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Zwetschken-Tarte mit Tonkabohnen

26. August 2014
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der erste schritt ist immer der schwerste!

viel zu lange war mein blog inaktiv, obwohl mein vorhaben zu beginn gen regelmäßigkeit drängte.
privates, berufliches, ferien – zeit- und gedankenräuber, auf einen nenner gebracht, ebneten sich ihren weg durch meinen alltag!
ich möchte in meinen kochblogs und meinen geschichten meine lebenslust, meinen spaß am kochen und meine leidenschaft am experimentieren vermitteln – das ist mir unendlich wichtig, denn das macht mich aus und dafür lebe ich! dafür war die letzten wochen einfach keine zeit … in vorsichtigen und langsamen schritten, pendelt sich aber wieder soetwas wie „alltag“ ein und gibt mir zeit und raum für meinen blog – mein liebstes hobby nebst dem kochen!

der alltag mit meinen kindern ist wohl sehr turbulent, aber einfach total lustig. mein motto lautet : „mit einem lächeln auf den lippen geht alles“.
ist eine reine einstellungssache!
gerade dann, wenn es besonders stürmisch wird, also in meinen gedanken und gefühlen oder im alltag ganz allgemein, heißt mein rückzugsort KÜCHE!
in meiner neuen küche bin ich die küchenmeisterin, entscheide was ich kredenze und habe mir nun auch eines der wichtigsten utensilien zugelegt, um abschalten zu können – ein radio! bei ö1 und den vielen interessanten journalen oder bei klassischer musik kocht es sich einfach wunderbar! manchmal tuts aber auch ein dahin „plätscherndes“ hörbuch oder ein eine gute cd…
wie auch immer – auf meiner spielwiese heißt es ab nun an – nichts ist unmöglich und vorurteile gegen zutaten usw… haben dort keinen platz.

das ist natürlich nicht immer leicht, denn meine größten kritikerinnen sind meine kinder und die beiden haben sehr unterschiedliche geschmacksnerven. was sie beide wollen – frisch gekochtes essen, neues probieren und abwechslung. was jede anders mag:

die mini mag kein fleisch (teilzeitvegetarierin ist ihr spitzname), mag diese ganze kocherei überhaupt nicht und zeigt keinerlei interesse an dem was ich in der küche mache. leicht ist das nicht, denn das essen ist entweder zu glitschig, zu sauer, zu versalzen, zu was auch immer… nichts passt ihr!
die große kocht mit ihren 11 jahren widerum schon fleissig mit, macht das richtig toll, zeigt interesse an dem, was in der küche passiert und mag fleisch für ihr leben gern! ihre süßes seite drückt sie durch ihren grandiosen apfelstrudel aus, der kann sich schmecken lassen!
nun aber genug geschichten erzählt … in zukunft gibt es wieder regelmäßig meinen food blog, ich werde meine große tochter das eine oder andere mal mit einbinden, ein bisschen etwas über meinen alltag erzählen und natürlich meine rezepte bebildert posten!

 

heute muss ich euch, weil gerade sehr sehr aktuell und sie mir wirklich total fein gelungen ist, meine ZWETSCHKEN TARTE MIT TONKABOHNE (geshoppt bei http://www.vdb.co.at/) vorstellen.
sie ist wirklich einfach zu backen und gibt total was her, wie ich finde.
TEIG:
250 g mehl
70 g staubzucker (mit ein bisschen geriebener tonkabohne aromatisiert)
130 g butter
4 EL kaltes wasser
diese zutaten vermengt man zu einem elastischen teig und stellt in dann, in folie gewickelt, ca. 1 stunde (etwas kürzer ist auch möglich) in den kühlschrank! danach den teig nochmals kneten und ausrollen, um ihn in eine rund form – ab schönsten natürlich in einer tarteform, zu legen. mit einer gabel ein paar mal anstechen und 7 min. im backrohr vorbacken.
für die CREMA nehme man
300 g sauerrahm (naja, ein becher reicht an sich auch, ich hatte einen angebrochenen becher zu hause, also nahm ich den rest von diesem mit dazu)
4 eier (etwas viel – ich weiß, aber es zahlt sich aus, da eine wunderbare bindung und farbe entsteht)
½ teelöffel bourbon vanille gemahlen (ganze schote)
30 g zucker

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alles miteinander verquirreln und dann
die zwetschgen halbieren und entsteinen, um sie in folge auf dem lauwarmen teig in einer blumenform anlegen zu können – die creme darüber gießen, etwas geriebene tonkabohne über den guss verteilen und bei 180 °C umluft ca. 30-35 min backen!

das ergebnis kann sich sehe lassen und hat all meinen genussprobanden gut geschmeckt.
womit ich nicht hätte geizen dürfen, war die tonkabohne, daher seit mutig und traut euch anständig zu würzen!

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GUTES GELINGEN!

PS: ach ja, ich hatte anfangs erwähnt, dass musik für mich sehr wichtig ist und – speziell in der küche stellt sie eine perfekte untermalung zum kochen dar – aus diesem grund werde ich hier nun nach jedem blog ein lied rein stellen – eines das für mich zur stimmung passt oder eines, das ich während des kochens gehöre und das mir gefällt…
den beginnt macht heute das lied, das julia engelmann zum anlass genommen hat, ihren poetry slam zu schreiben und den ich immer wieder gerne höre, wenn mich der mut oder dir kraft verlässt (also den slam, aber auch das lied finde ich total klasse!):