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Dezember 2020

Leibspeis, Über mich

Fortsetzung

5. Dezember 2020

Aus den Geschichten übers Leben am Land, wurden Geschichten übers Essen (das habe ich der wunderbaren Redakteurin, JH, zu verdanken, die damals erkannte, dass ich, ab einem gewissen Zeitpunkt, nur noch über Rezepte bloggte). Ich bekam somit einen fixen Platz am Woman-Blog.

Ich war so stolz auf unsere fünf Hochbeete und die Beeren-Nasch-Ecke. Wir hatten unseren Garten mit Hilfe einer Architektin gut geplant. In den Hochbeeten wuchsen Brokkoli, Artischocken, Karotten, Rotkraut, usw… Dazu ein Beet nur mit Kräutern. Wir pflanzten auch einen Quittenbaum und einen Apfelbaum.

Es war ein kleines Paradies für unsere Kinder und uns.

Im Stall quartieren wir Schweine und Enten ein. Drei Katzen fanden bei uns ein neues zu Hause, ebenso Ziegen. Die Tiere waren zum Kuscheln da, das Obst und Gemüse zum Verzehr. Wir vier lebten damals außerordentlich gesund und aßen kaum Fleisch.

Da wir so viel Gemüse hatten, wagte ich mich an neue Rezepte. Telefonierte oft mit meiner Tante oder mit Freunden aus Italien und habe mir Tipps geben lassen, wie ich meine Gerichte verfeinern konnte. Als wir uns trennten zog es mich gen Graz, anstatt nach Wien zurück zu gehen. Dem „Woman Blog“ blieb ich treu.

Ich wusste damals noch nicht, dass ich mich auch „Food Bloggerin“ nennen konnte. Ich schrieb öffentlich wohl in erster Linie übers Essen, aber … Bei einem Interview für eines meiner Projekte wurde ich gefragt was ich beruflich mache. Ich war damals in Ausbildung zur PR Managerin und immer noch Blogs schreibend. Der Redakteur erkor mich zur „Food Bloggerin“ – ich weiß noch, wie verwundert ich war und meinte – „Na ok, wenn man das so sagt, dann stell mich gern als „Food Bloggerin“ vor.

Das war 2013.

Mein Fokus war aber eher auf den Geschichten, als auf den Gerichten – die kamen einfach so nebenbei vor, da ich ohnedies immer für meine Kinder kochen musste. Irgendwann war der Wunsch gekommen, meinen eigenen Blog zu schreiben. Unabhängig von der Woman, unabhängig von allen anderen, auf deren Seiten ich immer wieder schrieb.

DieZettl entstand.

2015 war ich für ein Jahr Kooperationspartnerin / Bloggerin für Coca-Cola. Eine der aufregendsten Zeiten meines Lebens. Das muss ich ehrlich sagen. Ich bloggte drei Mal pro Woche, lernte viel über Food Fotografie und über Content kennen.

Damals war ich 39 Jahre, alleinerziehend, hatte einen fixen Job, gerade eine neue Wohnung bezogen und verdiente außerdem erstmals Geld mit dem Bloggen. Ich war unglaublich stolz auf meine Leistung.

Bald darauf folgte die große Chance wöchentlich drei Minuten für die Kochsendung „Frisch gekocht“ vor der Kamera zu stehen. Das war erst spannend. Ich konnte mich jedoch selbst nie im Fernsehen sehen, muss ich ganz ehrlich sagen… . All das endete nach einem Jahr. Die Jahre danach, immerhin fast fünf, habe ich mich vorrangig wieder der Familie gewidmet. Das mache ich heute noch, aber in den letzten Wochen einem Teil davon leider nur noch über Skype und Telefon.

Fest steht, bloggen ist mein Leben, damit habe ich damals am Land begonnen. Es erfüllt mich, es macht mir unglaublich viel Spaß und fällt mir sehr leicht. Nehmt bitte nicht jede Geschichte für bare Münze. Meine Geschichten spiegeln einen minimalen Teil meines Lebens wieder. Einige sind ohne Frage geschehen, ein paar anderen werden es vielleicht sein und manche bleiben einfach Phantasie. Wer weiß das schon!

Grazie!

Leibspeis, Über mich

Leibspeis Nr 1 (26)

5. Dezember 2020


Fagiolini, Limone, Olio d’olive, Sale e Pane.

(Bitte lasst euch von der Zahl nicht verwirren.)

Wieso blogge ich nun doch wieder?

Eigentlich war „Leibspeis“ nur ein kurzer Gedanke. Wie kann ich ausdrücken, dass ich genau dieses eine Gericht mag? Irgendwie kam mir „Leibspeis“ in den Sinn. Plötzlich war es da und ich fand es gut. Die Fisolen mit einer Marinade aus Olivenöl und Zitronen, war quasi der Start für meine neue Serie. Deshalb heute ausnahmsweise Nr. 1. Ich habe in Folge immer wieder etwas unter „Leibspeis“ auf Facebook gepostet. Die liebe Claudia Hannemann meinte bald „Geh aktivier doch wieder deinen Blog, der hat mir damals so gut gefallen“…

Ihn zu aktivieren hatte ich die letzten Jahre sehr oft vor, jedoch fehlten mir die Worte, die Lust aufs Kochen und Fotografieren. An Zeit mangelte es ebenso.

Meine Gedanken wandern zum ersten Blog, den ich je geschrieben habe. Damals, als ich von Wien in die Steiermark, in ein kleines Dorf am Land gezogen war. Ich hatte nach einer Möglichkeit gesucht Familie und Freunde zeitnah über meine Erlebnisse am Land zu informieren, wurde fündig und legte ein „Alias“ am Blog der Frauenzeitschrift „Woman“ an.

So hat das alles vor ziemlich genau 14 Jahren begonnen. Der Gedanke daran macht mich nostalgisch. Es war eine super Zeit mit „den Mädls“ und unserer „community managerin“ vom Blog.

Fortsetzung folgt…