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Senf

13. Mai 2015
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Seinen Senf dazugeben

Ein Sommer ohne Grillen? Das kann ich mir nicht vorstellen. Wir werfen zwar nicht jedes Wochenende den Griller an und laden Freunde dazu ein, aber hin und wieder ist so ein gutes Steak oder Spießchen schon etwas sehr Feines.
In einer Wohnung mit kleinem Balkon ist Grillen nicht immer so einfach. Ich will aber nicht darauf verzichten – schon alleine wegen meiner leckeren Kochideen, die ich im Kopf habe.

Aus dem Grund habe ich mir einfach einen elektrischen Tischgriller gekauft. Zugegeben, es ist kein Holzkohlegriller oder gar ein Smoker wie beim traditionellen BBQ. Das Fleisch schmeckt aber ebenfalls herrlich, vor allem, wenn man es entsprechend verfeinert.

Mittwochs stelle ich euch ja immer Gewürze vor und aus diesem Grund dreht sich der heutige Blog um meinen selbstgemachten Senf. Für mich gehört Senf, ebenso wie Ketchup, zum Grillen und Picknick immer dazu.
Mit ganz wenig Aufwand und ein paar guten Gewürzen kann man sehr schnell seinen eigenen Senf herstellen. Nicht immer findet man sofort die richtige Mischung an Gewürzen, die man selbst als schmackhaft empfindet. Was es braucht, ist ein wenig Experimentierfreude.
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Ich habe mir ein Grundrezept zugelegt, das ich immer wieder gerne abwandle. So habe ich schon Senf für Lachs oder Steaks gemacht, aber auch und ganz simplen (und sehr scharfen) für Würstel. Besonders gelungen finde ich jenen für mein Salatdressing – diesen verfeinere ich mit Kräutern der Provence.
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Grundrezept
Zutaten für 4-5 Gläser á 180 ml
150 g Senfkörner, gelb
50 g Senfkörner braun
220 ml Wasser
30 ml Apfelessig
10 g Salz
50 g Agavensirup

Zubereitung:
Den Senf kurz (10 Minuten) ins Gefrierfach legen und danach mit einer Kaffeemühle mahlen.
Den gemahlenen Senf mit Wasser, Essig und Sirup vermengen. Salz dazu geben und sehr gut verrühren. Statt dem Apfelessig könnt ihr natürlich jeden Essig nehmen, der euch schmeckt. Ich habe auch schon Verjus verwendet – perfekt, um Salatmarinaden herzustellen.
Mit dieser Grundmasse könnt ihr nun alle Geschmacksrichtungen probieren, die euch zusagen. Perfekt passen beispielsweise Kräuter der Provence in den Senf. Wenn ihr, so wie ich, gerne scharf esst, gebt geräucherte Jalapenos Chilis hinzu.
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Die Zettl´s Empfehlung:
Ihr müsst den Senf nicht ganz fein mahlen, falls ihr keine Kaffeemühle habt. Er schmeckt auch grob im Möser zerstoßen oder der Küchenmaschine zerkleinert sehr gut.
Hübsch verpackt ist so ein selbstgemachter Senf auch das perfekte Gastgeschenk, z.B. für eine Grillfeier bei Freunden.

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