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Curry, Huhn und Spinat

13. Februar 2015
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Heute war mal wieder so ein Tag, einer, der von Beginn an irgendwie klar den Vermerk bekommen hätte sollen „bleib im Bett und versteck dich unter deiner Decke, so dass dich niemand findet“…
So ein Tag!
Gleich mal ordentlich verschlafen – 1 Stunde zu spät. Auf den Wecker meiner großen Tochter ist Verlass. Außer heute, denn heute schien irgendwann zwischen Mitternacht und morgens die Batterie beschlossen zu haben, dass sie plötzlich nicht mehr funktionieren möchte.

Wenn der Tag schon mal so beginnt, liebe Leser und Leserinnen – glaubt mir, hört auf euren Instinkt und bleibt im Bett *lach*. Nein schon klar, das kann man nicht machen. Ich tu es auch nicht. Was wäre das denn für ein Anruf beim Chef „Du, ich komme heute nicht, der Wecker hat zu spät geläutet und nun fehlt mir die Stunde am Morgen, ich mag heute nicht arbeiten.“ Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie seine Antwort wäre *autsch*.
Also jedenfalls war heute so ein Tag und ich habe mich trotzdem aus dem Bett getraut.
Welch´ riesen Fehler!

Nichts ging mehr wie gewohnt.
Das fing schon bei Kleinigkeiten an. Milchaufwärmen Fehlanzeige – die verbrannte gleich mal ordentlich – also kalten Kaffee trinken. Jause zubereiten – schön wäre, wenn auch etwas zum Zubereiten in der Brotdose wäre. Kind in die Schule bringen denkste – die Straßenbahn fuhr vor der Nase weg – wegen dieser 2 Sekunden. Chef angerufen, dass ich eh recht pünktlich bin, aber bitte – gib mir noch Zeit, dass ich mir schnell einen Kaffee holen kann – ja klar, die Mailbox freut sich immer über Nachrichten von Mitarbeitern.

So ging es munter weiter.
Das Beste war, am fast schon Ende des Tages, als es heimwärts zum Kochen ging, fällt mir mitten im Supermarkt die Flasche Tomatensauce aus der Hand (wozu ein Wagerl nehmen – ich brauche ja nur 2-3 Kleinigkeiten). Das war eine Aufregung – und peinlich war es mir – die Tomatensauce und mein Gesicht hatten dieselbe Farbe.
Das wirklich einzige das diesen Tag noch retten konnte, war meine „Auszeit“ in der Küche. Das meine ich ernst. Für heute war ein Curry geplant. Diese wunderbaren Aromen der einzelnen Gewürze, das Gemüse, das vor mir lag um verarbeitet zu werden – all das verzaubert mich.
Es braucht nicht viel und ich fühle mich in meinem Element, kann abschalten, fühle mich wohl und vergesse all diese Kleinigkeiten, die diesen chaotischen Tag ausmachten.
Das Schöne, um diese „Das“ Reihe in meinen Sätzen zu beenden ist aber, dass diese Tage vorbei gehen und der nächste bestimmt ein besserer wird!

Mein heutiges Rezept gehört zu meinen Lieblingsgerichten, wenn es schnell gehen muss. Ein bisschen Puten oder Hühnerfleisch habe ich immer daheim (im Tiefkühler), Gemüse ist auch immer vorrätig und im Curry befinden sich alle schmackhaften Gewürze für diese Suppe.

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Rezept:
Curry mit Huhn
für 4 Personen als Hauptspeise
6 Hühnerkeulen oder Flügerl oder 2 würfelig geschnittene Hühnerbrüste
4 große Schalotten
1 Zucchino
5 Karotten
200 g Spinat (TK – wenn sie frischen haben ist es natürlich noch besser)
2 Dosen Kokosmilch
400 ml Wasser
3 EL Ghee oder etwas Kokosfett und Olivenöl
Eine gute Currymischung deiner Wahl – davon 3 EL (mindestens – ich nehme oft 4 EL)
Reis

Zubereitung:
Die Schalotten klein schneiden, Zucchino und Karotten halbieren und in kleine Stifte schneiden. Den Spinat auftauen lassen, ausdrücken und grob hacken.
In einer heißen Pfanne oder einem heißen Wok die Schalotten im Ghee dämpfen, dann das Huhn zugeben und anbraten. Mit etwas Wasser ablöschen, das Gemüse zufügen (den Spinat erst gegen Ende der gesamten Kochzeit), mit dem Curry würzen und einkochen lassen. Danach fügen Sie die Kokosmilch hinzu und lassen diese wieder ca. 15-20 Minuten auf kleiner Flamme einreduzieren.
Inzwischen kannst du den Reis laut Anleitung kochen und warmstellen.
In meiner Currymischung ist kein Salz enthalten, daher salze ich immer erst gegen Ende oder aber auch kurz vor dem servieren.

DieZettl`s Empfehlung zu diesem Rezept:
Wählen Sie für Ihre Curry´s immer lieber eine mildere Gewürzmischung und fügen je nach Geschmack und Schärfeempfinden Chili hinzu. Schärfe tut dem Körper, mit Maß und Ziel genossen, sehr gut und wärmt gerade jetzt in der kalten Jahreszeit wunderbar von innen.

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