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Nordlichter Teil 2

25. Februar 2024

Unser Abendprogramm war schnell und leicht beschrieben. Wir werden Abwarten und Tee (oder Kakao) trinken, Kuchen essen und hoffen, dass sich die Wolken verziehen und wir eine klare Sicht haben. Denn dann ist die Chance auf die Nordlichter groß. Wir saßen also gemeinsam ums Lagerfeuer, plauderten, tranken köstlichen Kakao und plötzlich:

Springt Trine auf und meint, kommt, wir gehen an den Strand und suchen nach ihnen. Das hat gedauert und war mit mäßigem Erfolg gekrönt. Aber es war erst 21 Uhr und die Nacht war jung. Zurück im Lavuu grillen wir Marshmallows, ein paar Stoßgebete in den Himmel schicken und warten. Plötzlich läutet Trines Telefon, sie eilt nach draußen und fordert uns hektisch, aber voller Freude, zum Rauskommen auf.

ENDLICH – sie sind da und tanzen für uns. Ganslhaut, Freude, Verwunderung, Unfassbarkeit. Wie kann so ein „Grünes Licht am Himmel“ bloß so faszinierend sein?

Meine Tochter quietscht vor Freude, ich werde ruhig. Dankbarkeit und Fassungslosigkeit wie schön die Natur sein kann – ist, durchströmt meinen Körper. Dieses Lied „Jede Zelle meines Körpers ist glücklich“. Es hat gepasst. Es hat sich genau so angefühlt. Ein Glück, das ich mit Worten nicht beschreiben kann. Dankbarkeit meine Tochter so froh zu erleben gesellt sich dazu. Jetzt, wenn ich darüber schreibe, habe ich Herzklopfen. Es war so schön.

Die Lichter haben nicht lange getanzt, aber sie waren fast eine Stunde durchgehend zu sehen. Immer wieder an verschiedenen Punkten am Himmel. Was für ein Erlebnis. Wir werden das unser ganzes Leben nicht vergessen. Gegen Mitternacht ging es leider schon zurück nach Tromso. Dank Trine verlief auch die Fahrt zurück entspannt. Es war mucks Mäuschen still im Bus.

Als Lena und ich heute durch Tromso spazierten konnte ich an fast nichts andere denken, als an die Lichter, den gestrigen Abend. Ich liebe die Natur im Norden. Normalerweise bin ich davon überzeugt, dass ich wieder in die Stadt/Region in der ich gerade Urlaub mache, kommen möchte. Diesmal, das sag ich ganz offen, ist es nicht so. Norwegen hat noch so viel mehr als Tromso zu bieten. Oslo zum Beispiel. Hammerfest, Senja oder das Nordkap. Aber das ist alles wirklich richtig teuer. Deshalb werde ich mir die Reisen in homöopathischen Dosen gönnen.

Und außerdem sind die Nordlichter in Grönland zu bestaunen wohl der Zenit meiner Vorstellungskraft.

https://www.tromso-friluftsenter.no/

Ein Link einer Grönländerin die ihr unbedingt gesehen haben müsst – Vorsicht Suchtfaktor!

https://www.instagram.com/qsgreenland/

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Nordlichter

24. Februar 2024

Ich muss ein bisschen ausholen:

Die Idee zur Reise hatte Lena. Ich war sofort mit im Boot und habe mich gefreut, dass sie alles so gut organisiert. Ihre Vorschläge für Dinge, die wir in Tromso machen konnten fand ich super. „Die Nordlichter müssen wir unbedingt sehen, Mama“. Eh total gern, aber was ist an diesem grünen Licht am Himmel denn bitteschön so besonders (dachte ich mir)? Ich hab so Verrücktheiten wie: Von Österreich nach Japan mit dem Zug, Grönland für eine Woche oder mit dem Fahrrad entlang der Ostsee (das muss nicht nur in Deutschland und Polen sein!) auf meiner Liste.

Aber gut, wenn es ihr Wunsch ist, dann machen wir das doch.

Am Donnerstag war es so weit.

Lena hat das Friluftsenter gewählt. Trine war unser Guide (im englischen ist mir bisher keine weibliche Form für diese Berufsbezeichnung untergekommen – wenn ihr sie kennt – sagt es mir bitte!) Trine, oh du liebe Trine – du hast die Tour zu etwas sehr sehr Speziellem gemacht. Unglaublich. Deine Freundlichkeit, deine Heiterkeit, deine Erzählungsfreude und zum Schluss – diese herzliche Umarmung. Es war familiär (ihr Papa hat das Unternehmen gegründet), es war spannend und vor allem eines – kurzweilig. Wir hatten wirklich viel Spaß und Trines Positivität war unbeschreiblich fein.

Bis zum Kennenlernen von Trine war ich auf „schauen wir mal was das wird“ eingestellt. Sobald sie zu erzählen begann wurde ich neugierig und spätestens nach fünf Minuten wollte nur noch raus in die Natur und sie sehen. 35 km außerhalb von Tromso, den nördlichsten untertunnelten Kreisverkehr Europas (oder der Welt) passiert habend, stehen wir also kurze Zeit nach der Abfahrt in Oslo auf dem Grundstück ihrer Eltern und werden ins Lavvu gebeten. Einer der ursprünglichsten Behausungen der Samen.

In der Mitte ist ein Feuerplatz wo wir auf Hockern Platz nehmen dürfen und Trine uns über das Abendprogramm erzählen wird.

Mehr dazu im nächsten Blog!