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Curryblätter

11. Februar 2015
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Curryblätter
Je mehr ich mich mit Gewürzen beschäftige, desto faszinierter bin ich von deren vielseitigen Verwendbarkeit. Leider bekommt man bei uns nicht alle frisch vom Baum oder Strauch – gerade die asiatischen Gewürze erhält man hier oft nur getrocknet oder pulverisiert. So auch Curryblätter.
Als ich sie zum ersten mal gekauft habe, wusste ich noch nicht genau, was ich damit kochen sollte. Natürlich, der Name verrät schon, dass man die Blätter für Currys verwenden kann. Aber Curry an sich ist ja eine Gewürzmischung. Also was nun genau mit Curryblättern anfangen?

Vorweg zu den Fakten des Curryblatts:

Herkunft:
Asien – besonders in tropischen und subtropischen Regionen
Pflanzenart:
Baum oder Strauch – der Baum wird übrigens bis zu 6 m hoch.

Welchen Teil, welche Art kann ich in der Küche von davon verwenden?
An sich kann nahezu alles verwendet werden, bis auf die kleinen schwarzen Früchte in den Blüten – die sind giftig.

Hier bei uns bekommt man in erster Linie nur die getrockneten Curryblätter. Diese sind nicht so aromatisch wie die frischen Blätter. Deshalb verwende ich bei den Rezepten einfach etwas mehr davon, um an das Aroma der frischen Blätter heranzukommen.
Was tut der Currybaum meiner Gesundheit Gutes?
Dem Currybaum sagt man hohe Heilkraft nach. An sich wird von der Wurzel bis zu den Blättern alles verarbeitet – nur eben die giftigen Beeren nicht! Vor allem die frischen Blätter werden gegen eine Vielzahl an Krankheiten eingesetzt und auch für Tees aufgegossen.

Ich liebe Pesto und Pasten. Meine Idee war, mit Curryblättern eine feine Paste abzumischen und diese sowohl für Fisch oder Reis, aber auch als Gewürzmischung für meine Suppen zu verwenden. Die Kinder kannten bisher nur das gewohnte grüne oder rote Pesto und wollten mal etwas anderes. Sie halfen auch mit großer Begeisterung beim ersten Versuch der Curryblätterpaste mit. Gemeinsam essen macht noch mehr Spaß, wenn man die Gerichte vorher gemeinsam kocht. Geschmeckt hat es hervorragend.
„Mama, bitte unbedingt noch einmal machen“ lautete das Urteil der Jury – meiner Kinder.
Ich kann sagen, über Fisch passt die Curryblätterpaste hervorragend. Aber dieses Fisch-Rezept kann ich heute noch nicht zur Gänze verraten, ich bitte euch noch um eine Woche Geduld. Demnächst werde ich eine weitere Zutat für das Rezept mit Fisch vorstellen, die man in Kombination zur Paste perfekt verkochen kann.
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Rezept:
Curryblätterpaste

3-4 EL Curryblätter, getrocknet – wenn ihr frische bekommt nehmt bitte diese – damit ist es ein Hit!
3 EL Mandelsplitter
3 EL Erdnussöl
4 EL Verjus – sauer
2 TL Curcuma
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Alle Zutaten im Mixer zu einer Paste verarbeiten, in ein Glas abfüllen, mit etwas Öl übergießen (zwecks längerer Haltbarkeit) und verschließen.

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DieZettl´s Empfehlung:
Diese Paste eignet sich hervorragend als Würzbeigabe für gefüllte Fladen oder für diverse Wok- und Currygerichte als Gewürzpaste. Sie wird intensiver, je mehr sie mit Verjus und/oder Salz gewürzt wird.

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