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Leibspeis

Die Zettl kocht, Leibspeis

Leibspeis Nr 62

1. September 2021

Tamagoyaki

Der letzte Eintrag ist nun wieder einige Zeit her, aber ich gestehe, manchmal habe ich einfach keine Lust zum Schreiben. Andere Dinge haben Vorrang. Meine Kinder zum Beispiel oder Hörbücher oder einfach nur Zeit für mich, zum Nachdenken.

Nun ist es wieder so weit. Der alte Elan ist zurück. Die Schule beginnt in Bälde – für die nächsten neun Monate auch für mich. Ich werde eine neue Ausbildung starten und freue mich riesig darauf. Ein paar Tage Urlaub hatte ich diesen Sommer ausnahmsweise auch. Das war, ob einiger unsicherer Begebenheiten, bis zum letzten Moment tatsächlich nicht fix.

Und weil ich gerade über den Urlaub schreibe. Wenn ich, und sei es nur nach Wien, oder einen Tag in die Berge fahre, dann nie ohne meiner „Bento Box“. Meine Boxen sind leider selten herzeigbar. Sie bestehen aus vielen einzelnen Elementen. Aus welchen werde ich euch in den nächsten Blogs gerne zeigen. Heute: Tamagoyaki (japanisches Omelett)

Damit mir diese perfekt gelingen, habe ich mir eine rechteckige Pfanne gekauft. Diese hat sich mittlerweile mehr als amortisiert. Einmal wöchentlich mache ich damit mein Tamagoyaki. Ob für die Box oder einfach so zum Naschen. Ich glaube, ich bin ein bisschen süchtig!

Mein erster Tamagoyaki Versuch

Ich braucht dafür 4 Eier, 1 TL Mirin, ½ Reisessig, 1 Tl Sojasauce und bestenfalls ein bisschen Sake. Alle Zutaten miteinander verquirlen und schichtweise in die Pfanne gießen. Mein Tipp – auf kleiner Flamme oder am Elektroherd mit der kleinsten Temperatur starten. Möglichst dünne Schichten an Ei eingießen, mit einer Spachtel einrollen und die nächste Schicht eingießen. Mein nächster Tipp ist kompliziert zu erklären, aber ich versuche es: Sobald eine Rolle sichtbar ist, reißt das Verbindungsende gerne ein. Wenn ich also das Ei eingieße, dann gebe ich rund um das Ende zur Verbindung die meiste Menge hin. Damit hält es bei mir besser.

Mittlerweile ist es fast schon Routine. Ich mag es gern mit Sprossen – hier am Foto seht ihr Daikon Sprossen

Nachdem die Rolle große genug ist, wird sie in quer in zirka zwei Zentimeter große Stücke geschnitten.

Itadakimasu

Ein Querschnitt vom Titelbild
Alle Rezepte, Leibspeis

Leibspeis Nr 61

13. Juni 2021

Vatertag!

Ich hatte die Überschrift gesetzt, zu schreiben begonnen, alles gelöscht, wieder geschrieben, wieder gelöscht. So geht es mir manchmal, wenn ich über ein Thema schreiben möchte, über das ich viel zu sagen habe, aber es letztlich für mich behalten sollte.

Ich hab meinen Papa lieb. Wir waren nicht immer gut befreundet, aber wir haben uns versöhnt, haben eine eigene Form des „friedlichen Miteinanders“ für uns gefunden. Das tut gut und gibt mir Kraft. Papa und ich gehen so oft es uns möglich ist miteinander spazieren, erzählen uns vom Alltag, versuchen Beurteilungen aus den Gesprächen zu lassen, gehen unguten Themen aus dem Weg und sind beim Verabschieden immer dankbar, dass wir diese Zeit miteinander hatten.

Manchmal tut es mir ein bisschen weh zu sehen, wie er immer älter wird. Wir haben zu Hause eine Wand mit Familienfotos. Darauf sehe ich ihn täglich als jungen Mann. Er sah gut aus. Mein Papa.

Tut er immer noch, aber anders. Manchmal meine ich Eigenschaften von ihm in meiner jüngsten Tochter zu erkennen. Das macht mich immer ganz froh, denn sie ist schlau und kann irre gut verhandeln. Das konnte mein Papa auch. Darin war er wirklich mein großes Vorbild!

Alles Gute an euch Papas!

Rezept:

350 g Mehl (oder Gran Semola) 1 Ei 120 ml rote Rübensaft 1 Packung Schafskäse 100 g Tofu 1 TL Öl Gehackte Walnüsse

Teig:

Die Zutaten für den Teig gut vermengen und kneten bis der Teig glänzt. Dann kurz rasten lassen und mit der Teigmaschine dünne Blätter ausrollen. (Ich habe Lasagneblätter im Pastamaker mit der Lasagne Matrize gemacht).

Füllung:

Schafskäse, fein gehackte Nüsse und Tofu mit der Gabel möglichst klein zerdrücken, sodass ihr eine cremige Konsistenz bekommt. Herzen ausstechen und mit eine Teelöffel die Fülle in die Herzmitte setzen. Das Wasser zum Sieden bringen und die Herzen 3-4 Minuten darin „schwimmen“ lassen. Mit Butter und Parmesan oder Hefeflocken servieren.

Statt dem Tofu könnt ihr natürlich auch Creme Fraiche nehmen und frische Kräuter dazu geben. Ich wollte euch mit dieser Füllung zeigen, dass auch Tofu dafür geeignet ist und tatsächlich auch, in Kombination mit dem Schafskäse, total gut genießbar ist.