Die Zettl bloggt, Die Zettl kocht

354 Tage bis zum 21.01.2025

3. Februar 2024

Let´s talk about the job…
Ich bin Tagesmutter.

Aus Leidenschaft, aus Überzeugung, aus tiefstem innersten Wunsch. Eine spätberufene quasi. Sei´s drum. Endlich habe ich das gefunden, das mir wirklich Spaß macht, für das es sich auszahlt jeden Tag aus den Feder zu flüchten, um einer Tätigkeit nachzugehen die für mich Sinn ergibt.

Das kam übrigens zirka so:
Irgendwann nach dem Tod meiner Mama und während Corona stellte ich mir die Frage, was das Leben wohl noch zu bieten hätte?

Ich kann ja einiges an beruflichen Ausbildungen und Berufen vorweisen:

Köchin/Kellnerin, Reisebürokauffrau und Reiseleiterin, Almführerin, PR Managerin und Immobilien Makler Assistentin. Dazu gesellt sich eine kurze Zeit der Selbständigkeit als erste Food Bloggerin für Coca-Cola im deutschsprachigen Raum und für „Frisch gekocht“ stand ich für den ORF auch mal vor der Kamera (nur ein paar Minuten einmal pro Woche, aber!).

Wie auch immer.
Ich habe letztlich nicht nur mir die Frage gestellt, sondern vielen Freunden: Was passt beruflich zu mir? Unter anderem einem sehr renommierten Coach. Wir kamen ins Gespräch, eruierten in seinem Stil das Thema und einen Tag später meinte meine Tochter – werde doch Tagesmutter.

Ich begann zu Googlen, sah mich nach einer Ausbildungsmöglichkeit um, habe alle Hebel in Bewegung gesetzt, um genau das machen zu dürfen und wurde zur Ausbildung zugelassen.
Ein Tag der mein berufliches Leben grundlegend verändern sollte.

Die Zettl bloggt, Die Zettl kocht

02.02.204

2. Februar 2024
LEOPOLDSTEINER SEE

Es ist ein Gfret mit den Hormonen im Klimakterium.

Auf ab, auf ab… und alle „leiden“ mit, oder nehmen es gelassen. Immer wieder hatte ich gelesen, dass es ziemlich herausfordernd wird. War aber überzeugt, dass ich nicht betroffen sein werde. Wieso auch? Es geht mir gut, ich hab Spaß im Leben und überhaupt. Was sollte schon großartig passieren?

Irrglaube. Damit hat das ziemlich wenig zu tun. Es gibt Tage, da zieht es mich zusammen vor unsichtbaren, nicht definierbaren Ängsten, Unruhezuständen und Hitzewallungen. Mich drauf anzureden kann oft mit einem Überschwang an tränenreicher Erzählungen enden. Das macht selbst mir keinen Spaß. Was dann wieder zur Folge hat, dass ich mir dieses hormonellen Wirrwarrs bewusst werde. Und das wiederum verschafft mir den Fokus genauer auf mich zu achten. Dinge zu tun, die mir wirklich gut tun und die mich erfüllen.

Sei es in der Arbeit neue Akzente zu setzen, mich in einen kalten See zu schmeißen, um im Winter eine Runde baden zu gehen oder mein Klimaticket zu nützen, um mal wieder eine Zeit raus aus Graz zu kommen. Wenn nichts von alle dem hilft geh ich Kuchenbacken oder Rezepte neu, mit meiner Handschrift, erfinden. Manchmal braucht mein Kopf nur eine gewaltige Musterunterbrechung von gewohnten, zu routinierten Abläufen. Dann geht´s mir gleich wieder besser. Vor ein paar Wochen habe ich zudem meine Liebe zum Schnapsen wiederentdeckt. Mit einem Gegenüber der/die mich gut herausfordert könnte ich wahrscheinlich stundenlang spielen.

Wenn all das nicht hilft, hilft nur eines:

Schreiben. Das hilft absolut immer. Deshalb unter anderem auch der Blog.

Der viel zitierte Wechsel ist kein Spaziergang. Ein bisschen fühle ich mich in die Zeit meiner beiden Schwangerschaften zurück versetzt. Damals blieb mir quasi gar nichts anderes übrig, als besonders gut auf mich zu achten, meine Grenzen richtig zu setzen, auf meine Ernährung ganz bewusst zu schauen und zu dem viel Bewegung zu machen. Mit meiner Jüngsten im Bauch ging ich im neunten Monat noch auf den Teichalmkamm rauf. Ich war fit und ausgeglichen.