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KRAUTWICKEL – EINE UKRAINISCH – ÖSTERREICHISCHE LIASION

6. Februar 2015
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Gemeinsam Kochen!

Anastasia und ich trafen uns vor einigen Wochen in dem Gewürzladen, in dem ich arbeite. Nach einem netten Gespräch, geprägt von vielen Gemeinsamkeiten, war rasch klar, dass wir einmal miteinander kochen müssen. Ich lud sie spontan ein, mir eine ihrer Lieblingsspeisen zu kochen. Ach ja, Nasty, wie ihre Freunde sie nennen, ist aus der Ukraine und studiert seit zwei Jahren in Graz.
Natürlich kam sie nicht einfach nur so ins Geschäft, sie hatte schon von Freunden gehört, dass ich gerne koche und ich viel ausprobieren möchte und mich vor allem andere Länder und andere Kulturen sehr interessieren.
Nasty entschied sich für ein, an unsere Küche sehr angepasstes Rezept – Ukrainische Krautwickel.

Mit der Einkaufsliste in der Hand begab ich mich auf den Weg in den Supermarkt. Aus ursprünglich sieben Zutaten wurden zwölf. Ein bisschen abwandeln musste erlaubt sein, dachte ich.
War es dann auch!

Das gemeinsame Kochen war dann auch eine riesen Gaudi und geschmeckt hat es sensationell. Meine Familie war begeistert, dass ich eine „Kochhilfe“ eingeladen hatte, die uns ein köstliches Rezept zeigt, uns aber auch beim Essen viel Interessantes aus ihrer Heimat erzählte.
Mein erster Eindruck, dass Anastasia ein herzliches, lustiges Mädl ist, mit dem man jede Menge Spaß beim Kochen haben kann, hat sich absolut bestätig. Wir werden diese „Kochsession“ bestimmt wiederholen, das steht fest. Und sie weiß nun auch, dass sie meinen Kochalltag ruhig mit komplizierteren Rezepten aus ihrer Heimat bereichern darf.

Rezept:
Ukrainisch-Österreichische Krautwickel Liaison (von Anastasia und Sabine)
für 4 Personen als Hauptspeise


Zutaten:

400 g gemischtes Faschiertes
1 kleiner Weißkrautkopf
5 mittelgroße Zwiebeln
2 EL Butter / 1 El Öl
1 Tasse Rundkornreis
1 Flasche Bio Tomatensauce (ohne Kräuter oder anderer Zusätze)
Etwas Rindssuppe
Majoran
geräucherter Paprika (erhältlich im gut sortiertem Gewürzhandel)
Salz, Pfeffer
Grüner Salat (als Beilage)

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Zubereitung:
Den Weißkrautkopf in einem großen Topf ca. 15 Minuten kochen.
In der Zwischenzeit kann man bereits den Reis zubereiten – 1 Tasse Reis mit 2 Tassen Wasser kochen. Immer darauf achten, dass der Reis nicht anbrennt, daher lieber etwas mehr Wasser nehmen!
Die Zwiebel kleinwürfelig schneiden. In einer Pfanne mit Butter und Öl anschwitzen und das Faschierte zufügen. Kurz anbraten lassen, sodass das Fleisch nicht mehr roh ist. Vom Herd nehmen, auskühlen lassen und in eine große Schüssel umfüllen.
In diese Schüssel kommt auch der fertige Reis. Alles gut miteinander vermengen und mit Salz, Pfeffer, geräuchertem Paprika und Majoran abschmecken.

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Dem gekochten, abgekühlten Weißkrautkopf den Strunk entfernen und vorsichtig die Blätter ablösen. Nun jedes Blatt nacheinander auf ein Schneidbrett oder einen Teller legen und mit der Faschierten/Reismischung füllen. Alle Seiten auf das Faschierte einschlagen oder die beiden Außenseiten einschlagen und einrollen.
Die Wickel in einen vorbereiteten Bräter nebeneinander legen. Sobald der Bräter voll ist, die Tomatensauce über die Krautwickel verteilen und zugedeckt im Ofen bei 180°C Umluft ca. 30 Minuten garen lassen.

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DieZettl´s Empfehlung:
Geräucherter Paprika optimiert das Geschmackserlebnis. Wer keinen zuhause hat, kann ruhig zu normalem edelsüßen Paprika greifen. Wer gerne schärfer isst, kann auch mit etwas Cayenne nachwürzen.

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