Die Zettl kocht, Saures

Gulasch

6. November 2015
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Nächsten Mittwoch ist es endlich wieder so weit – die verrückteste Zeit im Jahr beginnt. Der Fasching. Am 11.11. um 11 Uhr und 11 Minuten startet für die nächsten Monate einer der lustigsten Wochen im Jahr. Gleichzeitig ist sie eine der besinnlichsten im Jahreskreis.
Wieso gerade an diesem Tag und in der beginnenden Vorweihnachtszeit, ist der Zahl 11. zuzuschreiben.

Die kommt aus dem Mittelalter. 11. gilt als närrische Zahl. Eigentlich aber beginnt die Faschingszeit nach dem 06.01., also nach den Heiligen Drei Königen und dauert offiziell bis zum Faschingsdienstag.
Wir haben uns vor ein paar Tagen überlegt, was man auf Festen gerne serviert hat und was alle gerne essen. Auf Partys waren es früher die Partyigel, die gefüllten Eier und die Fliegenpilze aus Ei. Dazu könnt ihr noch bis zum Montag die neue Folge aus „Frisch gekocht“ anschauen. Dort habe ich gezeigt, wie man das macht – ihr findet den Link zur Sendung wieder auf meiner Facebook Seite.

Um Mitternacht gab es bei uns immer Gulasch. Egal ob Party, Faschingsfest oder Hochzeit. Wir mochten das alle gern. Entweder am Buffet mit einer frischen Semmel genossen oder auch als Hauptspeise mit diesen wunderbaren Erdäpfelknödeln aus dem Waldviertel.
Meine Mama hat sie besonders gut gemacht und wir Kinder stritten uns immer um den letzten Knödel – wir konnte nie genug davon bekommen. Meine Familie und ich sind mittlerweile auf Gnocchi umgestiegen oder machen uns kleine Erdäpfelteig Nockerln dazu.
Das schmeckt uns besser und ist, so meinen Lena und Livia, nicht so üppig. Nun würde ich wieder meinen, dass der Spruch „ das Auge isst mit“ sehr wohl seine Berechtigung hat….
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Das Gulasch bereite ich auch ganz anders zu, als meine Mama.
Ihr Vorteil – ihre Oma war aus Ungarn und hat ihr ganz genau gezeigt, wie man es machen muss – mein Vorteil – ich kenne den Gaumen meiner Kinder und weiß ganz genau, wie sie es gerne essen.

Daher bin ich auch der Meinung, dass jede Familie das Grundrezept beherzigen sollte, aber ob ihr nun Gurkerl, Pfefferoni oder anderes ins Gulasch gebt bleibt letztlich euch überlassen.

Gulasch a la DieZettl
Rezept:
Zutaten:
1,2 kg Rindsgulaschfleisch
1 EL Butterschmalz
4 große Zwiebeln
3 EL Tomatenmark
1-2 Liter Wasser
500 ml Rindsuppe
4 EL Paprikapulver
1 TL geräucherter Paprika
Lorbeerblätter, Pfeffer, Schabzigerklee, Majoran
2 Stück getrocknete Tomaten

Zubereitung:
Das Fleisch waschen und in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebeln schälen und ebenso fein würfelig schneiden.
In einem großen Topf das Butterschmalz erhitzen, die Zwiebeln darin andünsten, Tomatenmark zugeben, ebenso die beiden Paprikapulver. Kurz gut verrühren. Mit 500 ml Wasser aufgießen, dann die weiteren Gewürze dazu geben und kurz aufkochen lassen.

Das Fleisch ebenso in die Suppe geben und von nun an bei geringer Hitze köcheln lassen. Je länger desto besser. Mein Fleisch kocht meist bis zu 4 Stunden. Immer wieder mit Wasser oder gegen Ende der Kochzeit mit Suppe aufgießen. Erst jetzt gut salzen.

Als Beilage haben wir unser Erdäpfelnockerl. Ich gestehe, wenn ich im Stress bin, nehme ich lieber den fertigen Teig aus der Packung und steche aus diesem mit einem Löffel kleine Nockerl aus. Das geht wunderbar schnell und mit ein paar Gewürzen verfeinert schmecken diese fast wie selbst gemacht.

Die Zettls Empfehlung:
Gulasch schmeckt meist am zweite bis dritten Tag nach dem ersten Kochen noch viel besser. Wenn ihr es schafft kocht es vor. Es schmeckt immer fantastisch. Habt ihr zu viel davon friert es ein und schon habt ihr im Handumdrehen ein wunderbares Essen für Tage an denen es schnell gehen soll.
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Ich wünsche euch einen schönen Faschingsbeginn nächsten Mittwoch!

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