das Geträumte nach und manchmal gibt es mir sogar einen Hinweis darauf, was ich kochen werde. Keine Ahnung wieso, aber es ist so. Manchmal ist es ein diffuses Bild, das ich nachkochen möchte oder ich erinnere mich an eine Begebenheit aus einem Traum. Oft ist es aber so, dass ich großen Gusto auf eine Zubereitungsart (gebacken, gegrillt, usw…) habe.

Vielleicht klingt es nun etwas komisch für euch, aber essen und auch kochen ist für mich unglaublich emotional besetzt. Ich verbinde mit Gerichten schöne Momente. Genossen mit Menschen die mir wichtig sind oder Reisen die spannend gewesen sind.

So war es auch die letzten Tage. Immer wieder dachte ich daran, wie wir als Kinder damals die Rüben vom Feld hinter unserem Haus geklaut hatten und diese mit unseren „Feidln“ – den Taschenmessern, geschält und roh gegessen hatten. Damals waren es Zuckerrüben.

Rote Rüben Risotto:

400 g rote Rüben gekocht, 2 Kohlsprossen, 250 g Reis, ca. 750 ml Flüssigkeit (Gemüse/Rindsuppe und ein bisschen Prosecco oder Wein), 1 große Zwiebel, 2-3 Knoblauchzehen, Butter, Parmesan, Salz, Pfeffer und eure Lieblingsgewürzmischung für Gemüse oder Risotto.

Die Zwiebel und den Knoblauch klein hacken (ich mach das immer mit der Zick Zick Zyliss) und mit etwas Butter andünsten, die Rüben (fein gewürfelt) zugeben und 3 Minuten anbraten. Danach den Reis gut untermengen, mit etwas Wein ablöschen, ständig rühren, mit Suppe ablöschen, weiter rühren. So lange Flüssigkeit zugeben, bis der Reis bissfest ist. Zum Schluss die Kohlsprossen (klein gehackt) den Parmesan unterheben und servieren.

Dazu passt hervorragend ein geräucherter Fisch. In meinem Fall eine geräucherte Makrele.

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Leibspeis Nr 32

19. Dezember 2020

Bruschetta al pomodro

Würde ich einer Freundin, im Telegramstil, über diese Woche erzählen, dann würde das ungefähr so lauten:

Super Start in die Woche am Montag-spannender Dienstag (eine Entscheidung getroffen, die mir sehr schwergefallen ist und sich Stimmungsmäßig durch die Woche gezogen hat)-angenehmer Mittwoch -schrecklicher Donnerstag-ambivalenter Freitag (in der Stadt spazieren gehen war spitze, danach Infos über diverse PK´s fand ich schlimm)-gemütlicher, freundlicher Samstag.

Ich würde sagen, diese Woche war eine Minihochschaubahn unterschiedlichster Begebenheiten.

Wenn es draußen so grau in grau ist, mag ich es, dass ich möglichst viel bunt um mich habe. Auch beim Essen. Paradeiser gehen immer. Bruschetta (Brusketa ausgesprochen).

Wenn wir in Italien gemeinsam gegrillt haben, dann war Bruschetta immer mit von der Partie. Wir Mädls sind plaudernd zusammengesessen, haben geschnipselt, viel gelacht (sofern ich verstand was alles geredet wurde) und gemeinsam gekocht. Ich erinnere mich gerne an diese Zeit.

Rezepte gibt es dazu im Netz ohne Ende. Ein Tipp von mir an euch: Wenn ihr zu viel davon gemacht habt, dann verfeinert die Paradeiser mit roten Zwiebeln und Gewürzen und esst sie als Salat oder macht eine schnelle Sauce für Pasta draus.

Buon Appetito!

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Leibspeis Nr 31

16. Dezember 2020

Hühnerleber in Rotweinjus

Ganz selten, wirklich ganz selten, habe ich mittlerweile Lust darauf etwas aufwendiger zu kochen.

Dafür bedarf es einer guten Planung und eines Rezeptes, das, wenn es so nachgekocht wird, wie es geschrieben steht, auch funktioniert. Das weiß man jedoch selten vorab. Schon klar. Dieses gab es bei uns vor vier Jahren zu Silvester. Nun habe ich es extra für den Blog nochmal gekocht, da ich es in guter Erinnerung habe.

In Ottolenghis „NOPI“ haben wir das Rezept damals entdeckt und ausprobiert. Seine Kochbücher sind übrigens auch für Kochmuffel perfekt zum Nachkochen, das darf ich mit 100% Gewissheit sagen.

Leber, ich gestehe, gelingt mir immer sehr gut, ich esse sie bevorzugt in Restaurants gebacken und ich finde, sie ist ziemlich vielseitig einsetzbar.

Am Samstag sind mein Spaziergehfreund und ich wieder unterwegs gewesen. Da ich die Leber vor dem Spazierengehen fertig gekocht hatte, versprach ich ihm für danach eine Kostprobe zum Mitnehmen. Während er sich noch kurz mit meiner Tochter unterhielt, habe ich einen Kostprobenlöffel vor die Haustür gebracht. Im ersten Moment bin ich über seine Reaktion echt erschrocken. Ich konnte sie absolut nicht deuten. Doch dann kam dieser Grinser, den ich so an ihm mag. Und mir war klar – GELUNGEN! Juchuuu…

Ich weiß nicht, ob ihr meine Freude auch nur im geringsten nachempfinden könnt. Meine achtzehnjährige isst nur Gemüse, meine dreizehnjährige ernährt sich von Pizza, Pasta und Brot. Wir leben derzeit ohne Freunde zu treffen. Ein Lob für meine Kochfreuden zu erhalten ist rar und deshalb weiß ich es sehr zu schätzen.

So und hier nun das wunderbare, einzigartige Rezept (alles aus dem Kochbuch „Nopi“ von Ottolenghi Seite 166 abgeschrieben):

Zutaten: Leber: 600 g Hühnerleber 150 ml Milch 400 g Räucherspeck (ich habe ihn weggelassen – funktioniert trotzdem hervorragend) 20 g Butter 20 Petersilie, fein gehackt (ich habe Koriander genommen) Meersalz und Pfeffer

Rotweinjus: 3 EL Olivenöl 2 mittelgroße Zwiebeln (in dünne Streifen geschnitten) 6 Thymianzweige (ich hatte 8 kleine Zweigerl) 1 große Knoblauchzehe, geschält, leicht angedrückt 1 Lorbeerblatt 5 schwarze Pfefferkörner (ich habe sie nicht gezählt, aber es waren definitiv mehr) 1,5 EL Zucker 300 ml Rotwein 500 Rinderfond (oder Suppe)

Kirschen: 200 ml Rotwein 100 ml Rotweinessig (ich nahm Aceto Balsamico) 80 g Zucker (viel zu süß, finde ich – 40 g reichen absolut aus) 500 g Kirschen (400 reichen ebenso)

Dazu wird im Buch Radicchio serviert – auf diesen habe ich verzichtet.

Zubereitung: Die Hühnerleber säubern und über Nacht in die Milch einlegen. Am nächsten Tag die Milch abgießen und die Leber beiseitestellen. * Tipp weiter unten! Mit Speck gekocht, wird dieser in einer Pfanne ausgelassen und ebenso abgegossen und beiseitegestellt.

Rotweinjus: Öl in einer Pfanne, Zwiebeln dazu, ¼ TL Salz unter häufigem Rühren anschwitzen, Thymian, Knoblauch, Lorbeerblätter, Pfefferkörner und Zucker zugeben und weitere 2-3 Minuten erhitzen, bis der Zucker karamellisiert ist. Den Rotwein zugießen und auf die Hälfte einkochen (einreduzieren) lassen. Danach gießt ihr den Rinderfond nach lasst den Jus noch ca. 10 Minuten köcheln. Durch ein Sieb passieren und die Flüssigkeit zur Seite stellen. **Tipp weiter unten!

Kirschen: Rotwein, Balsamico und Zucker zum Kochen bringen. Auf ca. 100 ml einreduzieren. Die Kirschen zufügen, gut miteinander vermengen und auf ein Backpapier zum Abkühlen geben. ***Tipp weiter unten!

Sobald ihr nun wisst, dass ihr das Gericht servieren wollt, wird die Leber im Speckfett (oder normaler Butter-Olivenölmischung) angebraten und mit dem Jus abgelöscht. Dazu kommen die Kirschen.

Wenn ihr ein getoastetes Weißbrot (oder wie in meinem Fall Mischbrot 😉!) serviert, werden eure Gäste glücklich sein. Nichts schmeckt köstlicher als eine super mega geniale Sauce, die mit Brot aufgedunkt werden kann…

Zu den Tipps: *Wenn ihr Katzen habt, die Milch nicht wegschütten. Ich habe sie stark mit Wasser und Suppe verdünnt und aufgekocht. Meine haben es als kleines Leckerli bekommen und waren sowas von zufrieden.

** Ottolenghi sagt, schmeißt die abgeseihten Gewürze weg – ich sage – tut das nicht. Ich habe sie mit dem Mixstab fein püriert, noch einmal durchs Sieb passiert, mit ein bisschen Suppe verdünnt und zum Ablöschen der Leber verwendet.

*** Ich habe die Kirschen abgeseiht und dann aufs Backpapier gelegt.

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Leibspeis Nr 30

13. Dezember 2020

Grapefruit Sorbetto

Seit Monaten bereite ich mich auf die Gesunderhaltung meines Körpers vor… Ich kaufte bereits Glaubersalz, Grapefruit, Mariendistelölkapseln (oder so), extra Karaffen, die mir das regelmäßige Wasser trinken erleichtern sollen, Heilerde, Flohsamen, recherchierte viel zu diesem Thema und sprach mit meiner Ärztin darüber.

Entschlossen war ich. Täglich aufs Neue. Das Sackerl Glaubersalz platzierte ich geöffnet in der Küche, gut sichtbar, damit keine Ausrede greifen konnte. Dieses Spiel fand einen Monat fast täglich statt. Immer wieder fand ich einen Grund, weshalb es „Heute“ nicht passen würde. Sei es, da ich schlecht gelaunt war und Nahrung für die Nerven brauchte, oder ich war verabredet oder ich war dabei den Blog vorzubereiten.

Ich war zudem noch nie ein großer Fan von Grapefruit. Den Saft einer frischen Grapefruit mit Olivenöl zu trinken widerstrebte mir zu tiefst. Da sie jedoch im Obstkorb lag, wollte ich ihr noch eine Chance geben. Das ist gut drei Monate her. Mittlerweile ist sie fester Bestandteile meiner bevorzugten Zitrusfrüchte.

Ebenso fester Bestandteil meiner bevorzugten Desserts ist das „Sorbetto“. Bisher kannte ich es nur „al limone“. Ein gutes Essen findet für mich stehts einen genussvollen Abschluss, wenn es mit einem nicht zu süßen, nicht zu soften „Sorbetto“ endet.

Ein nach Mengenangaben genaues Rezept kann ich euch leider nicht geben, da es ursprünglich nur ein Versuch war:

Ich habe zwei Grapefruit ausgepresst. Den Saft mit 3 Medium Eiern, ca. 5 EL Zucker (ich mag es nicht so süß), Wasser und einer Messerspitze Vanille mit dem Stabmixer „aufgemixt“. Bis das ganze eine leicht schaumige Konsistenz aufweist. Danach das Fruchtfleisch untergehoben. Ohne Eismaschine bekommt es auch im Tiefkühler die gewünschte Konsistenz. Serviert in einer schönen Tasse und garniert mit Amarettini Brösel, ist es sowohl für den Gaumen, als auch für die Augen ein Genuss.

Ach ja, was meine Bemühungen das Glaubersalz zu trinken und damit eine Entgiftung des Körpers betrifft: Ich habe ein neues Datum festgelegt das ich als realistisch erachte: 03.01.2021.

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Leibspeis Nr 29

11. Dezember 2020

Hendel im Ofen gegart

Für mich ist Henderl (Huhn) jedes Mal ein Gaumenschmaus. Egal wie zubereitet, ich mag es. Als Kind, am Bauernhof meiner Tante, war ich immer wieder Zeugin, wie diese Tiere geschlachtet wurden. Es war bei weitem kein so dramatischer Anblick wie die Sauschlachtung. An die möchte ich mich gar nicht mehr so genau erinnern.

Speziell an diese eine, als Gitschka für das Leibeswohl der Familie geschlachtet wurde. Auf Gitschka konnten wir reiten, ich ging zu ihr in den Stall und hab sie gestreichelt – obwohl mich meine Tante immer warnte, dass sie bissig ist, wenn sie Junge hat. Gitschka durfte sich quasi am Hof frei bewegen und war der „Liebling“ der Familie. Ein sehr kluges, freundliches Schwein. Damals war ich in etwa fünf Jahre und verbrachte jedes Jahr zwei Wochen bei meiner Tante und Oma am Bauernhof. Wenn geschlachtet wurde ging ich meist ins Haus, hielt mir ganz fest die Ohren zu und wartete bis die Tante rief, dass ich wieder in den Hof kommen könne. Bei den Hendeln nicht, das fand ich weniger schlimm. Vielleicht weil es sehr schnell ging und sie kaum Widerstand leisteten.

Ich weiß nicht, ob ich es je erwähnt habe, aber einige Lieblingsspeisen entspringen genau dieser Zeit. Andere wieder rühre ich seit genau dieser Zeit nicht mehr.

Nirndl mit Hirn, Bluttommerl oder Beuschel. Ich musste immer kosten und wenn der Onkel mit am Tisch war, musste ich essen, was die Tante gekocht hatte. Wollte ich das nicht, reichte ein strenger Blick von ihm und ich aß, ohne zu jammern.

Das war ich im Alter von etwa fünf Jahren am Hof meiner Tante

Als meine Eltern noch verheiratet waren hat Mama bei der Tante immer „gebackenes Hendl“ bestellt. Das war ihr absolutes Lieblingsessen und niemand, so weiß ich aus Erzählungen, hat es für sie besser gemacht, als die Tante. Ich war die Schnitzerl mit Erdäpfelsalat oder Grenadiermarsch Fraktion. Zum Mittagessen Schnitzerl und bevor es zurück nach Hause ging zweiters. Meine Oma und meine Tante waren die besten Köchinnen – weltweit!

Wenn ich für mich Hendel mache, dann mag ich nicht viel rum patzen. Lieber länger im Ofen schmoren lassen. Jenes auf dem Foto wurde total simple zubereitet.

Ich habe für das Hendel 1 kleinen Brokkoli (roh) genommen, 1 weiße Zwiebel (roh), 2 Knoblauchzehen, 1 halbe Zitrone zerkleinert, Senfkörner, reichlich frisch gemahlenen Pfeffer und Granatapfel. Dieser war noch von den anderen Speisen übrig und passt, finde ich, hervorragend zum Huhn. Abgeschmeckt habe ich es mit einem selbstgemachten Gemüsefond.

Dazu reicht Weißbrot. Dieses Gericht ist so klar, so einfach und braucht keine Beilagen. Diese würden letztlich nur von der köstlichen Sauce ablenken.

Gemüsefond: Kürzlich habe ich ein Kochvideo gesehen, wo die ganzen Gemüsereste (ich habe früher für den Fond immer geschältes, fein gehacktes Gemüse genommen) in einen Wassertopf gegeben und zwei Stunden eingekocht wurden. Habe es probiert und war vom Ergebnis begeistert. Einfach, kaum ein Aufwand und mit einem spitzen Ergebnis. Ach ja, wenn ihr ein Lorbeerblatt übrig habt und ein paar anderen Suppengewürze – die passen selbstredend genau da rein.

Alle Rezepte, Leibspeis

Leibspeis Nr 28

8. Dezember 2020

Camembert mit Apfeltartar

In den nächsten Blogs werde ich mich ein bisschen mit der, auch von uns gestellten Frage was wir Weihnachten, Silvester und die Tage dazwischen genießen wollen, beschäftigen. Für eine derart wichtige Zeit probiere ich im Vorfeld ganz gerne aus, was ich uns servieren möchte.

Üblicherweise bereite ich alles am 23.12. vor, denn am 24.12. möchte ich auch alle vier von mir strecken und maximal die Sachen in den Ofen schieben oder alle Komponenten miteinander vermengen.

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Alle Rezepte, Leibspeis

Leibspeis Nr 27

6. Dezember 2020

Spinatstrudel und Schafskäseschnecke

Meine letzten beiden Geschichten waren der oftmaligen Nachfrage, wie ich denn zum Bloggen kam, geschuldet. Es war ein wunderbarer Ausflug in eine Zeit, die in meiner Erinnerung noch sehr lebendig und frisch ist. Vor allem das „Ankommen“ in der Steiermark war so schön.

Meine große Tochter ist mittlerweile bald 18 Jahre (als wir in die Steiermark zogen war sie gerade mal fünf Jahre), isst nur vegetarisch und kocht fantastisch gut. Wenn ich keine Lust zum Kochen habe und sie daheim ist, steht sie in der Küche und „zaubert“. Eigentlich wird sie Fotografin (in eineinhalb Jahren, nach dann fünf Jahren Ausbildung), aber beim Kochen kann sie „abschalten“, bestätigt sie mir.

Seiten: 1 2

Leibspeis, Über mich

Fortsetzung

5. Dezember 2020

Aus den Geschichten übers Leben am Land, wurden Geschichten übers Essen (das habe ich der wunderbaren Redakteurin, JH, zu verdanken, die damals erkannte, dass ich, ab einem gewissen Zeitpunkt, nur noch über Rezepte bloggte). Ich bekam somit einen fixen Platz am Woman-Blog.

Ich war so stolz auf unsere fünf Hochbeete und die Beeren-Nasch-Ecke. Wir hatten unseren Garten mit Hilfe einer Architektin gut geplant. In den Hochbeeten wuchsen Brokkoli, Artischocken, Karotten, Rotkraut, usw… Dazu ein Beet nur mit Kräutern. Wir pflanzten auch einen Quittenbaum und einen Apfelbaum.

Es war ein kleines Paradies für unsere Kinder und uns.

Im Stall quartieren wir Schweine und Enten ein. Drei Katzen fanden bei uns ein neues zu Hause, ebenso Ziegen. Die Tiere waren zum Kuscheln da, das Obst und Gemüse zum Verzehr. Wir vier lebten damals außerordentlich gesund und aßen kaum Fleisch.

Da wir so viel Gemüse hatten, wagte ich mich an neue Rezepte. Telefonierte oft mit meiner Tante oder mit Freunden aus Italien und habe mir Tipps geben lassen, wie ich meine Gerichte verfeinern konnte. Als wir uns trennten zog es mich gen Graz, anstatt nach Wien zurück zu gehen. Dem „Woman Blog“ blieb ich treu.

Ich wusste damals noch nicht, dass ich mich auch „Food Bloggerin“ nennen konnte. Ich schrieb öffentlich wohl in erster Linie übers Essen, aber … Bei einem Interview für eines meiner Projekte wurde ich gefragt was ich beruflich mache. Ich war damals in Ausbildung zur PR Managerin und immer noch Blogs schreibend. Der Redakteur erkor mich zur „Food Bloggerin“ – ich weiß noch, wie verwundert ich war und meinte – „Na ok, wenn man das so sagt, dann stell mich gern als „Food Bloggerin“ vor.

Das war 2013.

Mein Fokus war aber eher auf den Geschichten, als auf den Gerichten – die kamen einfach so nebenbei vor, da ich ohnedies immer für meine Kinder kochen musste. Irgendwann war der Wunsch gekommen, meinen eigenen Blog zu schreiben. Unabhängig von der Woman, unabhängig von allen anderen, auf deren Seiten ich immer wieder schrieb.

DieZettl entstand.

2015 war ich für ein Jahr Kooperationspartnerin / Bloggerin für Coca-Cola. Eine der aufregendsten Zeiten meines Lebens. Das muss ich ehrlich sagen. Ich bloggte drei Mal pro Woche, lernte viel über Food Fotografie und über Content kennen.

Damals war ich 39 Jahre, alleinerziehend, hatte einen fixen Job, gerade eine neue Wohnung bezogen und verdiente außerdem erstmals Geld mit dem Bloggen. Ich war unglaublich stolz auf meine Leistung.

Bald darauf folgte die große Chance wöchentlich drei Minuten für die Kochsendung „Frisch gekocht“ vor der Kamera zu stehen. Das war erst spannend. Ich konnte mich jedoch selbst nie im Fernsehen sehen, muss ich ganz ehrlich sagen… . All das endete nach einem Jahr. Die Jahre danach, immerhin fast fünf, habe ich mich vorrangig wieder der Familie gewidmet. Das mache ich heute noch, aber in den letzten Wochen einem Teil davon leider nur noch über Skype und Telefon.

Fest steht, bloggen ist mein Leben, damit habe ich damals am Land begonnen. Es erfüllt mich, es macht mir unglaublich viel Spaß und fällt mir sehr leicht. Nehmt bitte nicht jede Geschichte für bare Münze. Meine Geschichten spiegeln einen minimalen Teil meines Lebens wieder. Einige sind ohne Frage geschehen, ein paar anderen werden es vielleicht sein und manche bleiben einfach Phantasie. Wer weiß das schon!

Grazie!

Leibspeis, Über mich

Leibspeis Nr 1 (26)

5. Dezember 2020


Fagiolini, Limone, Olio d’olive, Sale e Pane.

(Bitte lasst euch von der Zahl nicht verwirren.)

Wieso blogge ich nun doch wieder?

Eigentlich war „Leibspeis“ nur ein kurzer Gedanke. Wie kann ich ausdrücken, dass ich genau dieses eine Gericht mag? Irgendwie kam mir „Leibspeis“ in den Sinn. Plötzlich war es da und ich fand es gut. Die Fisolen mit einer Marinade aus Olivenöl und Zitronen, war quasi der Start für meine neue Serie. Deshalb heute ausnahmsweise Nr. 1. Ich habe in Folge immer wieder etwas unter „Leibspeis“ auf Facebook gepostet. Die liebe Claudia Hannemann meinte bald „Geh aktivier doch wieder deinen Blog, der hat mir damals so gut gefallen“…

Ihn zu aktivieren hatte ich die letzten Jahre sehr oft vor, jedoch fehlten mir die Worte, die Lust aufs Kochen und Fotografieren. An Zeit mangelte es ebenso.

Meine Gedanken wandern zum ersten Blog, den ich je geschrieben habe. Damals, als ich von Wien in die Steiermark, in ein kleines Dorf am Land gezogen war. Ich hatte nach einer Möglichkeit gesucht Familie und Freunde zeitnah über meine Erlebnisse am Land zu informieren, wurde fündig und legte ein „Alias“ am Blog der Frauenzeitschrift „Woman“ an.

So hat das alles vor ziemlich genau 14 Jahren begonnen. Der Gedanke daran macht mich nostalgisch. Es war eine super Zeit mit „den Mädls“ und unserer „community managerin“ vom Blog.

Fortsetzung folgt…

Alle Rezepte, Leibspeis

Leibspeis Nr 25

24. November 2020

Gebackene Garnelen auf Papaya/Avocado/Grapefruit Salat

Wie ich meine Liebe für Shrimps und alles das im Meer lebt und essbar ist, entdeckt habe:

Ich war 15 Jahre jung und für zwei Wochen in Torquay bei einem Schüleraustausch. Wir waren eine nette Gruppe Gleichaltriger, die sich super verstand und sehr viel Spaß miteinander hatte. In dieser Zeit ist mir ein Junge ganz speziell aufgefallen.

Am Flug zurück wurden die Sitzplätze wie verrückt getauscht. Jeder/Jede wollte die letzten Stunden noch neben seinem Schwarm sitzen. Ging mir auch so und ich hoffte auf einen guten Tausch, um neben G. zu sitzen, was mir natürlich gelang. M., ein sehr hübsches Mädchen überließ mir damals den Vortritt. Was für ein Gefühl…

Als wir von der Flugbegleiterin nach unserem Essenwunsch gefragt wurden, antwortete G. als erstes und wählt Shrimps Cocktail. Ich wollte ihm gefallen, weltoffen wirken und entschied mich in aller Selbstverständlichkeit ebenso für dieses Gericht. Nicht wissend, wie ich es jemals schaffen würde die Würmer zu essen.

Keine Ahnung wie es mir gelang, aber ich lebe noch und zu G. habe ich, nach mittlerweile 30 Jahren, auch noch immer Kontakt, sporadisch, aber immerhin. Solltest du das lesen – danke für diese schöne Erinnerung, auch wenn du direkt gar nichts damit zu tun hattest.

Garnelen: Ich habe manchmal eine unglaubliche Lust auf gebratene Garnelen. Sie geben mir immer noch so ein bisschen das Gefühl „etwas Feines“ zu essen. Ich kaufe sie selbstredend in „Bio Qualität“.

Diesmal ist es ein Salat aus wenigen Komponenten für zwei Personen geworden:

Pro Person ca. 7 Garnelen, 1 Avocado, 3 Filets einer Grapefruit, Papaya (Menge nach Gusto und Eisbergsalat (maximal ein Viertel). Die Marinade habe ich aus Olivenöl und Aceto Bianco mit einer Salatgewürzmischung gemacht.

Die Panier für die Garnelen ist letztlich das Aufwendigste bei diesem Gericht. Ihr braucht dafür Kokosraspel. Ich habe eine halbe Tasse gemahlen und eine halbe Tasse die normalen kleinen Kokosraspel (die zum Backen) genommen und mit Semmelbrösel vermengt.

Mit Mehl, verquirltem Ei und der Kokosraspel/Semmelbröselmischung (in dieser Reihenfolge) paniert ihr die Garnelen und backt sie dann in heißem Fett raus. Beim Frittieren fand ich es total interessant, dass es unglaublich gut geduftet hat. Lag wohl an den Kokosraspeln!

Im letzten Schritt vermengt ihr alle Zutaten in einer Schüssel, gebt die Garnelen oben drauf und genießt diesen köstlichen Salat. Buntes Essen macht gute Laune, davon bin ich überzeugt!

Alle Rezepte, Leibspeis

Leibspeis Nr 24

22. November 2020

Parmigiana

Die Sache mit Italien ist die:

Ich mag das Land. Sehr sogar. Vor 25 Jahren habe ich ein Jahr in Rom verbracht.

Italien ist meine kulinarische Heimat. Nirgendwo habe ich je mehr über Lebensmittel und Essenskultur gelernt, als auf den Märkten Roms. Als junges Mädchen habe ich es unheimlich genossen mit den Römern auf den Wochenmärkten zu flirten. Wir plauderten über das Essen, über Rezepte, übers Wetter. Das tut man dort so. Das Gespräch, und mag es noch so belanglos sein, ist wichtig. Mit der Zeit verlor ich mein Unbehagen italienisch zu reden und begann, wenngleich grammatikalisch total falsch, zu plaudern. Bis heute wird mir ein „schlampiger römischer Dialekt“ nachgesagt. Ich finde das sehr sympathisch!

Rom, am 21.02.2020 – Aventino. Giardino degli aranci. Ich sitze immer dort vorne am Gemäuer und genieße den Klang der Stadt, kann mich nie satt sehen an ihrer Einzigartigkeit und schwelge in Erinnerungen.
Rom ist magisch!

Carissima Eva. Extra für dich heute mit einer genauen Mengenbeschreibung:

2 Melanzane – in 1 cm dicke mit der Küchenmaschine (wenn vorhanden) Scheiben geschnitten 1 Flasche Tomatensauce 2-3 Packungen Mozzarella – ebenso in dünne Scheiben geschnitten Frisches Basilikum, eine Zwiebel, 4 Zehen Knoblauch, Salz, Pfeffer und eine nette italienische Gewürzmischung (muss aber nicht sein) und ein kleines Stück Butter. Öl.

Am Vortag die Tomatensauce zubereiten. Zwiebeln klein schneiden, Knoblauch ebenso und in der Butter anbraten. Die Sauce zugeben und mit den restlichen Gewürzen aufkochen und nochmals ca. 250 ml Wasser zugeben und nochmals einreduzieren. Auskühlen lassen und kaltstellen.

Zubereitung Parmigiana:

Die in Scheiben geschnittenen Melanzane mit Salz bestreuen, eine Stunde ziehen lassen, mit Küchenkrepp abtupfen, um sie danach in heißem Öl kurz zu frittieren. (Aufwendiger, aber schmackhafter wird das Ganze, wenn ihr die Melanzane vor dem Frittieren in einer Mischung aus Mehl und Parmesan wendet).

Danach schichtet ihr alles wie bei einer Lasagne. Zuerst kommen die Melanzanescheiben, dann die Tomatensauce und zum Schluss die Mozzarella. Die angegebene Menge geht sich bei mir für zwei Schichten aus.

Im Backofen bei 170 °C ca. Minuten überbacken.

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Leibspeis Nr 23

20. November 2020

Sommerrollen, Winterrollen 

“Ich stehs mir auf asiatisches Essen”.   

Egal welches Land, Hauptsache korianderlastig und scharf. Alles andere überlasse ich dem Zufall. Natürlich nicht wenn ich koche, nur wenn wir essen gehen.  

Und das tun wir gerne und ziemlich regelmäßig. Als wir zum letzten Mal vor dem Lockdown verabredet waren, hatten wir einen Tisch in einem sehr feinen Restaurant reserviert. Im letzten Moment, am Weg dorthin im Auto, erspähten wir ein kleines thailändisches Lokal. Wir sahen uns an, nickten und sind super spontan anstatt rechts nach links abgebogen.  

Was für ein wunderbarer Abend. Meine Begleitung und das köstliche Essen haben die Höchstpunktezahl verdient. Beides vorzüglich! 

Jetzt im Lockdown ist es mir wichtig, dass ich ein bisschen auf die Ernährung achte. Die Mädls und ich haben beschlossen nicht nur zu essen, wonach uns gerade ist. Auf unsere kulinarischen Bedürfnisse zu hören erachte ich momentan als essentiell. Trotzdem, oder gerade auch deshalb, ist es mir wichtig viel Gemüse daheim zu haben. 

Winter/Sommerrollen mit einer aromatischen Sauce aus allerlei Zutaten geben die ziemlich viel her. 

Ich habe mich gestern ein bisschen gespielt. Hokaido angebraten, Bio Garnelen, Bio Hendlbrustfleisch (hatte ich noch von den Sate-Spießchen übrig), rohes Rotkraut, Karotten, usw…  

Ich mag es, wenn ich schon beim Anblick dieser Köstlichkeit gute Laune bekomme.  

Bunt macht mich fröhlich! 

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Leibspeis Nr 22

17. November 2020

Sauerkrautknödel

Das ist eine Speise, die ich mit einem meiner besten Freunde verbinde und das, obwohl wir sie noch nie gemeinsam gegessen haben.

Georg.

Er ist ein großer Fan von Hausmannskost. Zudem ruft er mich aktuell fast wöchentlich an und möchte mit mir übers Kochen reden, weil „Da kennst dich besser aus als ich“. Er kocht gern und braucht manchmal einfach nur ein paar Tipps. Das besten an den Telefonaten ist aber, dass wir übers Essen immer auf andere Themen kommen.

Und schon sind wir beim zweiten Teil, der mich quasi mit ihm und den Knödeln verbindet.

Sauer, so heißt es, macht lustig. Georg und ich haben in vielerlei Hinsicht den gleichen Humor. Es gibt tatsächlich wenige Menschen, mit denen ich so gut lachen kann, wie mit ihm.

Das tut in Tagen wie diesen, wo alles grau in grau erscheint und viele Dinge noch so unverständlich für uns wirken, unglaublich gut.

Die Knödel sind, so stelle ich mir das vor, obwohl ich keine Gans und auch selten anderes Fleisch esse, eine geniale Beilage für eben dieses. Immer ein bisschen mehr machen, denn am nächsten Tag mit Ei angebraten und grünem Salat dazu, schmecken sie einfach himmlisch.

Ein Rezept für die Knödel habe ich nicht – nur eine Empfehlung, wie ihr es machen könnt.

Die Basis ist ein Sackerl Sauerkraut. Weiter geht es fast ohne Mengenangaben so:

2 Zwiebeln und 4 Knoblauchzehen in Butter und Öl anbraten, das klein geschnittene Kraut dazu geben und zirka fünf Minuten weiterbraten. Mit ein bisschen Gemüsesuppe ablöschen. Manch einer mag Knödel mit Speckwürfel sehr gern, aber die essen wir nicht, deshalb würze ich mit geräuchertem Paprika und dazu noch Pfeffer aus der Mühle. Vom Herd nehmen und auskühlen lassen. Die Masse wird mit Semmelwürfel (die Menge nehme ich immer nach Gefühl), die ich davor in Gemüsesuppe und dem Saft des Krautes eingeweicht habe, vermengt. Ein Ei zugeben und alles gut durchkneten. Wenn es zu matschig ist, gebe ich (weiße) Polenta dazu. Das gibt dem Ganzen eine wunderbare Konsistenz. Im siedenden Wasserbad ein paar Minuten kochen (hängt von der Größe eurer Knödel ab) und in Butter schwenken.

Leibspeis

Leibspeis Nr 21

15. November 2020

French Toast     

Vor einiger Zeit war diese Speise ein lieb gewonnenes Ritual, wenn sonntags Zeit für ein gemeinsames Frühstück war.

Ein Klassiker: Die letzten Toastbrotscheiben vom Frühstück der Woche, das wunderbare Bio Ei und die Bio Milch vom Bauern. Dazu selbstgemachtes FruFru (Mischung aus ein bisschen Joghurt, Buttermilch und Marmelade), oder einfach nur Joghurt natur. Manchmal ein paar Bio TK Beeren. Eine großes Häferl Kaffee, ein gutes Gespräch.

So in den Sonntag zu starten ist schon sehr fein.

Wie das so mit Ritualen ist – manche werden zu lieb gewonnen Erinnerungen und wiederholen sich in Folge nur noch zu besonderen Anlässen. Wir haben uns daran satt gegessen, schlafen mittlerweile lieber länger und lassen am Sonntag kurzum das Frühstück aus. Aber hin und wieder… hab ich so einen unglaublich großen Gusto drauf, dass ich ihn einfach zum Abendessen genieße.

Wieso eigentlich auch nicht?

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Leibspeis Nr 20

13. November 2020

Gebackener Karfiol mit Parmesansauce

Manche knabbern die Rinde vom Parmesan ab – ist gut fürs Zahnfleisch habe ich gehört und andere machen dann doch lieber Köstlichkeiten für die ganze Familie damit.

Ich gehöre zu den anderen, manchmal.

Der Wochenverbrauch Parmesan liegt bei uns bei einer bis zwei Packung(en) – ja, Packung, da das mit dem Alleinerziehen und den exquisiten Lebensmitteln nicht immer so hinhaut. Wichtig ist mir, dass er am Tisch steht und genossen wird, wenn Bedarf danach besteht.

Die Rinde hebe ich neuerdings – schuld daran ist ein Kochvideo, auf und verarbeite sie zu einer Marinade, einer Sauce oder kürzlich auch einer Suppe (Rezept folgt in Bälde).

Der Karfiol im Angebot, das Endstück vom Parmesan im Kühlschrank, die Milch (für den Teig des gebackenen Karfiols), die aufgebraucht werden muss.

Un buon ménage à trois!

Die Parmesansauce ist sehr leicht zu kredenzen. Das Endstückerl vom Parmesan in einer Gemüsesuppe weichkochen, mit Obers abschmecken, Gewürze rein. Voilá!

Mit aufs Foto durften sich, aus Versuchszwecken, noch Fenchel, Karotten und Grünkohl, gesellen. Versuch bestanden. Vor allem der Fenchel. Den mag ich immer. Egal wie er zubereitet wird.

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Leibspeis Nr. 19

10. November 2020

Matjes

Wenn ich nur dieses Wort höre bekomme ich Hunger. Egal wie satt ich bin.

Gestern war einer dieser Tage, der einiges an Überwindung von mir abverlangte. Keine angenehme, aber ich denke, es war die einzig mögliche und somit richtige.

Nach unzähligen Telefonaten habe ich mich angezogen, einen Spaziergang mit unserem Hund gemacht und bin danach in einen Supermarkt gegangen, wo es Matjes geben sollte. Verpackt, nicht frisch. Aber das war mir zu diesem Zeitpunkt egal. Hauptsache ein bisschen „Positivität“, wie es meine jüngere Tochter gerne bekundet, in den Alltag bringen.

Abends, nachdem die Kinder ihren Kaiserschmarren genossen, der gehört einfach zum Wohlfühlessen an trüben Tagen auf den Speiseplan, habe ich mich über meine Italiensch/Norddeutsche Liaison gemacht.

Panino aus Italien, Matjes aus der Ostsee (oder so), rohe Zwiebeln, Salat eine köstliche Sauerrahm/Majo/Petersilie-Sauce und mit, wie mir von Einheimischen nahegelegt wurde, einem knackigen Stück Apfel. Alles Mundgerecht zusammengeschnitten und das Panino damit belegt.

Dazu, es musste ausnahmsweise sein, ein Aperol Spritz.

Uffa das war fein!

Der Fisch aus dem Packerl war natürlich nicht die Offenbarung, aber… er hat diesem Tag einen guten Ausklang bereitet. Die Erinnerung an meine geliebte Ostsee, verbunden mit den Plänen für die Osterferien und dem guten Gefühl, dass der Tag um spätestens 23:59 enden wird, hat mich erfreut an „morgen“ denken lassen. Also an heute.

Und heute, heute ist ein guter Tag. Einfach, weil ich ihn mir so gestalten werde!

Letztendlich gesellte sich noch eine Schokolade und Tee als Nachspeise dazu. (Keine bezahlte Werbung! Die Schokolade habe ich meinen Kindern mitgebracht, welche wir auch fair geteilt haben!)

PS. Bitte habt Nachsicht mit der Qualität meiner Fotos – ich hatte heute kein Tageslicht zur Verfügung, deshalb wirken sie etwas gelblich. Gefällt mir auch nicht, aber manchmal passiert das leider.

Leibspeis

Leibspeis Nr. 18

8. November 2020

Herbst Trompeten

Gestern war Samstag. Heißt für Frau Zettl Markttag. Mit dem Rad geht es zum Lendplatz. Zum Bauernmarkt.

Obwohl ich immer dieselben Basislebensmittel kaufe, kommen meist einige „neue“ dazu. Saisonbedingt. Neu im Sinne, habe ich noch nie selbst verarbeitet – nur im Gasthaus genossen oder endlich weiß ich, was ich damit machen könnte.

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Leibspeis

Leibspeis Nr 17

5. November 2020

Grünkohlsalat

Grünkohl (roh, vom Bauernmarkt), Granatapfel, gebratene Karotten und Chips.

Mariniert mit einem köstlichen Parmesan Dressing.

Ich habe für das Dressing die Rinde vom Parmesan mit Suppe weichgekocht, mit Schlagobers und Pfeffer abgeschmeckt, püriert und durch ein Sieb passiert.

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Leibspeis Nr. 16

4. November 2020

Schokokuchen (mit einer unglaublich köstlichen Erdnussbutter-weiße Schokolade-Ganache)

Es war lediglich ein Versuch. Eigentlich.

Wozu habe ich so viele Kochbücher, wenn ich eh immer nur Dinge koche, die wir eben gerne essen? Seit Wochen nehme ich mir vor, endlich ein Rezept aus „Verführerische Torten“ zu backen. Heute war es, irgendwie auch ein bisschen passend zum Tag, so weit.

Mein erstes Peanut Butter Sandwich genoss ich als 15-jährige in den USA. Davor kannte ich Erdnussbutter nicht. Für mich steht Erdnussbutter seither immer im Kontext mit den USA. In diesen Tagen wird ein neuer Präsident gewählt, deshalb finde ich genau das Rezept, das doch sehr üppig ist und dennoch locker leicht, passend zu heute… #heutetage .

Das Rezept: 50 g Kakaopulver 185 g gesalzene Butter 330 g Zucker (220 g reichen durchaus auch!) 1 TL Vanilleextrakt 3 Eier 70 g Erdnussbutter (1 großer Esslöffel) 300 g Mehl 1 Päckchen Backpulver 180 ml Buttermilch

Für die Erdnusscreme-Ganache: 360 g weiße Schokolade 2 EL Erdnussbutter 125 ml Obers

Zubereitung: Teig: Kakaopulver in 125 ml Wasser auflösen. Butter, Zucker, Vanille schaumig schlagen, die Eier nach und nach einarbeiten, danach Erdnussbutter und den Kakao unterheben. Mehl und Backpulver unterheben und zum Schluss noch die Buttermilch einrühren. Bei 180°C ca. 50 Minuten backen. Auskühlen lassen. In der Zwischenzeit die Ganache zubereiten. Ebenso auskühlen lassen. Diese zum Schluss über den Kuchen streichen.

Wir ihr am Foto seht konnte ich mit dem Verkosten nicht mehr warten und habe sie sofort gekostet, anstatt eine Stunde im Kühlschrank rasten zu lassen.

Rezept nachgebacken aus dem Buch „Verführerische Torten“ – kann den Backen Sünde sein? Edition Fackelträger

Alle Rezepte, Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr. 15

11. Oktober 2020

Asiatische Hühnernudlsuppn

Lena isst nur Suppe ohne Fleisch.

Ich brauche ein bisschen Hendlfleisch und Chili dazu.

Total easy und schnell zubereitet. Da wir keine Suppennudeln daheim hatten, habe ich Reisnudeln genommen.

Essen wir im Herbst, Winter tatsächlich wöchentlich.

Alle Rezepte, Leibspeis

Leibspeis Nr. 14

8. Oktober 2020

One Cookie a day keeps the sadness away!

Livia kommt nach den Ferien beim Papa zurück und besteht drauf, dass ich Cookies backen soll. Papas Freundin und deren Schwägerin haben so gute, als sie im Waldviertel gewesen sind, gebacken.

„Das schaffst du bestimmt auch“, versucht sie mich, überredend, zu ermutigen. Gestern war es dann endlich so weit. Und ja, ich habe es geschafft… Mir einen Cookie von den zwei Blech zu retten. Hab ihn abends mit einem feinen Glas Sprudel in Ruhe genossen.

Rezept:

260 g Butter mit 250 g Staubzucker schaumig schlagen, 2 Eier und ein bisschen Vanille dazu und weiter schaumig schlagen. 250 g Mehl mit Backpulver, Salz und ca. 350 g Schokoflocken (eher sogar ein bisschen weniger) vermengen und in die Buttermasse unterheben. Wenn der Teig zu fest erscheint, könnt ihr ein bisschen kaltes Wasser dazu vermengen.

Bei 180°C ca. 13 Minuten backen. Der Rand muss kross sein, die Mitte innen eher weich. Dann sind sie fertig.

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Leibspeis Nr. 13

7. Oktober 2020

Suplí al telefono

Am 20.02.2020 bin ich das letzte Mal in Rom gewesen.

Zum Abendessen und um am darauffolgenden Tag ein bisschen durch die Stadt zu flanieren.

Um „Die Gute Alte Zeit“ ein bisschen in Erinnerung zu rufen, habe ich in diesen 24 Stunden in Rom mindestens sechs! dieser Suplí genossen. Ich würde sagen „frittierte Reisbällchen“ gehören für immer und ewig zu meinen Leibspeisen.

Und irgendwann bleib ich dann wieder für ein paar Wochen in Rom und lass mich von der Einzigartigkeit Roms treiben – wie anno dazumal.

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr. 12

5. Oktober 2020

Dillfisolen mit Erdäpfel.

Die Oma hat dazu immer irgendein Fleisch gemacht, hat der Papa erzählt.Wenn er morgen kommt, soll ich ihm doch bitte eine Portion übriglassen, meinte er vorhin am Telefon.

Und eigentlich wollte ich heute nichts kochen, posten, aber Dillfisolen nicht zu erwähnen wäre echt schad…

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Leibspeis Nr. 9

3. Oktober 2020

Spaghetti (nicht schpageti) Aglio, Olio, Peperoncino

Semplice e buuuuuuona!

Ein, „Ich habe um 23:00 Uhr noch Gusto auf ein bisschen Pasta und ein Glas Wein“, Essen.

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Leibspeis Nr. 8

2. Oktober 2020

Karfiol mit (Parmesan) Brösel

Mamas und Omas Küche, wenn sie keine Lust zum Kochen hatten. Schmeckt hervorragend, vor allem wenn der Karfiol nicht zerkocht, sondern gedämpft ist.

Leibspeis

Leibspeis Nr. 7

2. Oktober 2020

Topfennockerl

Topfen, Ei, Brösel, Zimt und Zucker. Apfelmus.

Irgendwie ziemlich geil.