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Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 34

8. März 2021

Rotkrautsteak mit einer speziellen Gewürzmischung

Im zweiten Lockdown hatte ich viel Zeit zum Kochen, Nachdenken und Bloggen.

Danach, also im neuen Jahr bekamen einige andere Dinge den Vorrang. Somit wurde meine Zeit weniger, mein Raum für mich und meine Gedanken und dementsprechend auch war auch weniger Zeit für den Blog. Seit einigen Tagen mache ich nun ein tägliches Schreibtraining – oder anders formuliert, ich schreibe wieder Tagebuch. Für mich ein optimaler Impuls wieder den Blog zu bespielen, denn ich erkenne, schreiben geht oft wie von selbst. Ich muss es einfach nur tun. Meine Gedanken werden zu Geschichten und genau diese möchte ich euch letztlich erzählen.

Meine heutige Leibspeis ist perfekt für Vegetarier, Veganer und alle, die gerne Rotkraut essen und besondere Gewürzmischungen lieben.

Rotkrautsteak mit einer speziellen Gewürzmischung

Das Rotkraut im Ganzen mit Strunk daumenbreit in Scheiben schneiden. Das gelingt übrigens super mit der Brotschneidemaschine oder mit einem richtig scharfen Messer. Die Scheiben auf ein Backblech legen.

Die Gewürzmischung besteht aus: Frischer (oder getrockneter) Orangenschale und Zitronenschale, Rosmarin, Chipotle (Chili) oder einen milderen, Paprika Pulver, eine Messerspitze Vanille, Pfeffer (frisch gemahlen aus der Mühle, nicht zur aromatisch), Zitronensaft, Ahornsirup und ganz wenig Salz.

Mit dieser Mischung das Rotkraut marinieren und im Backofen garen lassen (bei 180°C/ Ober-Unterhitze), bis es eine leichte Bräune bekommt bzw. das Kraut durch ist.

Bei der Garnitur könnt ihr euch spielen. Ich fand rohen Paprika und Miniröschen vom Brokkoli passend.

Ein Tipp zur Gewürzmischung: Chili und Paprika. Entweder ihr nehmt geräucherten Paprika und nicht den Chipotle (sondern einen milden/scharfen der euch schmeckt) oder ihr nehmt Chipotle und dafür ein normales Paprikapulver. Ich hoffe ich habe das nun verständlich erklärt.

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Leibspeis Nr 33

21. Dezember 2020

Rote Rüben Risotto

Ich lasse mich unglaublich gerne ablenken. Speziell in den letzten Tagen, wo Zeit ein untergeordnetes Thema ist und Struktur nur durch Dinge, die ich als besonders wichtig erachte und die zeitnah getan werden müssen, entsteht.

Bloggen gehört für mich ganz eindeutig dazu.

Ich hatte vor den Blog vorzubereiten, saß vor der Bearbeitung der Fotos (die ich letztlich nur ein bisschen „schneiden“ musste) und hatte nebenbei Ö1 laufen. Sobald ich zum Schreiben beginne schalte ich für gewöhnlich leiser oder ab. Heute aber konnte ich nicht abschalten. Die Einleitung von Andreas Obrecht zur Sendung machte mich neugierig. Meine Empfehlung an euch: Hört euch die Sendung an (Geschichten erleben, Geschichten erzählen, 21.12. | Ö1 | ORF-Radiothek). Also ich war begeistert!

Meine Ideen fürs Kochen entstehen übrigens meist sehr spontan. Ich wache auf, versuche mich zu orientieren, denke über das Geträumte nach und manchmal gibt es mir sogar einen Hinweis darauf, was ich kochen werde. Keine Ahnung wieso, aber es ist so. Manchmal ist es ein diffuses Bild, das ich nachkochen möchte oder ich erinnere mich an eine Begebenheit aus einem Traum. Oft ist es aber so, dass ich großen Gusto auf eine Zubereitungsart (gebacken, gegrillt, usw…) habe.

Vielleicht klingt es nun etwas komisch für euch, aber essen und auch kochen ist für mich unglaublich emotional besetzt. Ich verbinde mit Gerichten schöne Momente. Genossen mit Menschen die mir wichtig sind oder Reisen die spannend gewesen sind.

So war es auch die letzten Tage. Immer wieder dachte ich daran, wie wir als Kinder damals die Rüben vom Feld hinter unserem Haus geklaut hatten und diese mit unseren „Feidln“ – den Taschenmessern, geschält und roh gegessen hatten. Damals waren es Zuckerrüben.

Rote Rüben Risotto:

400 g rote Rüben gekocht, 2 Kohlsprossen, 250 g Reis, ca. 750 ml Flüssigkeit (Gemüse/Rindsuppe und ein bisschen Prosecco oder Wein), 1 große Zwiebel, 2-3 Knoblauchzehen, Butter, Parmesan, Salz, Pfeffer und eure Lieblingsgewürzmischung für Gemüse oder Risotto.

Die Zwiebel und den Knoblauch klein hacken (ich mach das immer mit der Zick Zick Zyliss) und mit etwas Butter andünsten, die Rüben (fein gewürfelt) zugeben und 3 Minuten anbraten. Danach den Reis gut untermengen, mit etwas Wein ablöschen, ständig rühren, mit Suppe ablöschen, weiter rühren. So lange Flüssigkeit zugeben, bis der Reis bissfest ist. Zum Schluss die Kohlsprossen (klein gehackt) den Parmesan unterheben und servieren.

Dazu passt hervorragend ein geräucherter Fisch. In meinem Fall eine geräucherte Makrele.

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Leibspeis Nr 32

19. Dezember 2020

Bruschetta al pomodro

Würde ich einer Freundin, im Telegramstil, über diese Woche erzählen, dann würde das ungefähr so lauten:

Super Start in die Woche am Montag-spannender Dienstag (eine Entscheidung getroffen, die mir sehr schwergefallen ist und sich Stimmungsmäßig durch die Woche gezogen hat)-angenehmer Mittwoch -schrecklicher Donnerstag-ambivalenter Freitag (in der Stadt spazieren gehen war spitze, danach Infos über diverse PK´s fand ich schlimm)-gemütlicher, freundlicher Samstag.

Ich würde sagen, diese Woche war eine Minihochschaubahn unterschiedlichster Begebenheiten.

Wenn es draußen so grau in grau ist, mag ich es, dass ich möglichst viel bunt um mich habe. Auch beim Essen. Paradeiser gehen immer. Bruschetta (Brusketa ausgesprochen).

Wenn wir in Italien gemeinsam gegrillt haben, dann war Bruschetta immer mit von der Partie. Wir Mädls sind plaudernd zusammengesessen, haben geschnipselt, viel gelacht (sofern ich verstand was alles geredet wurde) und gemeinsam gekocht. Ich erinnere mich gerne an diese Zeit.

Rezepte gibt es dazu im Netz ohne Ende. Ein Tipp von mir an euch: Wenn ihr zu viel davon gemacht habt, dann verfeinert die Paradeiser mit roten Zwiebeln und Gewürzen und esst sie als Salat oder macht eine schnelle Sauce für Pasta draus.

Buon Appetito!