Die Zettl kocht, Süsses

Der Traum von (gebackenen) Mäusen

13. September 2015
DSC_0209

Ich sattle gerade in der Reitschule mein Lieblingspferd ab und höre auf einmal ein Lachen.

Als ich mich umsehe, befindet sich außer mir und den Pferden niemand im Stall. Also ignoriere ich das Geräusch und mache weiter. Als ich später das Lachen wieder höre, mache ich mich auf die Suche danach. Fast stolpere ich über eine kleine Maus. „Oh entschuldige kleine Maus, ich hatte dich nicht gesehen“. In diesem Moment antwortet mir die Maus: „Hallo, ich bin Zwutschgi, du suchst bestimmt schon nach mir.“ „Was du kannst reden und was meinst du damit, dass ich nch dir suche?“ Zwutschgi antwortet ganz unverhohlen:“ Das Lachen, das du da die ganze Zeit hörst, das sind wir Mäuse und dass ich mit dir reden kann, das ist eine Gabe!“ Ganz verblüfft sitze ich da und schaue die Maus an.

Auf einmal fängt Rudi, eine der anderen Mäuse, an, mir zu erzählen: „In meiner Familie leben 12 Mäuse, alle beobachten dich schon, seit du in den Stall gekommen bist. Wir finden deine Art, wie du mit den Pferden um gehst einfach super.“ „ Danke für das Kompliment“ will ich schon sagen, aber Rudi lässt mich einfach nicht zu Wort kommen. Er redet einfach weiter, dass das Leben im Reitstall so toll ist, weil man hier die besten Körner bekommt!

Plötzlich wache ich auf und merke „Oh nein, das war ja alles nur ein Traum!“ Noch etwas schlaftrunken torkle ich zu meiner Mama und erzähle ihr von meinem Traum, der sich so echt anfühlte.

Und was macht meine Mama? Sie denkt wieder nur ans Essen und daran, dass ihre Zettl Oma immer so köstliche gebackene Mäuse gemacht hat. Sie ist wirklich verrückt, also die Mama – nicht die Oma, die kannte ich leider nicht mehr.

Ha, wie eklige ich bin doch keine Katze, dachte ich mir. „Kind, man merkt wirklich, dass du einer anderen Generation entstammst – gebackene Mäuse sind aus Germteig ausgestochene süße Bällchen“, so meine Mama.

Was macht die brave Tochter Lena? Sie erfüllt natürlich jeden Wunsch der liebsten Mama der Welt und sucht nach einem Rezept.

Der Teig geht sehr leicht und ist schnell zubereitet. Was ich übersehen habe ist, dass ich nur 1 Menge gemacht habe – so schnell wie die von Mama und ihren Freundinnen aufgegessen wurden, musste ich eine zweite Portion machen, da ich sie nicht mal kosten konnte!

Alle drei meinten wie aus einem Mund „Die schmecken ja so lecker wie bei Oma“…. wenn das mal kein Kompliment ist?!

DSC_0214


Rezept:
Davon werden 4 Personen als Nachspeise satt

Zutaten:
330 g glattes Mehl
1 Packung Trockengerm
250 ml lauwarme Milch
2 Dotter (Größe M)
75 g Zucker
45 g zerlassene Butter
Öl zum Rausbacken

Zubereitung:
Das Mehl in eine Schüssel sieben und mit der Trockengerm vermischen. Milch, Dotter, Zucker und zerlassene Butter dazu geben. Gut verkneten. Ich mache das gerne mit der Hand, da ich finde, dass der Teig so viel zarter wird. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 2 Stunden ruhen lassen.
Einen großen, hohen Topf mit Öl füllen und auf 180 Grad erhitzen. Mit einem Teelöffel Nockerl ausstechen. Im Fett schwimmend backen. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Staubzucker mit gemahlener Vanille mischen und die Mäuse damit anzuckern.
Lasst es euch gut schmecken!

Und nicht vergessen für meine Mama voten::
The Oscar goes to…“ Nein, ich habe keine Chancen auf den Academy Award, aber diezettl.at ist auf der Liste der Kandidaten für den AMA Food Blog Award 2015. Ich bin keine Freundin von Wahlkampf-Rhetorik, aber bitte gebt mir eure Stimme. Mitmachen ist ganz einfach: HIER raufklicken und einfach voten. DANKE für Deine Stimme – bitte nicht vergessen die Wahl per Mail zu bestätigen….

DSC_0215

2 Kommentare

  • Reply Susanne 13. September 2015 at 20:41

    Eine wunderbare Geschichte von Mäusen und Menschen! Danke für die Inspiration, gebackene Mäuse habe ich schon ewig nicht mehr gegessen, jetzt muss es wieder sein.

    • Reply Sabine Zettl 16. September 2015 at 8:11

      Danke liebe Susanne für deine Nachricht – Lena hat sich total darüber gefreut ;)!
      Liebste Grüße aus Graz, Sabine